Lautrach

Feuerwehr wählt ihren Vorstand per Brief

Voraussichtlich im Herbst 2021 wird die Lautracher Feuerwehr ein neues Fahrzeug bekommen.

Voraussichtlich im Herbst 2021 wird die Lautracher Feuerwehr ein neues Fahrzeug bekommen.

Bild: Alexander Kaya

Voraussichtlich im Herbst 2021 wird die Lautracher Feuerwehr ein neues Fahrzeug bekommen.

Bild: Alexander Kaya

Warum sich Vorsitzender Manuel Kroner jetzt "Mister 100 Prozent" nennen darf.
Voraussichtlich im Herbst 2021 wird die Lautracher Feuerwehr ein neues Fahrzeug bekommen.
Von Kurt Kraus
03.01.2021 | Stand: 13:55 Uhr

Weil die Jahresversammlung der Lautracher Feuerwehr coronabedingt ausgefallen ist, aber Neuwahlen anstanden, entschied sich der Vorstand, diese per Briefwahl abzuhalten. Überwältigt zeigte sich Manuel Kroner, der Vorsitzende des Lautracher Feuerwehr-Vereins, nicht nur von seinem persönlichen Ergebnis, sondern auch von der Wahlbeteiligung: 75 von 122 Mitgliedern hatten ihre Kreuze auf einem entsprechenden Stimmzettel gemacht und den Wahlumschlag fristgerecht in den Briefkasten am Feuerwehrhaus geworfen.

„So viele kommen zur Jahresversammlung normalerweise nicht“, sagt Kroner und lacht. Kroner darf sich jetzt „Mister 100 Prozent“ nennen. Alle 75 Wählerinnen und Wähler haben seinen Namen angekreuzt und ihn in seiner Funktion bestätigt. Auch Kassierer Michael Wlach, Beisitzerin Sophia Schädle und und die beiden Kassenprüfer Susanne Kling und Andreas Riegger fuhren überzeugende Wahlergebnisse ein.

Im Rahmen der Briefwahl ging es auch um eine Satzungsänderung. Das Rechnungsjahr endet jetzt bereits am 31. Oktober und nicht erst wie bisher am 31. Dezember. So kann künftig bei der Jahresversammlung, die regelmäßig im November abgehalten wird, ein aktueller Kassenabschluss präsentiert werden. Auch der Satzungsänderung wurde mit deutlicher Mehrheit zugestimmt.

Die Lautracher Feuerwehr kann derzeit auf 47 Aktive zählen, darunter 37 Männer und zehn Frauen. Dazu kommen fünf Anwärter, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aber noch nicht volljährig sind. Elf Kinder und zwölf weitere Jugendliche lassen darauf hoffen, dass die Lautracher Feuerwehr auch in Zukunft über ausreichend Personal verfügen wird.

Im zurückliegenden Jahr rückte die Lautracher Wehr zu 33 Einsätzen aus. In zehn Fällen erfolgte die Alarmierung wegen eines Brandes. Dreimal durften die Kameraden wegen eines Fehlalarmes gleich wieder einrücken. Sechsmal wurde Technische Hilfe geleistet, achtmal forderte ein Unwetter den Feuerwehreinsatz. 590 Einsatzstunden kamen auf diese Weise zusammen. Zählt man alle Übungen und sonstigen Dienste, dann sind laut Kommandant Christian Heuß insgesamt rund 3000 Stunden angefallen.

Auf den Weg gebracht ist das neue Feuerwehrfahrzeug LF 10. Die Aufträge sind vergeben. Wenn alles klappt, steht das Fahrzeug der Wehr im Herbst 2021 zur Verfügung.