Reitsport

Frauenpower beim Festival der Springreiter in Memmingen

Auf den neunjährigen Holsteiner Wallach „Con Calma“ ist absolut Verlass, und Lea Sophia Gut ist eine exzellente Springreiterin. So gewann die Paarung in der Memminger Reitarena den von der Firma Equibase gesponserten Großen Preis in einer S**-Springprüfung mit Stechen.

Auf den neunjährigen Holsteiner Wallach „Con Calma“ ist absolut Verlass, und Lea Sophia Gut ist eine exzellente Springreiterin. So gewann die Paarung in der Memminger Reitarena den von der Firma Equibase gesponserten Großen Preis in einer S**-Springprüfung mit Stechen.

Bild: Werner Mutzel

Auf den neunjährigen Holsteiner Wallach „Con Calma“ ist absolut Verlass, und Lea Sophia Gut ist eine exzellente Springreiterin. So gewann die Paarung in der Memminger Reitarena den von der Firma Equibase gesponserten Großen Preis in einer S**-Springprüfung mit Stechen.

Bild: Werner Mutzel

Beim Großen Preis in Memmingen liegen am Ende drei Reiterinnen vorn. Warum eine Münchner Reiterin einen direkten Bezug zu Wallenstein hat.
28.06.2022 | Stand: 16:02 Uhr

Letzte Prüfung beim Memminger Springturnier: 28 Reiterinnen und Reiter gehen mit ihren Pferden in einer S**- Prüfung mit Stechen an den Start. Sieben Paarungen schaffen es fehlerfrei bis zum Stechen. Nochmals ohne Abwurf mit der schnellsten Zeit bedeuten für Lea Sophia Gut vom Reitverein Sulmingen und ihren Holsteiner Wallach „Con Calma“ den Sieg. Aber auch Platz zwei und drei gehen an zwei Reiterinnen: Alina Hertwig vom Reitverein Meckenbeuren landet vor Weronika Minkiewicz.

Insgesamt werden an den drei Turniertagen 18 Springprüfungen angeboten. Mit 242 Nennungen und 372 gestarteten Pferden herrscht ein bunter Turnierbetrieb. Lediglich am ersten Nachmittag hat der Wettergott zeitweise starken Regen verordnet, ansonsten können sich die Teilnehmenden und die Besucher über strahlenden Sonnenschein freuen.

Lob für „ideale Turnierbedingungen in Memmingen"

Der von der Firma Equibase gesponserte Große Preis ist zugleich die zweite Wertungsprüfung für den „Schwaben-Masters-Cup“. Auf dem Programm stehen auch vier Springpferde-Prüfungen für Jungpferde als Qualifikation für das Bundes-Championat in Warendorf. Der international erfolgreiche Daniel Dassler vom Sportpferdezentrum Gut Buchenhof gewinnt bereits am ersten Turniertag mit dem Hengst „Con Spirit“ die erste Abteilung einer Springprüfung der Klasse M*.

Alexander Wahl mit „Monte Edition“ landet in derselben Prüfung auf Platz zwei. Daniel Dassler gewinnt am zweiten Tag auch eine Springprüfung der Klasse S* und lobt die „idealen Turnierbedingungen in Memmingen“. Der Sandplatz in der Reitarena sei eine absolute Bereicherung für das Springreiten in der Region, so Dassler. Er hat sich mittlerweile von einem schweren Reitunfall Anfang März gut erholt. Bereits in zwei Wochen wird der gebürtige Allgäuer wieder bei einem internationalen Turnier in Italien antreten.

Bilderstrecke

Fotos vom Turnier der Springreiter in Memmingen

Stefanie Paul vom RFV Altusried sichert sich in einer Springprüfung M* in der ersten Abteilung mit „Lordin 3“ den ersten Platz, der Sieg in der zweiten Abteilung geht an Lokalmatador Tim Honold auf „Camera 8“, der für das Reitsportzentrum Illertissen antritt.

Beim Namen Piccolomini stutzen einige Besucher in Memmingen

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Babenhausen

Reitturnier: Saisonfinale mit Rekordbeteiligung

Eine Springreiterin aus München mit einem besonderen Nachnamen sorgt angesichts der bevorstehenden Wallenstein-Festwoche für besonderes Interesse: Als Francesca Piccolomini mit ihrem Wallach „Et Alors“ angekündigt wird, stutzen einige Memminger Besucher. „Hieß nicht auch der Kommandeur der Leibwache des Feldherrn Wallenstein genauso? Und tatsächlich: In ihrem Pass steht „Gräfin Francesca Piccolomini Clementini Adami“ – und über ihren Stiefvater besteht eine direkte Verbindung zum italienischen Adelsgeschlecht des Octavio Piccolomini aus dem Raum Siena (Toskana, Italien).

Octavio Piccolomini, ehemals zuständig für Wallensteins Leibgarde, war in der zweiten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges erfolgreich an zahlreichen Schlachten der kaiserlichen Truppen beteiligt. 1650 wurde er sogar in den Reichsfürstenstand erhoben. Die Leidenschaft für Pferde sollte aber auch sein Schicksal besiegeln: Im Alter von 57 Jahren starb er bei einem Reitunfall.

40 fleißige Helfer beim dreitägigen Turnier der Springreiter

Die 34-jährige Francesca war viele Jahre Bereiterin der Pferde von Markus Ehning und arbeitet jetzt als Sales Managerin für Reitsportartikel in München. Mit zwei guten Platzierungen in Springprüfungen der Klassen L und M** tritt die sympathische Reiterin zufrieden die Heimreise an. Ein dreitägiges Turnier erfordert gute Planungen und schließlich den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer beim Turniergeschehen. Ob beim Parcoursdienst, in der Meldestelle oder bei der Bewirtung: Nur mit den 40 fleißigen Geistern kann das Turnier im vorgesehenen Zeitrahmen stattfinden. Gerlinde Albrecht aus Attenhausen hilft bereits seit vielen Jahren im Bewirtungszelt: „Mir machen die Arbeit und die Turnieratmosphäre Spaß, und man lernt interessante Leute kennen“, sagt sie. „Royal Sunshine“ ist der Name ihres eigenen Pferdes, das an diesem Tag auf sie verzichten muss.

Veranstalter-Familie Honold zieht überaus positives Turnierfazit

Auch Dietmar Weckwerth und „Andi“ Rettenberger vom Roten Kreuz haben Turnierdienst und stehen für den Notfall bereit. Nur wenige Reiterinnen oder Reiter gehen bei einer Prüfung aus dem Sattel, müssen aber die Dienste der Sanitäter nicht in Anspruch nehmen. So zieht die Turnierleitung mit Meike und „Benni“ Honold schließlich ein überaus positives Turnierfazit.

Die vollständigen Turnierergebnisse gibt’s im Internet unter „Reitturnier Memmingen/Schw. 24.06.2022 | FN-Erfolgsdaten (fnverlag.de)