Eishockey-Oberliga

Gelungener Start für die Memminger Indians ins neue Jahr

Immer wieder brachten die Spieler des ECDC Memmingen (auf unserem Bild Leon Kittel) den Selber Torhüter in Bedrängnis. Am Ende stand es 2:0 für die Indians.

Immer wieder brachten die Spieler des ECDC Memmingen (auf unserem Bild Leon Kittel) den Selber Torhüter in Bedrängnis. Am Ende stand es 2:0 für die Indians.

Bild: Rebhan

Immer wieder brachten die Spieler des ECDC Memmingen (auf unserem Bild Leon Kittel) den Selber Torhüter in Bedrängnis. Am Ende stand es 2:0 für die Indians.

Bild: Rebhan

Der ECDC Memmingen feiert einen Heimsieg gegen Spitzenreiter Selb. Warum dieser lange am seidenen Faden hing.
07.01.2021 | Stand: 16:02 Uhr

Mit hängenden Köpfen stiegen die Eishockey-Spieler der Selber Wölfe nach einem packenden Match in den Mannschaftsbus. Soeben hatte der bis dahin souveräne Tabellenführer der Oberliga Süd beim ECDC Memmingen überraschend mit 0:2 verloren. Die Aussicht auf eine ungefähr vierstündige, nächtliche Rückfahrt nach Oberfranken – zumal bei winterlichen Straßenverhältnissen – dürfte die Laune bei den Kufencracks auch nicht unbedingt verbessert haben. Im Memminger Lager dagegen herrschte große Freude nach dem hart erarbeiteten Heimsieg. Nach zuletzt mehreren vorzeigbaren Auftritten, jedoch ohne die passenden Resultate, konnten die „Indianer“ diesmal also Zählbares verbuchen.

Dabei mussten die Indians ausgerechnet gegen den Spitzenreiter auf ihren starken Neuzugang Myles Fitzgerald verzichten. Der Kanadier wird wegen einer Unterkörper-Verletzung zwei bis drei Wochen lang ausfallen. „Kurz vor Ende des Abschlusstrainings konnte Myles plötzlich nicht mehr weiterlaufen“, erklärte ECDC-Coach Sergej Waßmiller auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Dagegen kehrten Daniel Huhn und Antti-Jussi Miettinen zurück auf’s Eis.

Deutliches Torschussverhältnis für Memmingen

Mit dieser Verstärkung gelang es den Memmingern, im ersten Drittel schlichtweg besser zu sein als der hochgelobte Gast aus Franken. Entsprechend deutlich war das Torschussverhältnis von 5:1 für die Gastgeber. Die überlegenen Indians erarbeiteten sich drei Überzahl-Situationen, in denen sie die erfolgsverwöhnten Selber gehörig beschäftigten. Das einzige Manko: Wie schon in den vergangenen Wochen vergaben sie beste Abschlusschancen. Nach dem ersten Drittel stand es schließlich 0:0. „Trotzdem waren wir besser und aggressiver als der Gegner“, urteilte Waßmiller treffend.

Im zweiten Drittel kamen die Selber mit mehr Mumm. Die Indians mussten zahlreiche prekäre Situationen überstehen. „Wir haben das Penalty-Killing gut überstanden“, freute sich der Trainer hinterher. „Penalty-Killing“ bezeichnet das Unterzahl-Spiel einer Mannschaft. Im Mitteldrittel verzeichneten beide Teams zahlreiche gute Einschusschancen, Tore fielen jedoch noch immer nicht. Nach 40 Minuten stand auf der Anzeigetafel weiterhin die Null auf beiden Seiten.

Indians-Mittelstürmer lässt Tornetz wackeln

Zu Beginn des Schlussdrittels ließ Mittelstürmer Mark Ledlin dann aber das Tornetz wackeln: 1:0 für die Indians – absolut verdient zu diesem Zeitpunkt. Praktisch im Minutentakt folgten ein Hochkaräter von Jannik Herm, der Versuch eines „Bauerntricks“ von Snetsinger und eine Top-Gelegenheit für Nicholas Miglio, den ligaweiten Topscorer in Reihen der Gäste. Doch es fielen keine Tore. In der höchst aufregenden Schlussminute des Spiels war für die „Indianer“ dann das große Zittern angesagt. Sven Schirrmacher drückte die Strafbank, die Selber nahmen den Torhüter heraus und bestürmten nun mit sechs gegen vier Feldspieler das Memminger Tor. Doch Keeper Lukas Steinhauer hielt bravourös. Erst zwei Sekunden vor Schluss erlöste Milan Pfalzer sein Team mit einem Schuss ins verlassene Gehäuse. Coach Waßmiller war anschließend voll des Lobes: „Die Jungs haben sich heute gut bewegt. Sie haben fleißig nach hinten gearbeitet.“ Er sei „zufrieden mit der Leistung und mit dem Ergebnis. So müssen wir weitermachen“.

Bereits am Freitag gastieren die Indians ab 20 Uhr beim Schlusslicht HC Landsberg. Den letzten Vergleich gewann der ECDC am 16. Dezember zu Hause mit 4:1.