Treffpunkt

Familiencafé der Caritas in Memmingen hat wieder geöffnet

Das Familiencafé der Caritas in Memmingen hat seine Türen wieder geöffnet. "Offener Treff" findet jetzt wieder zweimal die Woche statt.

Das Familiencafé der Caritas in Memmingen hat seine Türen wieder geöffnet. "Offener Treff" findet jetzt wieder zweimal die Woche statt.

Bild: Bernhard Gattner

Das Familiencafé der Caritas in Memmingen hat seine Türen wieder geöffnet. "Offener Treff" findet jetzt wieder zweimal die Woche statt.

Bild: Bernhard Gattner

Einrichtung war wegen der Corona-Pandemie über Monate nur eingeschränkt zugänglich. Jetzt herrscht wieder ein Kommen und Gehen.
Das Familiencafé der Caritas in Memmingen hat seine Türen wieder geöffnet. "Offener Treff" findet jetzt wieder zweimal die Woche statt.
Von Redaktion Memminger Zeitung
28.09.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Es herrscht wieder ein Kommen und Gehen im Familiencafé der Caritas in Memmingen. Monatelang war es recht ruhig gewesen. Das Café war wegen der Corona-Pandemie nur eingeschränkt geöffnet. Der „Offene Treff“ fand ausschließlich im Garten statt. Erst seit kurzem können sich Besucher jeden Dienstag und Mittwoch zwischen 9 und 11 Uhr hier wieder bei einem leckeren Kaffee, kalten Getränken oder Butterbrezen treffen und miteinander austauschen. Der Caritasverband Memmingen-Unterallgäu unterstützt das Angebot des Familiencafés mit Spenden aus der Caritassammlungsaktion.

Elisabeth Schöffel, Sozialpädagogin beim hiesigen Caritasverband, beschreibt das Familiencafé lächelnd als „unseren Dorfbrunnen“. Mütter, Väter, Familien, Großeltern, aber auch alle, die einfach Lust auf Austausch haben, treffen sich hier seit zehn Jahren. Schöffel, die Koordinatorin des Familiencafés, beschreibt den besonderen Unterschied zu anderen Cafés in Memmingen: „Unsere Besucher haben hier beim „Offenen Treff“ ganz unkompliziert die Möglichkeit, sich auszutauschen und müssen keine Angst haben, dass andere Gäste sich durch spielende Kinder gestört fühlen könnten. Es gibt viele verschiedene Spielangebote, Spielecken und Spielgeräte im Garten und es ist auch ausdrücklich erwünscht, dass hier Kinder-Trubel herrscht.“ Für junge Familien sei es ein Leichtes, hier Gleichgesinnte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. „Jeder darf zu uns kommen, auch Nachbarn und Großeltern.“

Neben dem „Offenen Treff“ gibt es noch weitere Angebote im Familiencafé. Im Second-Hand-Laden können Kinderkleidung und Spielsachen zu niedrigen Preisen erworben werden. Acht bis zehn Ehrenamtliche kümmern sich darum. „Ohne unsere Ehrenamtlichen würde es nicht so gut funktionieren. Und wir freuen uns immer riesig über Menschen, die ehrenamtlich bei uns arbeiten möchten.“, sagt Schöffel.

In den Gruppenräumen, die auch privat gebucht werden können, finden wechselnde Veranstaltungen wie zum Beispiel Ernährungskurse, Krabbelgruppen und Yoga-Kurse statt. Seit 2019 werden in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt bis zu zehn Vorträge im Jahr zu den Themen Familie, Ernährung, Erziehung und Gesundheit angeboten. Auch Eltern, die sich in Kursen kennengelernt haben, können die Gruppenräume nutzen und über die Kurse hinaus Treffen veranstalten. Schöffel bedauert, dass dieses Jahr – bedingt durch die Corona-Pandemie – nicht so viele Vorträge und Veranstaltungen stattfinden konnten, wie sie es sich erwünscht hatte. Gleichgesinnte kamen nicht zusammen und konnten sich nicht kennenlernen. Dieses „niedrigschwellige Kennenlernen“, wie es die Pädagogen bezeichnen und wofür das Familiencafé in Memmingen hauptsächlich steht, fand wie so Vieles im Corona-Jahr weitestgehend nicht statt. Umso glücklicher ist Schöffel, dass der „Offene Treff“ nun wieder möglich ist – wenn auch nur an zwei Tagen die Woche. „Wir müssen uns einfach langsam herantasten und sehen, wie es funktioniert, beziehungsweise, ob es nicht aufgrund steigender Infektionszahlen wieder Einschränkungen geben wird.