Corona-Impfung

Impfzentrum in Memmingen eingerichtet: "Wir sind ab 15. Dezember startbereit"

Auch in Memmingen gibt es nun ein Corona-Impfzentrum. Oberbürgermeister Manfred Schilder im Gespräch mit Bruno Ollech, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser (Mitte) und Andreas Land, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz.

Auch in Memmingen gibt es nun ein Corona-Impfzentrum. Oberbürgermeister Manfred Schilder im Gespräch mit Bruno Ollech, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser (Mitte) und Andreas Land, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz.

Bild: Alexandra Wehr, Pressestelle Stadt Memmingen

Auch in Memmingen gibt es nun ein Corona-Impfzentrum. Oberbürgermeister Manfred Schilder im Gespräch mit Bruno Ollech, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser (Mitte) und Andreas Land, Leiter des Amts für Brand- und Katastrophenschutz.

Bild: Alexandra Wehr, Pressestelle Stadt Memmingen

Im Erdgeschoss der alten Realschule in Memmingen entsteht ein Impfzentrum. Dort sollen 300 bis 350 Impfungen am Tag möglich sein.
12.12.2020 | Stand: 15:46 Uhr

In Memmingen gibt es nun ein Corona-Impfzentrum. Es wurde im Erdgeschoss der alten Realschule an der Buxacher Straße eingerichtet, wie die Stadt berichtet. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr Memmingen, des Technischen Hilfswerks Memmingen-Unterallgäu und des Malteser Hilfsdienstes Memmingen wandelten die früheren Klassenzimmer in eine improvisierte Arztpraxis um.

„Wir sind mit unseren Vorbereitungen fertig und ab 15. Dezember einsatzbereit“, erklärte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der Vorstellung des Impfzentrums. Im Moment fehlen allerdings noch die bayernweit einheitliche Software für die Impfzentren und auch der Impfstoff.

Die Malteser impfen dann auch in Seniorenzentren nicht mobile Menschen

Betreiber der Impfzentren in Memmingen und in Bad Wörishofen ist der Malteser Hilfsdienst Memmingen. „Wir können dadurch Synergieeffekte nutzen und die Impfzentren hervorragend aufeinander abstimmen“, betonte Bruno Ollech, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer der Malteser. Die Malteser übernehmen auch Impfungen in Seniorenheimen und bei nicht mobilen Menschen. Außerdem werden niedergelassene Ärztinnen und Ärzte - auch pensionierte - die Malteser unterstützen. (Alle Standorte der Allgäuer Impfzentren gibt es hier.)

Das Impfzentrum Memmingen wird täglich geöffnet sein, jeweils von 8 bis 22 Uhr. Der Impfstoff lagert gekühlt auf minus 75 Grad in acht Zentrallagern in Bayern. „Bei Auslieferung wird er aufgetaut und kann in den Impfzentren bei zwei bis acht Grad gelagert werden“, erläuterte der Leiter des Impfzentrums, Dr. Hardy Götzfried. „Daher reichen in den Impfzentren normale Kühlschränke aus. Der Impfstoff muss aufgrund der Haltbarkeit dann innerhalb von vier Tagen verimpft werden“, erklärte er.

300 bis 350 Impfungen am Tag im Memminger Impfzentrum

Insgesamt sollen im Memminger Impfzentrum und durch die mobilen Teams zunächst 300 bis 350 Impfungen am Tag möglich sein. Für einen ausreichenden Impfschutz ist nach 19 bis 42 Tagen eine zweite Impfung notwendig.

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Nicht jeder kann sofort geimpft werden, stellten die verantwortlichen Mediziner klar. „Es gibt die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und die Priorisierung durch die Leopoldina und den Ethikrat, wer eine Impfung am dringendsten braucht, etwa die über 80-Jährigen“, informierte Dr. Max Kaplan, ärztlicher Koordinator für den Landkreis Unterallgäu. Zum Impfzentrum kann also nur kommen, wer zu den entsprechenden Personengruppen gehört und sich elektronisch oder telefonisch angemeldet hat. „Nicht geimpft“, so Kaplan, „werden im Übrigen alle Kinder und Jugendlichen bis zu 16 Jahren, auch keine Schwangeren oder stillende Mütter.“

Öffnungszeiten, Ablauf, Behandlung: Alle Informationen zum Impfzentrum in Memmingen

Wer einen Impftermin vereinbart hat, meldet sich direkt am Haupteingang an, erläuterte Andreas Land, Leiter des städtischen Amts für Brand- und Katastrophenschutz, der mit Personalratsvorsitzenden Robert Jäger den Aufbau des Memminger Impfzentrums verantwortet. Einen behindertengerechten Zugang gibt es an der rückwärtigen Seite des Gebäudes. Nach der Anmeldung geht es in einen Wartebereich in einem ehemaligen Klassenzimmer. Dort soll ein Aufklärungsvideo gezeigt werden, der allen Impfzentren zentral zur Verfügung gestellt wird. Neben dem Wartebereich sind Räume für das individuelle ärztliche Aufklärungsgespräch vorgesehen. Dort klärt die Ärztin oder der Arzt die Person nochmals über die Impfung auf und beurteilt die Impftauglichkeit. Danach erfolgt in einem weiteren Raum dann letztendlich die Impfung. Anschließend werden die geimpften Personen in einem Wartebereich medizinisch beobachtet. (Lesen Sie auch: Impfstrategie - Verordnung oder Gesetz?)

Insgesamt wird es zwei Ärzteteams in der alten Realschule geben, da im Erdgeschoss insgesamt zwei Wartebereiche und vier Räume für Arztgespräch und Impfung eingerichtet werden. „Man kann sich das Impfzentrum wie eine größere Arztpraxis vorstellen“, beschreibt Land. Mit den Impfungen kann gestartet werden, sobald ein Impfstoff endgültig zugelassen und ausgeliefert ist.

Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Corona-Impfung finden Sie hier.