Verkehr

Gilt bald Tempo 30 vor der Schule in Wolfertschwenden?

Der Wolfertschwender Gemeinderat zieht eine Verkehrsberuhigung an der Straßenquerung zur Grundschule in Betracht.

Der Wolfertschwender Gemeinderat zieht eine Verkehrsberuhigung an der Straßenquerung zur Grundschule in Betracht.

Bild: Armin Schmid

Der Wolfertschwender Gemeinderat zieht eine Verkehrsberuhigung an der Straßenquerung zur Grundschule in Betracht.

Bild: Armin Schmid

Wolfertschwender Gemeinderat beschäftigt sich mit Geschwindigkeitsbegrenzungen im Ort. Welche Bereiche noch in den Fokus gerückt sind.
03.11.2020 | Stand: 08:59 Uhr

Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen hat im Wolfertschwender Gemeinderat für Beratungsbedarf gesorgt. Bürgermeisterin Beate Ullrich erläuterte, dass man zuallererst drei Bereiche im Auge habe. Dazu gehören die Straßenbereiche vor dem Kindergarten, vor der Schule und auch vor der Siloah-Senioreneinrichtung. Für diese drei Abschnitte sei eine Geschwindigkeitsbeschränkung täglich zwischen 9 bis 17 Uhr vorstellbar.

Beim Kindergarten müsse man aber berücksichtigen, dass es dort schon eine Ampelanlage gibt, die nach Angaben der Rathauschefin für eine relativ sichere Straßenüberquerung sorgt. Beim Seniorenpflegeheim sei es so, dass ein größerer Abstand zur Kreisstraße beziehungsweise Ortsdurchfahrt besteht. So gesehen sei Tempo 30 an dieser Stelle nicht zwingend erforderlich. Deutliches Potenzial für eine Verkehrsberuhigung sieht die Bürgermeisterin hingegen im Bereich der Grundschule gegeben. Laut Ullrich wäre auch das Landratsamt einem Tempo-30-Bereich an der Schule nicht abgeneigt. Eine Überlegung wäre es demnach auch, den bestehenden Fußgängerüberweg an der Schule aus dem Gefahrenbereich sich kreuzender Straßen weg zu verlegen. Ullrich gab aber zu bedenken, dass die Schulkinder dann einen Umweg laufen müssten. Ob dies angenommen werde, sei nicht sicher. Denn es könne sein, dass die Kinder trotzdem den direkteren Weg wählen.

Manfred Guggenmos, Sachbereichsleiter bei der Polizeiinspektion Memmingen, meinte, dass man den Verkehrsfluss und die gefahrenen Geschwindigkeiten im Bereich von Feuerwehrhaus und Schule messen sollte, um eine ausreichende Datenbasis zu gewinnen. Tendenziell sprach sich auch Guggenmos gegen eine Verlegung des Verkehrshelferübergangs aus. Gemeinderätin Stephanie Bestle plädierte für eine Verlegung aus der Gefahrenzone heraus. Die jetzige Stelle sei absolut furchtbar. Man müsse fünf Straßen im Blick haben. Bei einer Verlegung in Richtung Feuerwehrhaus habe man nur zwei Seiten, die man überblicken müsse. Letztlich könne man so viele Schilder aufstellen, wie man wolle. Ohne Geschwindigkeitsüberwachung nütze dies nicht viel.

Bürgermeisterin Ullrich erläuterte, dass es innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft eine kommunale Verkehrsüberwachung gebe. „Diese Überwachungsmöglichkeit könnte man bei Bedarf auch deutlich intensivieren.“ Sie betonte aber auch, dass man die Verkehrsgeschwindigkeit nicht an jeder Ecke auf Tempo 30 beschränken sollte. Oft könne ohnehin nicht schneller gefahren werden.

Zweiter Bürgermeister Gerhard Kathan fügte an, dass man andererseits auch neuralgische Stellen hat, an denen eine Verkehrsberuhigung sinnvoll ist. Das Ratsgremium sprach sich einstimmig dafür aus, von der Verwaltung prüfen zu lassen, wo Tempo-30-Zonen sinnvoll möglich sein könnten.