Corona

Grundschule in Bad Grönenbach bekommt Lüftungsanlage

Während die Grundschule in Bad Grönenbach eine große Lüftungsanlage bekommt, sollen in der örtlichen Mittelschule lediglich mobile Lüftungsgeräte (Foto) zum Einsatz kommen.

Während die Grundschule in Bad Grönenbach eine große Lüftungsanlage bekommt, sollen in der örtlichen Mittelschule lediglich mobile Lüftungsgeräte (Foto) zum Einsatz kommen.

Bild: Marcus Merk

Während die Grundschule in Bad Grönenbach eine große Lüftungsanlage bekommt, sollen in der örtlichen Mittelschule lediglich mobile Lüftungsgeräte (Foto) zum Einsatz kommen.

Bild: Marcus Merk

Gemeinderäte beschließen 450 000-Euro-Projekt. Zudem sollen mobile Lüftungsgeräte angeschafft werden, die auch in der Mittelschule zum Einsatz kommen können.
10.10.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Lüftungsgeräte oder eine Lüftungsanlage für die Sebastian-Kneipp-Grundschule in Bad Grönenbach? Vor dieser Frage stand der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Die Rätegemeinschaft entscheid sich letztlich für den Einbau einer Lüftungsanlage für etwa 450 000 Euro.

Bürgermeister Bernhard Kerler erläuterte, dass über den Einsatz von Lüftungsgeräten an Schulen viel diskutiert werde. Klar sei allerdings, dass man auf das regelmäßige Lüften nicht verzichten könne. Dem Vorteil der Vieren-Filterung würden Nachteile wie mäßige Effektivität, Lärmentwicklung und Wartungskosten entgegenstehen. Die Kosten liegen laut Bürgermeister bei 1500 bis 3000 Euro pro Gerät. Für die Grönenbacher Grundschule wären rund zwei Geräte pro Klassenzimmer und somit insgesamt etwa 20 Geräte erforderlich. Der Freistaat fördert maximal 1750 Euro pro Klassenzimmer. Für die Mittelschule wäre der Bedarf laut Kerler doppelt so hoch.

80 Prozent Zuschuss

Deutlich effektiver und nachhaltiger – allerdings auch erheblich teurer – wäre der Einbau einer festinstallierten Lüftungsanlage für die Grundschule. Die Kosten hierfür würden bei rund 450 000 Euro liegen. Allerdings gibt es hierfür einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 80 Prozent. „Die Förderzusage liegt bereits im Haus“, sagte Kerler. Die Lüftungsanlage könnte aber erst im Jahr 2022 installiert werden und käme für eine etwaige Verschlechterung der Corona-Situation im kommenden Winter zu spät. Letztlich sei eine Lüftungsanlage aber die bessere Alternative, auch mit Blick auf die Nach-Corona-Zeit.

Dagegen wäre laut Kerler der Einbau einer Lüftungsanlage in der Mittelschule mit Kosten in Höhe von 700 000 Euro deutlich teurer. Zudem wäre die Bundesförderung, die bereits zum Großteil durch die Umrüstung der Grundschule ausgeschöpft wäre, auf 500 000 Euro begrenzt. Kerler meinte, dass man ergänzend auch mobile Lüftungsgeräte anschaffen und bei Bedarf wechselweise in der Grund- und der Mittelschule einsetzen könnte. Mit Blick auf die Mittelschule sei es zudem so, dass sich Kinder ab zwölf Jahren impfen lassen können. Letztlich entschieden sich die Räte gegen den Einbau einer Lüftungsanlage in der Mittelschule.