Bauvorhaben

Geplante Lautracher Turnhalle beschäftigt den Gemeinderat in Kronburg

Auf dem Gelände der Lautracher Mehrzweckhalle und der direkt danebenliegenden Grünfläche könnte nach den Vorstellungen des TSV Lautrach/Illerbeuren eine neue Zweieinhalbfach-Turnhalle entstehen. Die entsprechenden Pläne wurden nun auch den Kronburger Gemeinderäten vorgestellt. Schließlich kommen die meisten Mitglieder des TSV Lautrach/Illerbeuren aus Kronburg.

Auf dem Gelände der Lautracher Mehrzweckhalle und der direkt danebenliegenden Grünfläche könnte nach den Vorstellungen des TSV Lautrach/Illerbeuren eine neue Zweieinhalbfach-Turnhalle entstehen. Die entsprechenden Pläne wurden nun auch den Kronburger Gemeinderäten vorgestellt. Schließlich kommen die meisten Mitglieder des TSV Lautrach/Illerbeuren aus Kronburg.

Bild: Franz Kustermann

Auf dem Gelände der Lautracher Mehrzweckhalle und der direkt danebenliegenden Grünfläche könnte nach den Vorstellungen des TSV Lautrach/Illerbeuren eine neue Zweieinhalbfach-Turnhalle entstehen. Die entsprechenden Pläne wurden nun auch den Kronburger Gemeinderäten vorgestellt. Schließlich kommen die meisten Mitglieder des TSV Lautrach/Illerbeuren aus Kronburg.

Bild: Franz Kustermann

Der TSV Lautrach/Illerbeuren will eine neue Turnhalle bauen. Dabei gibt es den Wunsch nach finanzieller Unterstützung aus der Nachbargemeinde Kronburg. Was Bürgermeister Hermann Gromer zu den Plänen sagt.

19.08.2020 | Stand: 16:27 Uhr

Der vom TSV Lautrach/Illerbeuren beabsichtigte Neubau einer Zweieinhalbfach-Turnhalle wurde vom TSV-Vorsitzenden Alexander Heintze nun auch im Kronburger Gemeinderat vorgestellt. Schließlich kommen beim TSV 511 Mitglieder aus Kronburg, 433 Mitglieder aus Lautrach und 229 aus anderen Gemeinden. Über eine mögliche Mitfinanzierung des von Architekt Dieter Brüggemann auf etwa 4,7 Millionen Euro geschätzten Projekts an der Lautracher Kirchtalstraße berieten die Kronburger Gemeinderäte allerdings in nichtöffentlicher Sitzung.

Laut Heintze würde die Grundfläche der neuen Turnhalle 22 mal 44 Meter betragen. Die Halle soll in Holzständerbauweise, der etwas niedrigere, zweistöckige Anbau mit Sichtbeton gebaut werden. Gemeinderat Josef Hengler fragte, ob denn die Anlieger an der Konzeption beteiligt wurden. Denn bei einer stark genutzten Sporthalle sei die Akzeptanz durch die Anlieger sehr wichtig – „sonst hat man ein Riesenproblem“. Laut Heintze wurden die Anwohner bislang noch nicht in das Vorhaben eingebunden. Darüber hinaus vermisste Gemeinderat Hengler Räumlichkeiten zur Unterbringung von Putz-Utensilien und Toilettenbedarf sowie Lüftungsmöglichkeiten für innen liegende Räume, wie zum Beispiel Duschen und Umkleiden.

Kein Aufzug vorgesehen

Als „nicht unbedingt zielführend“ bezeichnete es Ratsmitglied Thomas Zeller, wenn in die geplante Halle kein Aufzug eingebaut würde. Heintze entgegnete, dass alle Wege „mit Rollator und Rollstuhl machbar“ wären. Sportgruppen mit Gehbehinderten müssten nicht unbedingt das Obergeschoss nutzen, weil die Halle dreimal unterteilt werden könne.

Auf die Frage von Josef Hengler nach der Möglichkeit eines „Mehrzweckbetriebs“ erläuterte der TSV-Vorsitzende, dass es zwar „eine reine Sporthalle“ werden soll. Dennoch könnten die bisher üblichen Veranstaltungen – wie etwa das Oktoberfest oder das Weihnachtskonzert der Musikkapelle – auch in dem neuen Gebäude durchgeführt werden. Allerdings werde man hierfür einen speziellen Schutzbelag für den Hallenboden benötigen. Die Wand zwischen dem Sitzungssaal und dem Gymnastikraum soll laut Heintze als „bewegliche Wand“ gestaltet werden, die bei Bedarf geöffnet werden könnte.

Bürgermeister Hermann Gromer fragte, wie die künftigen Eigentumsverhältnisse geplant seien. Nach Heintzes Worten könnte der Sportverein als Bauherr 50 Prozent der förderfähigen Kosten (nicht aber für den Abbruch der Mehrzweckhalle, Teile der Außenanlagen und den Sitzungssaal) als Zuschuss und weitere 20 Prozent als sehr zinsgünstiges Darlehen bekommen. Voraussetzung sei aber ein Pachtvertrag mit der Gemeinde für mindestens 25 Jahre.

Hang wird befestigt

Auf Anfrage von Anni Reisle sagte Heintze, dass für die an der Dilpersrieder Straße geplanten Längs-Parkplätze der Hang mit entsprechenden Maßnahmen befestigt werden müsste. In der aktuellen Berechnung seien diese Kosten bereits enthalten. Außerdem regte die Dritte Bürgermeisterin an, die Mitglieder des TSV zu befragen, wie sie generell zu diesem Projekt stünden. Wie der TSV-Vorsitzende berichtete, habe man im Rahmen der Mitgliederversammlung und in anderen Publikationen die Mitglieder bereits ausgiebig informiert.

Die Kostenrechnung sieht nach Heintzes Worten folgendermaßen aus: Für die Erschließung sind 441000 Euro veranschlagt – inklusive Abriss der alten Mehrzweckhalle. Der Abriss soll 307 000 Euro kosten, könnte unter Umständen aber auch wesentlich günstiger kommen. Die Kosten für das Bauwerk an sich werden auf 2,8 Millionen Euro geschätzt. Darin sind 192 000 Euro für Sportgeräte enthalten, wobei dieser Betrag wegen bereits vorhandener Gerätschaften wohl nicht ausgeschöpft werden muss. Technische Anlagen, wie Heizung, Sanitär, Elektrik und Lüftung, sind mit 657 000 Euro veranschlagt. Für die Außenanlagen sind 225 000 Euro und für Baunebenkosten 585 000 Euro vorgesehen. Laut Bürgermeister Hermann Gromer ist die geplante Halle „eine schöne Sache und ein Wunsch, man vielleicht erfüllen kann“.