Freizeit

Heimertinger Kinder bekommen einen neuen Rodelhang

Ungetrübter Rodelspaß soll schon bald auch in Heimertingen möglich sein.

Ungetrübter Rodelspaß soll schon bald auch in Heimertingen möglich sein.

Bild: Ralf Lienert

Ungetrübter Rodelspaß soll schon bald auch in Heimertingen möglich sein.

Bild: Ralf Lienert

Fremdkörper in der Erde verzögern jedoch den Bau in Heimertingen.
20.11.2020 | Stand: 12:04 Uhr

Buben und Mädchen aus Heimertingen bekommen wieder einen Hang, den sie im Winter mit ihren Schlitten hinunterrodeln können. Der Heimertinger Gemeinderat hat nun in seiner Sitzung beschlossen, einen Geländeabschnitt an der Talberstraße dafür auffüllen zu lassen.

Der alte Hang, auf dem die Kinder der Gemeinde zahlreiche schöne Wintertage verbrachten, muss dem Neubau des Bauhofs weichen. Wie Bürgermeister Josef Wechsel erläuterte, liegt der neue Schlittenberg in unmittelbarer Nähe. Dort habe man begonnen, Erde aufzufüllen, damit der Hang sich auch zum Rodeln eignet. Dabei kam es jedoch zu Problemen: In der Erde, mit der der Hang aufgefüllt werden sollte, befanden sich Fremdkörper. Diese seien dann mit hohem Aufwand ausgesiebt worden, teilt Wechsel mit. Das Landratsamt habe allerdings die weitere Verfüllung eingestellt. Letztlich hätte die Gemeinde in ein komplett neues Verfahren einsteigen müssen, das von der Antragstellung bis zur Genehmigung etwa drei Monate gedauert habe.

Der Bürgermeister betonte, dass man nun wieder starten könne und den Rodelhang in dem eingeplanten Stundenaufwand verfüllen, herstellen und abrechnen sollte. Wechsel rechnet mit Gesamtkosten im Bereich von etwa 30 000 Euro.

Viele Auflagen

Letztlich habe man aber auch viele Auflagen für das Projekt bekommen, ergänzte der Bürgermeister. Die bestehenden Böschungen müssen demnach bestehen bleiben. Auch Totholz und Wurzelstöcke dürfen nicht entfernt werden. Im Hinblick auf die Gefahrenlage müsse die Gemeinde wohl eine Einzäunung schaffen oder Gitternetze anbringen. „Die Rodelstrecke muss klar abgetrennt sein“, betonte Wechsel.

Gemeinderat Christoph Wagner stellte fest, dass der Schlittenberg mit Blick auf das Gefälle recht flach ausfällt. Bürgermeister Wechsel antwortete, dass der Hang einmal etwa 15 Prozent Gefälle haben soll. Man werde den Anfahrtsbereich etwas steiler halten und den Auslauf flacher gestalten. Klar sei, „dass es den Kindern keinen Spaß macht, wenn sie den Schlitten den Berg hinunterschieben müssen“.

Zebrastreifen neben Hang?

Für mehr Verkehrssicherheit wurde aus dem Ratsgremium heraus ein Zebrastreifen über die Straße neben dem Rodelhang angeregt. Josef Wechsel betonte, dass sich der Straßenübergang im Ortsbereich befindet und dass Auto- und Lastwagenfahrer dort höchstens 50 Stundenkilometer fahren dürfen. Der Bau eines Zebrastreifens an der Stelle sei schwierig. Das Heimertinger Ratsgremium befürwortete den Bau eines neuen Schlittenbergs einhellig und einstimmig.