Memmingen/Regensburg

Eishockey-Oberliga: ECDC zieht ins Viertelfinale ein

Eishockey - Oberliga Süd - 2020/21 - PrePlayoffs - Rueckspiel - EV Lindau Islanders vs ECDC Memmingen

Nach dem 5:0-Erfolg beim EV Lindau freuten sich die Memminger Indians über den Einzug ins Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga Süd.

Bild: Florian Wolf

Nach dem 5:0-Erfolg beim EV Lindau freuten sich die Memminger Indians über den Einzug ins Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga Süd.

Bild: Florian Wolf

Die Memminger Indians gewinnen in Lindau mit 5:0. In der Runde der letzten Acht treffen sie ab Dienstag auf Regensburg. Warum dabei David gegen Goliath spielt.
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Von Manfred Jörg
22.03.2021 | Stand: 13:00 Uhr

Nach dem organisatorischen Durcheinander am Wochenende (die MZ berichtete) haben sich die Memminger Indians überraschenderweise nicht nur am Grünen Tisch, sondern auch auf sportlichem Wege für das Play-off-Viertelfinale in der Eishockey-Oberliga qualifiziert. Nach der 2:4-Heimniederlage gegen den EV Lindau im ersten Spiel der Pre-Playoffs gewann der ECDC Memmingen am Sonntagabend am Bodensee deutlich mit 5:0.

Wie berichtet, treten die Indians nun ab Dienstag gegen den Tabellenersten der Hauptrunde, die „Eisbären“ aus Regensburg, an. Das erste Heimspiel der Indians steht am Freitag ab 20 Uhr an. Es wird im Modus „Best of five“ gespielt. Das heißt: Wer zuerst drei Siege errungen hat, zieht ins Halbfinale der Play-offs ein. In der vergangenen Saison lieferten sich die beiden Teams ein heißes Duell um Platz eins in der Hauptrunde. Dieses entschied Regensburg erst am letzten Spieltag zu seinen Gunsten. Die Indians belegten Platz zwei. Danach wurde die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen.

In dieser Spielzeit könnte das Aufeinandertreffen beider Teams durchaus als „David gegen Goliath“ bezeichnet werden, so unterschiedlich sind die Ausgangslagen beider Teams. Obwohl die Indians durch das 5:0 in Lindau „aus eigener Kraft“ ins Viertelfinale einziehen, so qualifizierten sie sich doch lediglich als Tabellenneunter für die Endrunde der Südstaffel. Die Eisbären aus der Domstadt feierten erneut die Hauptrunden-Meisterschaft und gelten als absolutes Topteam in der Dritten Liga.

Das Ziel der Regensburger heißt Aufstieg

Ziel und auch Anspruch der Oberpfälzer ist der Aufstieg in die DEL 2. Die erste Hürde für das von Max Kaltenhauser trainierte Team ist nun Memmingen. Kaltenhauser hat jüngst seinen Vertrag verlängert. Er verfügt über den zweitbesten Angriff sowie die zweitbeste Verteidigung sowie das gefährlichste Überzahlspiel der Liga.

Bei einem Blick auf die ligaweite Scorerwertung stechen sofort die drei Regensburger Punktegaranten ins Auge, die alle unter den besten zehn Spielern stehen. Nikola Gajovsky, Richard Divis und Kapitän Peter Flache sorgen seit mehreren Jahren für unzählige Treffer und sollen dem Angriff der Eisbären weiterhin den nötigen Schwung verleihen. Mit Jakob Weber haben die Oberpfälzer außerdem einen der Top-Verteidiger der Liga unter Vertrag. Und im Tor können sich die Domstädter auf Peter Holmgren sowie Patrick Berger verlassen.

Der ECDC hat alle drei Vergleiche verloren

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Mit vier starken und ausgeglichenen Reihen will der Favorit für ordentlich Tempo sorgen und möglichst ohne Probleme in die nächste Runde einziehen. Auch die bisherige Saisonbilanz spricht klar für den Erstplatzierten: In drei Aufeinandertreffen mit den Memmingern stehen zwei Siege (5:3 und 6:2) sowie ein Erfolg nach Penaltyschießen zu Buche.

In der krassen Außenseiterrolle befinden sich hingegen die „Indianer vom Hühnerberg“. Der ECDC wird sich dem Favoriten aber stellen und vorerst versuchen, ein zweites Heimspiel am Hühnerberg zu erzwingen. Ob Verteidiger „Niki“ Meier dabei wieder mitwirken kann, muss sich kurzfristig zeigen. Ansonsten dürften alle Spieler an Bord sein.

Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe stand übrigens noch immer nicht fest, wie lange ECDC-Verteidiger Christopher Kasten nach seiner Matchstrafe gegen Lindau in der vergangenen Woche gesperrt ist.

Am Dienstag spielen die Indians in Regensburg

Beim nicht mehr relevanten 5:0 Erfolg in Lindau am Sonntagabend zeigten die Memminger zumindest, dass sie ihre oftmals in großer Zahl vorhandenen Chancen auch ausnützen können. Ob dies den Maustädtern auch gegen den großen Favoriten gelingt, kann man am Dienstagabend ab 20 Uhr live bei SpradeTV im Internet verfolgen.

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