Geschichte

Feuerwehr Ottobeuren: Vor 150 Jahren ging's zu Fuß und mit der Bahn zum Einsatz

OB Feuerwehr

Die Feuerwehr Ottobeuren hat auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückgeblickt und im festlichen Rahmen zudem verdiente Mitglieder geehrt. Das Bild zeigt (hinten, von links): Vorsitzender Karl-Heinz-Bitzer, Erich Moser, Kommandant Claudio Grotto, Christian Schaupp, Kreisbrandmeister Harald Krebs sowie (vorne) Roland Sigl, Michael Keppeler, Emanuel Hoffmann und Markus Hegemann.

Bild: Feuerwehr

Die Feuerwehr Ottobeuren hat auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückgeblickt und im festlichen Rahmen zudem verdiente Mitglieder geehrt. Das Bild zeigt (hinten, von links): Vorsitzender Karl-Heinz-Bitzer, Erich Moser, Kommandant Claudio Grotto, Christian Schaupp, Kreisbrandmeister Harald Krebs sowie (vorne) Roland Sigl, Michael Keppeler, Emanuel Hoffmann und Markus Hegemann.

Bild: Feuerwehr

Vor 150 Jahren wurde die Feuerwehr Ottobeuren gegründet. Darum gab es nun einen Blick in die Chronik. Im Oktober ist ein Fest geplant.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
13.08.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Im Juli 1871 erscheint im damaligen Ottobeurer Wochenblatt ein Aufruf an junge Männer. Das Ziel: Es soll eine Feuerwehr gebildet werden. Ein Appell, der damals Erfolg hatte – und so hat die Feuerwehr Ottobeuren kürzlich laut eigener Mitteilung ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei gab Vorsitzender Karl-Heinz Bitzer einen interessanten Einblick in Ereignisse, die seit Gründung der Wehr in einer Chronik festgehalten sind.

Motorspritze für 50 Millionen Mark

Neben arbeits- und zeitintensiven Einsätzen, bei denen man noch zu Fuß und per Bahn zur Einsatzstelle kam, informierte Bitzer auch über Investitionen wie beispielsweise eine 22 Meter hohe Balanceleiter (1902). Aus dem Jahr 1932 ist der Erwerb einer Motorspritze zu vermelden, die 50 Millionen Mark kostete. Zwei weitere große Anschaffungen waren insbesondere ein Tanklöschfahrzeug im Jahr 1958 sowie die erste Drehleiter, die 1981 in den Dienst gestellt wurde und 474 000 D-Mark kostete. Beim Vortrag spielte auch das an seinem jetzigen Standort 1984 errichtete Feuerwehrhaus eine Rolle, das mittlerweile zwei Erweiterungsbauten erfuhr, nämlich 2010 und 2017.

Bürgermeister German Fries stellte in seiner Ansprache heraus, wie bedeutend eine gewisse Fortschrittlichkeit in der Feuerwehr ist. Mit Blick auf die nach seinen Worten durchaus bewegende und lange Geschichte der Feuerwehr Ottobeuren sah er das in ihrem Fall als gegeben an. Außerdem lobte der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und drückte seine Wertschätzung für die wichtige Arbeit im Bereich der Jugendfeuerwehr aus.

Kreisbrandmeister: "Enorme technische Entwicklung"

Kreisbrandmeister Harald Krebs wendete sich dankend an die aktiven Mitglieder der Feuerwehr für ständige, zuverlässige und ehrenamtliche Einsatzbereitschaft. Er kam rückblickend zu dem Schluss, dass die technische Fortentwicklung innerhalb dieser 150 Jahre als enorm zu bezeichnen sei. Kommandant Claudio Grotto nahm zum Schluss Ehrungen verdienter Kameraden vor. Dies waren für langjährigen aktiven Feuerwehrdienst: Wolf Welte (zehn Jahre), Emanuel Hoffmann, Michael Keppeler, Christian Schaupp, Michael Höbel, Daniel Fuchs, Johannes Zedelmayer (jeweils 20 Jahre), Markus Hegemann und Manuel Wiedemann (beide 25 Jahre), Roland Sigl (30 Jahre) sowie Klaus Engel (40 Jahre). Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein wurden Erich Moser und Alois Hafner ausgezeichnet.

Zu ihrem 150-jährigen Bestehen plant die Feuerwehr Ottobeuren ein besonderes Ereignis am 3. Oktober: An diesem Tag soll eine öffentliche Feier stattfinden – verbunden mit der Einweihung eines neuen Löschfahrzeugs. Änderungen, die aufgrund der Pandemiesituation möglich sind, werden auf der Internetseite der Ottobeurer Wehr veröffentlicht.

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