Memmingen

Eishockey-Oberliga: ECDC verliert erstes Spiel im Viertelfinale

MM Eishockey DEB-Oberliga ECDC Memmingenn Indians - Eisbären Regensburg 3:4

Im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinales der Eishockey-Oberliga verloren die Memminger Indians (mit Linus Svedlund, rechts) bei den Regensburger „Eisbären“ mit 2:3. Am Freitag treffen die beiden Teams ab 20 Uhr am Memminger Hühnerberg zum zweiten Mal in den Play-offs aufeinander. Das Bild entstand im Dezember, bei der 3:4-Heimniederlage des ECDC gegen die Eisbären in der Hauptrunde.

Bild: Siegfried Rebhan

Im ersten Spiel des Play-off-Viertelfinales der Eishockey-Oberliga verloren die Memminger Indians (mit Linus Svedlund, rechts) bei den Regensburger „Eisbären“ mit 2:3. Am Freitag treffen die beiden Teams ab 20 Uhr am Memminger Hühnerberg zum zweiten Mal in den Play-offs aufeinander. Das Bild entstand im Dezember, bei der 3:4-Heimniederlage des ECDC gegen die Eisbären in der Hauptrunde.

Bild: Siegfried Rebhan

Der ECDC Memmingen unterliegt Regensburg knapp mit 2:3. Das beherzte Auftreten und die Leistung von Goalie Joey Vollmer ringen dem Favoriten Respekt ab. Spiel zwei steigt am Freitag.
24.03.2021 | Stand: 15:58 Uhr

Erhobenen Hauptes, aber mit leeren Händen trat der ECDC Memmingen die Heimreise aus Regensburg an. Zum Auftakt der Play-offs der Eishockey-Oberliga Süd verloren die Indians zwar knapp mit 2:3 (1:0; 0:2; 1:1) beim Favoriten, den „Eisbären“ aus Regensburg. Doch die Allgäuer erkämpften sich ob ihres couragierten Auftritts Respekt in den Reihen der Gastgeber. Das Team von ECDC-Coach Sergej Waßmiller setzte damit eine Duftmarke für die kommenden Partien der „Best-of-five“-Viertelfinalserie. Am Freitag ab 20 Uhr treffen beide Mannschaften wieder aufeinander, dann in Memmingen.

Memmingen musste neben Sven Schirrmacher (verletzt) auch auf Nikolaus Meier (krank, beide Abwehr) verzichten, zudem schied schon früh im Spiel Donat Peter (Sturm) aus. Dennoch musste der Hauptrundenerste aus der Oberpfalz gegen die Maustädter (Rang neun) bis in die Schlusssekunden zittern – vor allem, weil ECDC-Keeper Joey Vollmer einen Sahnetag erwischte.

ECDC-Verteidiger Christopher Kasten erzielt das 1:0

Aber auch, weil die Domstädter nach starkem Beginn ab Mitte des ersten Drittels einem Rückstand hinterherliefen: Memmingens Verteidiger Christopher Kasten, nach verbüßter Sperre wieder im Kader, kam nach abgesessener Strafzeit aus der Kühlbox und nahm einen weiten Pass von Marvin Schmid glänzend an. Er lief auf und davon und ließ Peter Holmgren im Kasten der Eisbären keine Chance – 1:0 für den Außenseiter (11. Minute). Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Vollmer schon einige Male mit starken Paraden ausgezeichnet. In der Folge entbrannte ein Sturmlauf auf das Indians-Gehäuse. Doch immer wieder fanden die Regensburger ihren Meister in Vollmer, der eine hochkarätige Chance nach der anderen vereitelte. In der 25. Minute passierte es aber doch: Regensburgs Angreifer Tomas Schwamberger setzte sich durch und traf zum 1:1. Anschließend war wieder Vollmer mit sensationellen Rettungstaten Mittelpunkt des Geschehens. „Dieser Mann hat acht Arme“, sagte eine Mitarbeiterin in der Halle. Regensburg hielt die Schlagzahl hoch. Eine dieser Druckphasen veredelte Eisbären-Abwehrhüne Jakob Weber mit einem strammen Schlagschuss zur 2:1-Führung für Regensburg. Vollmer war die Sicht verdeckt.

Gefährliche Angriffe der Memminger Indians

Mit diesem Spielstand ging es in den Schlussabschnitt, in dem die Gäste das Kommando übernahmen. Memmingen setzte gefährliche Angriffe, der Ausgleich gelang aber nicht. Eisbären-Kontingentstürmer Nikola Gajovsky umkurvte nach 50 Minuten die halbe Memminger Mannschaft und löffelte den Puck zum 3:1 in die Maschen. Doch die Indians kämpften weiter, erspielten sich Chancen und belohnten sich mit dem schönen 2:3-Anschlusstreffer durch Lars Grözinger (55.).

ECDC-Trainer nimmt Goalie Vollmer vom Eis

Die Schlussminuten wurden hektisch: Memmingen scheiterte mit einigen Großchancen, ehe sich Regensburg eine Strafzeit leistete. ECDC-Coach Waßmiller nahm seine Auszeit und den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch trotz teils bester Möglichkeiten und sogar einer Sechs-gegen-drei-Überzahl gelang den Indians kein Treffer mehr. Wie viel Respekt das beherzte Auftreten der Allgäuer den Oberpfälzern abgerungen hatte, zeigte deren ausgelassener Jubel nach der Schlusssirene. „Wir haben gut gespielt, aber Regensburg war leider noch besser“, sagte Waßmiller. Er betonte, dass mit einer solchen Leistung in der Serie aber noch „alles drin“ sei.

Das Spiel des ECDC in Regensburg in der Zusammenfassung

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Ergebnis: Eisbären Regensburg – Memminger Indians 3:2 (0:1; 2:0; 1:1).

Tore: 0:1 (11. Minute) Christopher Kasten (Marvin Schmid, Linus Svedlund); 1:1 (25.) Tomas Schwamberger (Fabian Herrmann, Philipp Vogel); 2:1 (32.) Jakob Weber (Xaver Tippmann, Peter Flache); 3:1 (50.) Nikola Gajovsky (Richard Divis, Petr Heider); 3:2 Lars Grözinger (Philipp de Paly, Philipp Stobbe).

Strafminuten: Memmingen acht, Regensburg acht.

Referees Schiedsrichter: Stephan Bauer, Dominic Erdle – Linienrichter: Philipp Bösl, Oliver Schnabel.

Aufstellungen: Für den ECDC spielten: Tor: Joey Vollmer (58:37) und Lukas Steinhauer – Abwehr: Leon Kittel, Linus Svedlund, Lion Stange, Christopher Kasten, Philipp de Paly und Philipp Stobbe – Sturm: Jannik Herm, Mark Ledlin, Myles Fitzgerald, Antti-Jussi Miettinen, Daniel Huhn, Milan Pfalzer, Donat Peter, Marvin Schmid, Marc Hofmann, Jonas Wolter, Alec Ahlroth, Leon Abstreiter und Lars Grözinger. – Für Regensburg spielten: Tor: Peter Holmgren (60:00) und Patrick Berger – Abwehr: André Bühler, Petr Heider, Jakob Weber, Xaver Tippmann, Korbinian Schütz, Philipp Vogel und Leon Zitzer – Sturm: Richard Divis, Nikola Gajovsky, Lukas Heger, Peter Flache, Erik Keresztury, Constantin Ontl, Tomas Schwamberger, Fabian Herrmann, Andreas Geigenmüller, Christoph Schmidt, Nico Kroschinski, Matteo Stöhr und Felix Schwarz.

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