Coronalage im Unterallgäu spitzt sich zu

Inzidenz nur noch knapp unter 1000: Unterallgäu steuert auf Lockdown zu

Im Unterallgäu droht ein Lockdown. In diesem Fall müssten unter anderem alle Gaststätten schließen.

Im Unterallgäu droht ein Lockdown. In diesem Fall müssten unter anderem alle Gaststätten schließen.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Im Unterallgäu droht ein Lockdown. In diesem Fall müssten unter anderem alle Gaststätten schließen.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Donnerstag nur knapp unter der kritischen 1000er Marke. Es gibt weiter viele Fälle bei Kinder und Jugendlichen.
25.11.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Der Landkreis Unterallgäu steuert auf einen Lockdown zu. Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte für das Unterallgäu am Donnerstag 1421 bestätigte Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Die Inzidenz lag bei 972,2 und damit nur knapp unterhalb der 1000er-Marke, ab der die neuen Hotspot-Regelungen für Landkreise und kreisfreie Städte gelten. Sollte der kritische Wert am Freitag überschritten werden, würde die Hotspot-Regelung nach Angaben des Unterallgäuer Landratsamts ab Samstag gelten. Die Kreisbehörde müsste in diesem Fall am Freitag eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, wie Pressesprecherin Sylvia Rustler auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt. Das regelt die 15. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die seit Mittwoch in Kraft ist und bis 15. Dezember gilt.

Welche Einrichtungen im Unterallgäu betroffen wären

Somit wären ab Samstag Freizeit-, Sport- und Kulturveranstaltungen generell nicht mehr erlaubt. Die Schließung betrifft dann unter anderem auch Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzschulen, Museen, Theater, Kinos, Spielhallen und Freizeitparks. Zudem dürfen Gastronomien nicht mehr öffnen. Sie können Essen und Getränke lediglich außer Haus anbieten. Auch touristische Übernachtungen wären in diesem Fall untersagt. Betriebe, die körpernahe Dienstleistungen anbieten, die nicht medizinischer, therapeutischer oder pflegerischer Natur sind, haben mit Ausnahme von Friseursalons ebenfalls geschlossen. Gleiches gilt für Bibliotheken und Archive. Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter die 1000er-Marke sinken, werden die Regelungen laut Landratsamt wieder aufgehoben.

Hohe Inzidenz bei den Fünf bis 14-Jährigen

Besonders stark breitet sich das Corona-Virus im Unterallgäu unter den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus. Die Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen weist am Donnerstag eine Inzidenz von 1630,64 auf. Das geht aus Zahlen der Priesemann-Gruppe hervor, welche die Statistiken des RKI auswertet. 218 bestätigte Neuinfektionen binnen sieben Tagen wurden registriert.

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