Unterallgäu

Flexibus bald auch in Ottobeuren und Markt Rettenbach unterwegs

Josef Brandner Flexibus Günzburg

Josef Brandner Flexibus Günzburg

Bild: Bernhard Weizenegger

Josef Brandner Flexibus Günzburg

Bild: Bernhard Weizenegger

Mobilität Angebot startet am 1. April. Auch der Bahnhof in Sontheim soll künftig Ziel sein
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Von mz
24.01.2020 | Stand: 15:56 Uhr

Der Flexibus fährt bald auch in Ottobeuren, Böhen, Hawangen und Markt Rettenbach. Das Angebot startet am 1. April. Das hat der Kreisausschuss des Unterallgäuer Kreistags jetzt beschlossen. Geplant ist, dass der Bus künftig auch den Bahnhof in Sontheim ansteuert.

Der neue Knoten Ottobeuren-Markt Rettenbach ist der vierte im Landkreis. Den Flexibus gibt es bereits in den Bereichen Mindelheim, Kirchheim-Pfaffenhausen und Babenhausen-Boos. Ein weiterer Knoten solle im Raum Erkheim-Sontheim entstehen, erklärte Josef Brandner von der Flexibus KG aus Krumbach. Wenn das Angebot in den beiden neuen Knoten angenommen wird, sollen die Bereiche Ottobeuren-Markt Rettenbach und Erkheim-Sontheim zusammengeschlossen werden. Dann könnte man mit dem Flexibus von Ottobeuren oder Markt Rettenbach zum Bahnhof in Sontheim fahren.

Um dem Fahrt-Bedarf zum Bahnhof schon jetzt besser gerecht zu werden, habe man im Dezember zwei zusätzliche Rufbuslinien von Ottobeuren nach Sontheim eingerichtet, so Brandner. Der Flexibus verkehrt unabhängig von einem Fahrplan – wochentags von 6 bis 19 Uhr, am Wochenende von 7 bis 18 Uhr. Die Fahrgäste können die gewünschte Fahrt individuell per Telefon oder mit der Flexibus-App buchen. Einsteigen können sie an zahlreichen Haltestellen. Die Fußwege zur nächsten Haltestelle sollen in der Regel nicht mehr als 100 bis 150 Meter betragen. An Einrichtungen wie Apotheken, Altenheimen oder Supermärkten sind zusätzliche Haltepunkte vorgesehen.

Um den Öffentlichen Nahverkehr zu stärken und das flexible Angebot zu fördern, übernehmen der Landkreis und die Gemeinden auch bei diesem Flexibus-Knoten einen großen Teil der Kosten. Über den Fahrkartenverkauf werden diese nur zu einem Teil gedeckt. Vorgesehen ist, dass das Defizit vom Kreis und den Gemeinden abzüglich einer staatlichen Förderung jeweils zur Hälfte übernommen wird. Für den Fahrgast ist laut den Verantwortlichen der Flexibus durch die Förderung nicht viel teurer als eine Fahrt mit dem Linienbus. Der Tarif berechnet sich über sogenannte Waben. Der Fahrpreis ist abhängig davon, wie viele Waben vom Start bis zum Ziel durchfahren werden.