Bauprojekt

FC Memmingen darf Multifunktionsgebäude in Fußball-Arena bauen

MM FCM-Gebäude

Noch einmal überarbeitet wurde die Fassade des Multifunktionsgebäudes, das der FC Memmingen in der Arena an der Bodenseestraße bauen will.

Bild: Otto Birk GmbH

Noch einmal überarbeitet wurde die Fassade des Multifunktionsgebäudes, das der FC Memmingen in der Arena an der Bodenseestraße bauen will.

Bild: Otto Birk GmbH

Stadträte stimmen Plänen für Neubau an der Bodenseestraße zu. Baubeginn für das 3,5-Millionen-Projekt soll im Herbst sein. Was der Gestaltungsbeirat zu bemängeln hatte.
28.07.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Nach diesem Beschluss im Bauausschuss des Memminger Stadtrats ging der Daumen hoch bei Armin Buchmann, dem Präsidenten des FC Memmingen, der bei der öffentlichen Sitzung im Publikum saß – und sein Strahlen war auch durch die obligatorische Maske zu sehen: Der Fußballverein erhielt Grünes Licht für den Bau seines Multifunktionsgebäudes im Stadiongelände an der Bodenseestraße – bei nur einer Gegenstimme.

Erst vor wenigen Wochen hat der FCM den überarbeiteten Bauantrag für das Gebäude, das der Verein als elementaren Bestandteil für seine Zukunft sieht, nach mehrjähriger Planung bei der Stadt Memmingen eingereicht. Es soll im Süden der Arena entlang der Bodenseestraße stehen und unter anderem Gastronomie, Toiletten, Duschen, einen VIP-Bereich, einen Fitnessbereich und einen Versammlungsraum zum Beispiel für Pressekonferenzen beherbergen. Durch die neuen Sanitäranlagen fällt künftig das Aufstellen von mobilen WCs in diesem Bereich weg. Das Pultdach wird komplett mit Photovoltaik bestückt. Auf Nachfrage von Stadträtin Verena Gotzes, ob in dem Gebäude Barrierefreiheit gewährleistet sei, erklärte Baureferatsleiter Fabian Damm, dass eine Rampe und ein Aufzug eingeplant sind.

Fassadengestaltung zu unruhig

Befasst hatte sich mit dem Bauvorhaben auch der Gestaltungsbeirat der Stadt, der als unabhängiges Sachverständigengremium den Stadtrat sowie Bauherrn und deren Planer unterstützt. Für gut befand das Gremium die Lage im Süden des Geländes mit Bezug zum Tribünenbau. Nicht zufrieden waren die Beiräte allerdings mit der Fassadengestaltung: Zu unruhig sei der Mix aus unterschiedlichen Fensterformaten, Glas, Putz und Werbeflächen, war ihr Urteil. Auch Damm sagte, „da wurde alles an Formen- und Farbensprache verwendet, was man sich vorstellen kann“. Der Vorschlag, einen Architektenwettbewerb durchzuführen, kam für den FCM nicht in Frage, stattdessen wurde das Projekt noch einmal überarbeitet. „Jetzt ist es ruhiger und zurückhaltender“, lobte Damm. „Der Bau hat gestalterisch deutlich gewonnen.“

Zwei Bäume müssen gefällt werden

Wie im Lageplan zu sehen ist, kommt der Neubau der kleinen Allee entlang der Umzäunung des Geländes zur Bodenseestraße hin sehr nahe. „Die beiden ersten Bäume müssen gefällt werden“, stellte Damm deshalb fest. Aufgrund des Zustandes der Ahorne wurde dafür die Genehmigung erteilt und gleichzeitig zur Auflage gemacht, dass es Ersatzpflanzungen geben muss. Aufgenommen wurde in den Bauantrag allerdings als „zwingende Voraussetzung“, dass bis auf diese beiden Bäume alle anderen erhalten bleiben müssen.

Damit geht ein Projekt auf die Zielgerade, das bereits mehrmals im Stadtrat diskutiert wurde. Ursprünglich war auch eine Beteiligung der Stadt an der Finanzierung des Multifunktionsgebäudes geplant, darauf verzichtete der FCM aber nach Kritik an dem Konzept. Nun stellt die Stadt lediglich das Grundstück auf Erbpachtbasis zur Verfügung. Als Baubeginn wird der Herbst angepeilt, die Fertigstellung soll im Jahr 2023 erfolgen, erklärte Buchmann auf Nachfrage der Memminger Zeitung. Er beziffert die Bausumme für das Projekt aktuell auf 3,5 Millionen Euro. Der nächste Schritt ist nun die Zustimmung der Mitgliederversammlung, die am 6. August stattfindet.

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