Landwirtschaft

Führungswechsel bei den Rinderzüchtern in Memmingen

MM Rinderbesamung

Neue Führungsspitze bei der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG, links Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Vetter, rechts Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Bersch.

Bild: Fotos: RBG

Neue Führungsspitze bei der Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen eG, links Vorstandsvorsitzender Hans-Peter Vetter, rechts Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Bersch.

Bild: Fotos: RBG

Bei Memminger Besamungsgenossenschaft folgt Hans-Peter Vetter auf Anton Merk, der nun zum Ehrenvorstand ernannt wurde. Anlass sind seine Verdienste.
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Von Redaktion Memminger Zeitung
16.09.2021 | Stand: 12:30 Uhr

Eine neue Führungsspitze hat die Rinderbesamungs-Genossenschaft Memmingen (RBG). Hans-Peter Vetter (49 Jahre) als Vorstandsvorsitzender und Wolfgang Bersch (46) als Aufsichtsratsvorsitzender bilden die neue Leitung.

Der seit 2007 im Aufsichtsrat tätige Hans-Peter Vetter übernahm 2011 das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und 2017 den Vorsitz des Aufsichtsrates. Auf der Vertreterversammlung wurde er in den Vorstand gewählt und nun vom Aufsichtsrat als neuer Vorstandvorsitzender bestimmt. Er folgt damit dem langjährigen Vorsitzenden Anton Merk, welcher als Altersgründen nicht mehr zur Wahl stand.

Leidenschaftlicher Züchter und Gemeinderat

In das sehr wichtige Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden wählte das Aufsichtsratsgremium Wolfgang Bersch aus Sontheim. Er tritt somit die Nachfolge von Hans-Peter Vetter an. Bersch ist seit 2018 Aufsichtsratsmitglied bei der RBG Memmingen eG und übernimmt nun nach drei Jahren aktiver Gremiumsarbeit dessen Vorsitz. Der leidenschaftliche Züchter engagiert sich zudem ehrenamtlich als Gemeinderat, als Prüfer bei der Gehilfenprüfung und seit 18 Jahren als 2. Vorstand und Schriftführer der Viehzuchtgenossenschaft Sontheim.

Aufgrund seiner großartigen Verdienste für die RBG wurde Anton Merk von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig zum Ehrenvorstand ernannt. Bereits mit gut 40 Jahren wurde Merk 1999 in den Aufsichtsrat gewählt. Schon bald zeigte sich, dass hier eine Persönlichkeit heranwuchs, die Führung übernehmen kann und kooperativ ist, heißt es in einer Mitteilung der RBG. Ab dem Jahr 2003 führte Merk den Aufsichtsrat als dessen Vorsitzender an. Im Jahr 2011 trat er in die Fußstapfen von Xaver Hierl als Vorstandsvorsitzender.

Umzug in neues Gebäude

In seine Wirkungszeit bei der RBG Memmingen fielen viele große Projekte, deren Umsetzung unter anderem seinem Verhandlungsgeschick, seiner Entscheidungsfreudigkeit, aber auch seinem ausgeprägten Realitätssinn zu verdanken ist. Besonders hervorzuheben ist die Einführung der genomischen Selektion beim Stierankauf und Stiereinsatz, die Einteilung der Besamungstechniker in „Technikergruppen“, die vielen Grundstücksgeschäfte und die komplette Stationsumsiedlung vom Autobahnkreuz nach Hitzenhofen, die im Herbst 2019 erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Neben all den Projekten war Anton Merk gut vernetzt und als Mensch und Gesprächspartner stets geschätzt und gesucht. Viele Gespräche mit Berufs- und Funktionärskollegen halfen bei der Kontaktpflege mit zu Mitgliedern und zu befreundeten Organisationen, heißt es in der Mitteilung weiter. Das hätte dazu beigetragen, dass die RBG Memmingen national und international weiterhin ein hohes Ansehen genieße.

Daneben ist und war Anton Merk in hohem Maße ehrenamtlich engagiert. Im züchterischen Bereich war er parallel zum Vorstandsvorsitz bei der RBG Memmingen auch Vorstandsvorsitzender der Alpengenetik, vertrat seit 2011 die Interessen der Besamung im AHG-Ausschuss, ist seit 2014 stellvertretender Vorsitzender der ARGE deutsches Braunvieh, ist Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft süddeutscher Rinderzüchter (ASR) und war Ausschussmitglied der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Besamungsstationen (ABB). Auch im Molkereiwesen hat er über Jahrzehnte ehrenamtlich Verantwortung übernommen.