Memmingen/Lindau

Eishockey-Oberliga: ECDC rutscht auch in Lindau aus

Die Memminger Indians (mit Jannik Herm, rotes Trikot) haben nach der 0:4-Heimniederlage gegen Füssen auch in Lindau mit 2:4 verloren.

Die Memminger Indians (mit Jannik Herm, rotes Trikot) haben nach der 0:4-Heimniederlage gegen Füssen auch in Lindau mit 2:4 verloren.

Bild: Siegfried Rebhan

Die Memminger Indians (mit Jannik Herm, rotes Trikot) haben nach der 0:4-Heimniederlage gegen Füssen auch in Lindau mit 2:4 verloren.

Bild: Siegfried Rebhan

Was der Memminger Trainer Sergej Waßmiller für die 2:4-Niederlage verantwortlich macht. Am Dienstag wartet schon die nächste schwere Aufgabe.
Die Memminger Indians (mit Jannik Herm, rotes Trikot) haben nach der 0:4-Heimniederlage gegen Füssen auch in Lindau mit 2:4 verloren.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
07.12.2020 | Stand: 15:20 Uhr

Auch im zweiten Derby des Wochenendes ist Eishockey-Oberligist ECDC Memmingen leer ausgegangen. Nach der 0:4-Heimniederlage gegen den EV Füssen unterlagen die Indians den „Islanders“ aus Lindau mit 2:4. Am Dienstag geht’s für die Memminger (Tabellenfünfter) zu den „Starbulls“ nach Rosenheim (Vierter).

„Wir haben die ersten 20 Minuten komplett verschlafen“, sagte ECDC-Trainer Sergej Waßmiller nach der Partie, „Lindau war konzentrierter und hat einen stärkeren Willen als wir gezeigt, das Spiel zu gewinnen.“ Sein Lindauer Kollege Gerhard Puschnik sagte: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und uns so richtig reingebissen ins Spiel.“

Der EV Lindau setzt ein frühes Ausrufezeichen

Zum Spiel in Lindau: Mit der gleichen Aufstellung wie bereits am Freitag gegen den EV Füssen wollten die Indianer die Scharte auswetzen und am Bodensee drei Punkte holen. Doch erneut war es das gegnerische Team, das früh ein Ausrufezeichen setzte. Die Islanders gingen in der fünften Spielminute durch Neuzugang Mark Heatley in Führung.

Die Indians fanden keinen Zugriff auf das Spiel, die Lindauer hielten gut dagegen. In der 14. Minute belohnte sich der EV Lindau (EVL) erneut: In Unterzahl trug sich Damian Schneider in die Torschützenliste der Lindauer ein. Es stand 2:0. Die Maustädter nahmen weiter das Spiel nicht richtig an und verschliefen das erste Drittel komplett.

Zu Beginn des zweiten Drittels gab’s gleich wieder eine kalte Dusche für die Memminger: Heatley fälschte einen Schlagschuss zum 3:0 für den EVL ab. Die Indians kamen nach einem Treffer in Überzahl aber wieder auf die Beine. Neuzugang Lars Grözinger versenkte per Direktabnahme zum 1:3. Die Rot-Weißen waren nun am Drücker und legten noch vor der Pause das 2:3 nach. Jannik Herm war nach einem Pass von Linus Svedlund in Überzahl erfolgreich.

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Memmingen

Eishockey-Oberliga: Der ECDC geht auch in Rosenheim leer aus

Die Hoffnung auf die Kehrtwende im letzten Drittel war da. In kämpferischer Hinsicht konnte man dem ECDC nun keinen Vorwurf machen, doch vor dem Tor belohnte er sich schon wie gegen Füssen nicht. So kam es, wie es kommen musste, und Lindau traf in der 60. Minute per Empty-Net-Goal (Treffer ins leere Tor) zum 4:2-Endstand.

Erneut keine leichte Aufgabe für den ECDC

Auch wenn die Enttäuschung groß ist, richten die Indians ihren Fokus nun bereits auf das Spiel am Dienstag. Gegner sind dann die „Starbulls“ aus Rosenheim. Also erneut keine leichte Aufgabe für die Memminger.

Genau eine Woche nach dem 4:2-Heimsieg der Indians gegen das Team von John Sicinski stehen sich beide Mannschaften erneut gegenüber. Bei den Indians haben sich die personellen Voraussetzungen allerdings zum Negativen entwickelt. Nach dem langfristigen Ausfall von Kapitän Huhn fehlen weiterhin die Verteidiger Leon Kittel und Philipp de Paly. Zumindest de Paly könnte beim nächsten Heimspiel am Freitag gegen Tabellenführer Regensburg allerdings wieder an Bord sein und so die Situation in der Abwehr entspannen.

Die Rosenheimer gehen ebenfalls mit Personalsorgen, aber vor allem mit viel Selbstvertrauen ins Spiel gegen den ECDC. Sie schlugen am Sonntagabend den Tabellenzweiten Selb im heimischen Stadion mit 2:1.

Die Maustädter benötigen ein nahezu perfektes Auswärtsspiel, um an der Mangfall zu punkten. Dass es auch anschließend nicht leichter wird, zeigt ein Blick auf den Spielplan: Am Freitag kommt mit den „Eisbären“ aus Regensburg gleich der nächste dicke Brocken auf die Rot-Weißen zu. Das Team aus der Oberpfalz hat bislang nur eine Niederlage hinnehmen müssen und ist souveräner Spitzenreiter der Oberliga Süd. Alle Spiele der Indians sind live auf SpradeTV zu verfolgen.

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Das Spiel in der Zusammenfassung

Ergebnis: EV Lindau – ECDC Memmingen 4:2 (2:0; 1:2; 1:0).

Tore: 1:0 (5.) Heatley (Widen, Schneider), 2:0 (14.) Schneider (Sezemsky), 3:0 (21.) Grünholz (Oppenberger, Lundström), 3:1 (26.) Grözinger (Svedlund, Schreiber; 5-4), 3:2 (35.) Herm (Svedlund, Richter: 5-4), 4:2 (60.) Schneider (Raaf-Effertz, Tischendorf; ENG)

Strafminuten: Lindau 14 + zehn (Schwamberger), Memmingen acht.

Für den ECDC Memmingen spielten: Tor: Steinhauer (Vollmer) – Verteidigung: Meier, Svedlund; Ledlin, Kasten; Häckelsmiller, Schirrmacher – Angriff: Pfalzer, Grözinger, Richter; Herm, Schreiber, Wolter; Abstreiter, Schmid, Hofmann; Fabian, Danzer, Dopatka.