Passagier erhob öffentliche Anschuldigungen

Kein Abstand, Passagiere wie im "Stall zusammengepfercht" - Allgäu Airport reagiert auf Corona-Vorwürfe

Am Flughafen Memmingen sollen Passagiere zuletzt gegen Corona-Regeln wie den Mindestabstand verstoßen haben - teils ohne eigene Schuld. Das behauptet ein Fluggast aus Bulgarien. Wie man das am Allgäu Airport sieht.

Am Flughafen Memmingen sollen Passagiere zuletzt gegen Corona-Regeln wie den Mindestabstand verstoßen haben - teils ohne eigene Schuld. Das behauptet ein Fluggast aus Bulgarien. Wie man das am Allgäu Airport sieht.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Am Flughafen Memmingen sollen Passagiere zuletzt gegen Corona-Regeln wie den Mindestabstand verstoßen haben - teils ohne eigene Schuld. Das behauptet ein Fluggast aus Bulgarien. Wie man das am Allgäu Airport sieht.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Aufregung am Flughafen Memmingen: Ein Passagier hatte Corona-Vorwürfe gegen den Allgäu Airport erhoben. Beim Flughafen sieht man die Verantwortung woanders.
01.02.2021 | Stand: 10:45 Uhr

Verantwortliche des Allgäu Airports in Memmingerberg wehren sich gegen Vorwürfe, auf dem Flughafen-Gelände habe es etliche Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben. Ein Passagier aus Bulgarien hatte öffentlich geklagt, dass sich Passagiere vor Zubringerbussen auf dem Rollfeld „stapeln“ müssten.

Auch im Einreisebereich im Flughafen-Gebäude würden wartende Menschen wie in einem „kleinen Stall zusammengepfercht.“ Die Abstandsregeln könnten nicht eingehalten werden, manche Passagiere würden keine Maske tragen. Der Mann hatte seine Vorwürfe im Münchner Merkur geäußert, in der Online-Ausgabe war von „Corona-Schock-Szenen“ am Memminger Flughafen die Rede.

Weitere Vorwürfe des Flug-Passagiers aus Osteuropa lauteten:

  • Im Bereich der Einreise-Kontrollen stünden vier Personen "auf einen Quadratmeter gedrängt".
  • Das Personal würde nicht streng genug eingreifen und müsse besser informiert sein.
  • Er sei erschrocken, dass so etwas in Deutschland passieren dürfe.

Flughafen Memmingen: Corona-Regeln werden von Personal und Polizei im Auge behalten

Auf Nachfrage der Allgäuer Zeitung räumte eine Airport-Sprecherin ein, dass „in Ausnahmefällen“ in gewissen Punkten der Passagierabfertigung der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden könne. Als Beispiele nannte sie die Kontrollen bei der Einreise oder die Gepäckrückgabe. Deshalb müsse im gesamten Terminal ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Personal und Polizei würden Kontrollen durchführen. Zusätzlich gebe es Bodenaufkleber, die auf den Mindestabstand hinweisen und regelmäßige Lautsprecher-Durchsagen dazu im Terminal.

Trotz aller Hinweise und Kontrollen sei jeder Passagier aber selbst dafür verantwortlich, sich an die Hygieneregeln zu halten.

Erweiterte Maskenpflicht am Allgäu Airport ab Montag

Ab Montag (1.2.) gilt am Allgäu Airport zudem die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Bereichen gibt es an Flughäfen in Bayern keine grundsätzliche FFP2-Maskenpflicht.

Lesen Sie auch: 60 Prozent weniger Fluggäste am Allgäu Airport 2020