Eishockey-Oberliga

Eishockey: Strenge Corona-Maßnahmen beim ECDC Memmingen

MM Eishockey DEB-Oberliga ECDC Memmingen Indians - Starbulls Rosenheim 2:3

Der ECDC Memmingen würde am Sonntag gerne auch den „Eisbären“ aus Regensburg „ein paar einschenken“. Ein großer Wermutstropfen ist dabei aber, dass aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen nach derzeitigem Stand wohl nur rund 400 Zuschauer beim Spitzenspiel zugelassen sein werden.

Bild: Siegfried Rebhan (Archivbild)

Der ECDC Memmingen würde am Sonntag gerne auch den „Eisbären“ aus Regensburg „ein paar einschenken“. Ein großer Wermutstropfen ist dabei aber, dass aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen nach derzeitigem Stand wohl nur rund 400 Zuschauer beim Spitzenspiel zugelassen sein werden.

Bild: Siegfried Rebhan (Archivbild)

Die Indians wollen auch gegen die „Eisbären“ aus Regensburg auf Erfolgskurs bleiben. Was Zuschauer alles beachten müssen und was die Verantwortlichen sagen.
25.11.2021 | Stand: 15:52 Uhr

Bei Heimspielen der Memminger Indians gilt ab sofort eine FFP 2-Masken-Pflicht und das 2 G-plus-Konzept. Obwohl auch am Donnerstag noch immer nicht alle Details geklärt waren, gab der Eishockey-Oberligist bereits erste Infos für die Zuschauer bekannt, die am Sonntag zum Heimspiel gegen Regensburg kommen wollen.

Was sagen eigentlich die Verantwortlichen der Indians zu den aktuellen Entwicklungen? Sportlicher Leiter Sven Müller teilte unserer Redaktion mit: „Ich bin entsetzt über die Entscheidungen der Politik. Seit zwei Jahren wird nur reagiert und nicht vorausschauend agiert. Die Politik haut, schon beinahe reflexhaft, mit dem großen Hammer drauf.“ Zum Glück, so Müller, habe der ECDC als Verein vorausschauender gearbeitet. „Wir haben durch unsere relativ defensive Kalkulation noch Reserven eingeplant. Dennoch ist es für uns wieder eine schwere Zeit. Anstatt nun Geld zu verdienen, werden wir jede Woche wieder ein Defizit aufbauen.“ Ganz besonders fehle ihm und den anderen Vorstandsmitgliedern aber die Stimmung im Eisstadion. Sven Müller: „Es war zuletzt so schön, wieder die Stimmung und die Fans im Stadion erleben zu dürfen. Ich hoffe nun, dass die Einschränkungen nicht all zu lange bestehen bleiben.“

Am Freitag geht’s für den ECDC nach Passau

Am Freitag geht es für den Tabellenzweiten aus der Maustadt aber erst einmal nach Niederbayern, zum Tabellenzehnten EHF Passau. Die „Black Hawks“, die von Ales Kreuzer trainiert werden, haben am vergangenen Wochenende gegen Peiting verloren und gegen Füssen gewonnen. Vor allem der Erfolg gegen die Ostallgäuer spiegelt das Auftreten der Passauer gut wider. Zum wiederholten Male holten sie einen hohen Rückstand auf und gewannen sogar noch. Der ECDC kann ein Lied davon singen.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg gegen Füssen hatte der dreifache Torschütze und Topscorer Niklas Pill, der mit den Kontingentspielern Jeff Smith und Anders Poulsen im Sturm die Fäden zieht. Mit Marcel Pfänder haben die Schwarz-Roten aber auch in der Verteidigung einen Topmann unter Vertrag.

Am Sonntag folgt für den ECDC das Heimspiel gegen die „Eisbären“ aus Regensburg. Die Oberpfälzer sind, wie in den vergangenen Jahren auch, in der Oberliga Süd ein Spitzenteam. Trainer Max Kaltenhauser kann nach wie vor auf den Großteil des erfolgreichen Kaders der vergangenen Jahre zurückgreifen, was die Kontinuität in der Domstadt zeigt. Topscorer bei den Eisbären ist Neuzugang Andrew Schembri.

Regensburg ist im Rennen um die Spitzenplätze in der Oberliga dabei

Constantin Ontl, Lukas Heger und Nikola Gajovsky folgen auf den weiteren Plätzen der Scorerliste. Auch wenn die Regensburger zeitweise auf Richard Divis und Kapitän Peter Flache verzichten mussten, sind sie auf Rang vier weiter voll im Rennen um die Spitzenplätze dabei. Zusätzlich haben die Rot-Weißen noch zwei Spiele in der Hinterhand, die am vergangenen Wochenende – wegen positiver Tests im Umfeld – vorsichtshalber abgesagt wurden.

Bei den Indians gibt es vor dem Wochenende in der Verteidigung wieder Entwarnung. Nachdem zuletzt zahlreiche Akteure nicht auflaufen konnten, kehrt mit Lion Stange eine Stammkraft zurück ins Team. Da auch mit zwei Verteidigern von Kooperationspartner Ravensburg geplant wird, können die Indians fast in Bestbesetzung und mit vier Reihen auflaufen. Max Lukes wird dem ECDC, ebenso wie der Langzeitverletzte Philipp de Paly, aber weiter fehlen.

ECDC-Vorstandsmitglied Thomas Butzke steht nach Vereinsangaben in diesen Tagen in ständigem Austausch mit den zuständigen Behörden. Erst wenn alle Details geklärt seien, so die Indians, werde der ausgesetzte Vorverkauf für die Partie am Sonntag wieder starten. Tickets, die schon im Vorfeld erworben worden seien, behielten aber definitiv ihre Gültigkeit, betont der Verein.

Die Topscorer des ECDC Memmingen

Die Topscorer der Memminger Indians:

1. Petr Pohl, 19 Scorerpunkte (zwölf Spiele/sechs Tore/13 Assists/Platz fünf ligaweit).

2. Jaroslav Hafenrichter, 18 (12/8/10/6.)

3. Matej Pekr, 15 (12/7/8/15.)

4. Linus Svedlund, 12 (12/4/8/26.)

5. Donat Peter, 11 (12/7/4/29.)

Das Spiel der Indians gegen Regensburg ist bei Sprade TV zu sehen

  • Übertragung: Das Spiel des ECDC gegen Regensburg am Sonntagabend wird von Sprade TV im Internet live übertragen. Gegen Peiting waren es laut ECDC zuletzt rund 400 Buchungen. Das heißt: Zu den 915 Zuschauern in der Eissporthalle könne man von rund 1000 weiteren Zuschauern an den Bildschirmen ausgehen.
  • 2 G-plus: Ab sofort muss Eishockey-Oberligist ECDC Memmingen die 2 G-plus-Regel anwenden. Das bedeutet, dass neben dem Nachweis einer Impfung oder Genesung auch ein aktuelles Testergebnis vorgezeigt werden muss. Dies kann ein PCR-Test (maximal 48 Stunden alt) oder ein PoC-Antigentest (maximal 24 Stunden alt) sein. Schüler mit entsprechendem Nachweis gelten als getestet. Eine Ausnahme vom 2 G-plus-Konzept gilt laut ECDC allgemein für Kinder unter zwölf Jahren.

In der gesamten Memminger Eissporthalle gilt eine FFP 2-Masken-Pflicht

  • FFP 2: In der gesamten Eissporthalle gilt die FFP 2-Masken-Pflicht. Die Maske darf nur kurzzeitig zum Verzehr von Speisen und Getränken abgenommen werden.
  • Abstand: Zusätzlich muss ein Mindestabstand zu Menschen aus anderen Haushalten eingehalten werden, sodass die maximale Zuschauerzahl noch einmal reduziert wird. Daraus folgt, dass nur noch bestimmte Sitzplätze belegt werden dürfen. Das heißt: Gewisse Plätze können nicht gewählt werden, im Stadion ist eine freie Wahl von markierten Plätzen aber möglich.
  • Tests: Im Zuge der notwendigen Testung weisen die Indians auf mögliche Teststellen hin, die auch am Sonntag geöffnet haben. Hier kommen laut Verein zum Beispiel das Testcenter am Airport (täglich 6 bis 22 Uhr) sowie am V-Markt-Parkplatz im Gewerbegebiet Nord (Sonntag, 8 bis 14 Uhr) infrage.