Energieversorgung

Grönenbacher Räte entscheiden: Keine Photovoltaik-Anlagen an der A7

Photovoltaik-Anlagen an der A7? Ein grundsätzliches Nein dazu gab es jetzt im Bad Grönenbacher Gemeinderat.

Photovoltaik-Anlagen an der A7? Ein grundsätzliches Nein dazu gab es jetzt im Bad Grönenbacher Gemeinderat.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Photovoltaik-Anlagen an der A7? Ein grundsätzliches Nein dazu gab es jetzt im Bad Grönenbacher Gemeinderat.

Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Der Bad Grönenbacher Marktgemeinderat hat ein Projekt im Schulerloch abgelehnt. Mit welcher Begründung das Gremium an seinem Grundsatzbeschluss festhält.
31.12.2020 | Stand: 17:00 Uhr

Grundsätzliche Gedanken hat sich der Bad Grönenbacher Marktgemeinderat jüngst über Bauanfragen gemacht, die zum Ziel haben, große Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen im unmittelbaren Bereich der Autobahn A7 zu errichten. Eine bereits vorliegende Anfrage lehnte das Gremium ab.

BG Fotovoltaik
Der Bad Grönenbacher Marktrat lehnt Photovoltaik-Anlagen an der A7 ab. Eine Bauvoranfrage für ein großes Projekt im Schulerloch fand keine Zustimmung.
Bild: Armin Schmid

Grund für die Beratung war eine Bauvoranfrage für den Bau einer großen PV-Anlage auf einem mehr als zehn Hektar großen Grundstück im Schulerloch, das direkt an die A7 angrenzt.

Bürgermeister: Kiesgruben sind optimale Standorte für Photovoltaik-Anlagen

Bürgermeister Bernhard Kerler (CSU) betonte, dass es schon einen Grundsatzbeschluss hierzu gebe. Demnach sind PV-Anlagen nur auf der Abbausohle von Kiesgruben zulässig. Laut Kerler reicht dies auch aus. Letztlich seien im Kiesabbaugebiet bereits zahlreiche, große Freiflächen-PV-Anlagen entstanden. Optimal sei dies auch deswegen, weil das Ortsbild durch die tief in den ausgekiesten Gruben liegenden Modulflächen nicht beeinträchtigt werde.

Bereits in der Vergangenheit gab es viele Anfragen

Bei der vorliegenden Bauvoranfrage gehe es auch darum, ob man PV-Anlagen an der Autobahn genehmigen will oder nicht. Wenn man diesem Antrag zustimme, könne man weitere solcher Baugesuche nicht mehr ablehnen. Kerler berichtete, dass in der Vergangenheit bereits zahlreiche Anfragen eingegangen seien. Grundsätzlich seien mehrere Flächen beidseitig der Autobahn für eine PV-Nutzung geeignet. Falls man das wolle, mache dies eine Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Die Kosten für die Bauleitplanung müsse der Investor tragen.

Gemeinderat: Parallele Nutzung für Photovoltaik und Landwirtschaft ist möglich

CSU-Ratsmitglied Siegfried Villing sprach sich dafür aus, den Grundsatzbeschluss beizubehalten. Wertvolle Ackerflächen sollte man nicht für die PV-Nutzung hernehmen. CSU-Rat Markus Schönmetzler meinte, dass er der PV-Nutzung in diesem Bereich nicht mehr so ablehnend gegenüberstehe. Er berichtete, dass neue Technologien durch eine Aufständerung der Module eine PV-Nutzung und eine landwirtschaftliche Nutzung gleichzeitig möglich machten. Grünen-Marktrat Konrad Lichtenauer konnte sich eine PV-Nutzung im Böschungsbereich der A7 vorstellen und schränkte ein: „An anderer Stelle wäre dies aus optischen Gesichtspunkten heraus sehr gewöhnungsbedürftig.“

Das Ratsgremium hat sich schließlich mehrheitlich für die Beibehaltung des Grundsatzbeschlusses und einstimmig gegen die Bauvoranfrage ausgesprochen.