Corona-Impfung

Impfzentrum Bad Wörishofen: Fehlende Terminabsagen machen Ärger

Im Impfzentrum Bad Wörishofen gibt es Komplikationen wegen fehlenden Impf-Terminabsagen.

Im Impfzentrum Bad Wörishofen gibt es Komplikationen wegen fehlenden Impf-Terminabsagen.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Im Impfzentrum Bad Wörishofen gibt es Komplikationen wegen fehlenden Impf-Terminabsagen.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Viele Unterallgäuer ignorieren ihre Impf-Termine im Impfzentrum Bad Wörishofen. Wie sich die Impf-Lage entwickelt
07.05.2021 | Stand: 11:48 Uhr

Terminprobleme im Impfzentrum Bad Wörishofen: „Die Leute melden sich mittlerweile überall an, wo es möglich ist und nehmen dann den schnellsten Termin“, sagt Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinator und Verantwortlicher für das Impfzentrum Bad Wörishofen: „Allerdings sagen sie die anderen Reservierungen in der Regel nicht ab.“ Im Impfzentrum wundert man sich dann beispielsweise über ausbleibende Bestätigungen für Impftermine. „Wir müssen das alles nachtelefonieren, das ist eine enorme Belastung“, berichtet Kaplan. Rund 30 Prozent der Reservierungen würden mittlerweile auf diese Weise wieder gestrichen.

Zweitimpfung mit AstraZeneca: Impflinge dürfen zwischen den Impfstoffen wählen

Von der gelieferten Impfstoffmenge hängt ab, wie viele Termine vergeben werden können. 18960 Unterallgäuer warten aktuell auf ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus. Am Montag und Dienstag gab es im Zentrum Bad Wörishofen die ersten Termine für Zweitimpfungen nach der AstraZeneca-Neuregelung. Seither können Impflinge wählen, ob sie nochmals AstraZeneca oder einen anderen Stoff erhalten wollen. „Ich freue mich, dass 60 bis 70 Prozent unserer Impflinge sich nochmals für AstraZeneca entschieden haben“, berichtet Kaplan.

Landrat Alex Eder: "Wir verimpfen alles, was wir kriegen"

Luft nach oben gibt es ihm zufolge noch in den Impfzentren: Dort könnten noch mehr Menschen als bisher geimpft werden, es fehle jedoch am Impfstoff. „Wir verimpfen alles, was wir kriegen“, betont der Unterallgäuer Landrat Alex Eder. In den Zentren Bad Wörishofen und Memmingen seien bislang 53000 Bürger geimpft worden, bei den Hausärzten im Landkreis 10000. „Wenn die Entwicklung so weitergeht, könnten wir bis Juli jeden Unterallgäuer, der es wünscht, erstmals impfen“, rechnet Kaplan vor.

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