Beschluss

Große Hunde dürfen in Trunkelsberg nicht frei herumlaufen

Kampfhunde

Für Besitzer von großen Hunde und Kampfhunden gilt im Gemeindegebiet von Trunkelsberg künftig eine neue Regelung. Unser Bild zeigt einen Pit Bull.

Bild: Jens Wolff/ddp

Für Besitzer von großen Hunde und Kampfhunden gilt im Gemeindegebiet von Trunkelsberg künftig eine neue Regelung. Unser Bild zeigt einen Pit Bull.

Bild: Jens Wolff/ddp

Gemeinderat beschließt neue Verordnung. Warum Bürgermeister Roman Albrecht mögliche Gefahren für Kinder und Senioren sieht.
19.06.2021 | Stand: 17:45 Uhr

Im Trunkelsberger Gemeindegebiet ist kein Platz für freilaufende, große Hunde und Kampfhunde. Dies betonte Bürgermeister Roman Albrecht in der jüngsten Ratssitzung. Man habe Spielplätze mit spielenden Kindern und auch Senioren, die sich im Ort bewegen. „Das passt einfach nicht zusammen.“ Der Bürgermeister schilderte zwei Fälle eingehend, bei denen es zu Schwierigkeiten mit uneinsichtigen Hundehaltern gekommen sei. Ohne eine eigene Verordnung habe man nur wenig Möglichkeiten, um gegen die Hundehalter vorgehen zu können.

Kampfhunde müssen immer an die Leine

Die Verordnung diene der Verhütung von Gefahren und beschränke das freie Umherlaufen von großen Hunden und Kampfhunden. Für Kampfhunde sieht die Verordnung eine Anleinpflicht zu jeder Tages- und Nachtzeit für alle öffentlichen Anlagen und auf allen öffentlichen Wegen vor. Kinderspielplätze dürfen entsprechend der Verordnung nicht von Kampfhunden und großen Hunden (Schulterhöhe über 50 Zentimeter) betreten werden. Auch das Mitführen an der Leine ist in diesem Bereich nicht gestattet. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Blindenführhunde oder Rettungshunde.

Mehrere Hunderassen betroffen

Zu den großen Hunden zählen erwachsene Vierbeiner der Rassen Schäferhund, Boxer, Dobermann und Deutsche Dogge. Roman Albrecht bekräftigte, dass man freilaufende Hunde dieser Art im Ortsgebiet nicht brauche. Gemeinderat Marcel Keller erkundigte sich nach dem Vorgehen bei einer Ordnungswidrigkeit. Der Bürgermeister antwortete, dass der Hundehalter mit einer Geldbuße belegt werden kann. Bearbeitet werde ein solcher Vorgang vom Ordnungsamt, das die entsprechenden Maßnahmen in die Wege leitet. Ratsmitglied Frank Ebenhoch fragte nach, ob auch die Waldbereiche in der Verordnung mit inbegriffen sind. Bürgermeister Albrecht meinte, dass dies separat zu sehen ist beziehungsweise durch die Jagdpacht geregelt wird. Die Rätegemeinschaft stimmte dem Erlass der neuen Hundehalterverordnung einstimmig zu.