Fuggerschloss

Fuggerschloss Boos: Wann kommt das neue Konzept?

Bis Mitte des nächsten Jahres soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für das Booser Fuggerschloss vorliegen.

Bis Mitte des nächsten Jahres soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für das Booser Fuggerschloss vorliegen.

Bild: Armin Schmid

Bis Mitte des nächsten Jahres soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept für das Booser Fuggerschloss vorliegen.

Bild: Armin Schmid

Der Booser Bürgermeister informiert über die geplante Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles. Wann die Bauarbeiten beginnen sollen.
08.10.2020 | Stand: 11:04 Uhr

Die Sanierungsplanung für das Fuggerschloss in Boos kommt voran. Anfang dieses Jahres hatte der Booser Gemeinderat die Weiterentwicklung des Schlossareals an die Firma JaKo Baudenkmalpflege aus Rot an der Rot übergeben. In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Helmut Erben, dass die Projektentwicklung noch vollumfänglich im Zeitplan liegt.

Die Firma JaKo hat ihm zufolge das komplette Areal samt der Gebäude mittlerweile vermessen und ein dreidimensionales Aufmaß erstellt. Auf dieser Grundlage laufen die Planungen und die Projektentwicklung weiter. Rathauschef Erben geht im Moment davon aus, dass bis Mitte 2021 ein fertiges Konzept vorliegen wird. Vorgespräche hierzu sollen noch in diesem Jahr stattfinden.

Gemeinde Boos will Umbauarbeiten am Schlosstrakt vorantreiben

Eine Wunschvorstellung wäre es nach Angaben des Bürgermeisters, dass es Mitte des kommenden Jahres auch gleich mit den Umbau- und Sanierungsarbeiten am Schlosstrakt, den die Gemeinde Boos im Jahr 2015 erworben hat, losgehen kann. Für Helmut Erben ist die neue Nutzung des markanten Gebäudekomplexes in der Ortsmitte letztlich auch ein wichtiger Baustein für die Innerortsentwicklung. Nach einigen Jahren des Stillstands wollen Gemeinderat und die Firma JaKo gemeinsam vorankommen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem ein Gesamtdienstleistungs-Paket des Roter Unternehmens, das die Planung, die Projektentwicklung, die Investorensuche, die Gebäudesanierung und unter Umständen auch die Hausverwaltung beinhaltet.

Im Hinblick auf die Investitionskosten für das Gebäudeareal, das im Wesentlichen aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammt, stehen derzeit rund 20 Millionen Euro im Raum. Erben geht davon aus, dass das 6000 Quadratmeter große Schlossareal unterschiedlich genutzt werden könnte. So könnte sich dort Gewerbe ansiedeln. Auch Wohnungen seien möglich. Ebenso denkbar sei eine gastronomische Nutzung.

Die Gemeinde und die Sanierungsfirma haben im Hinblick auf das denkmalgeschützte Schloss einen Kaufvertrag mit aufschiebender Wirkung geschlossen. Dieser Vertrag beinhaltet, dass die Firma JaKo zuerst ein schlüssiges Konzept vorlegen muss. Der Bürgermeister machte deutlich, er sei optimistisch, dass dies klappen wird. Die Neugestaltung des Schlossareals und die Umsetzung des neuen Nutzungskonzepts sollen insgesamt rund fünf Jahre in Anspruch nehmen.