Kirche

In der Pfarreiengemeinschaft Ottobeuren stehen Änderungen an

Ottobeuren Deutsche Einheit

Der Ottobeurer Abt Johannes Schaber gibt die Leitung der Pfarreiengemeinschaft ab und konzentriert sich künftig auf seine Aufgaben im Kloster.

Bild: Ralf Lienert

Der Ottobeurer Abt Johannes Schaber gibt die Leitung der Pfarreiengemeinschaft ab und konzentriert sich künftig auf seine Aufgaben im Kloster.

Bild: Ralf Lienert

Abt Johannes Schaber der Benediktinerabtei Ottobeuren übergibt die Leitung der Pfarreiengemeinschaft an Pater Christoph Maria Kuen. Auch Klinikseelsorge in neuen Händen.
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Von Brigitte Unglert-Meyer
18.07.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Abt Johannes Schaber vom Kloster Ottobeuren hat für sich und die Pfarrei ab dem 1. September personelle Änderungen vorbereitet. Er wird die Leitung der Pfarreiengemeinschaft abgeben, zu der die Pfarreien Ottobeuren, Hawangen, Böhen und Ollarzried gehören, gibt er bekannt. Zum neuen leitenden Pfarrer ab September hat der Augsburger Bischof Bertram Meier auf seinen Vorschlag hin Pater Christoph Maria Kuen (46) aus dem Konvent ernannt.

Pater Christoph ist seit 2007 Kaplan in Ottobeuren und seit 2016 Teil des Leitungsmodells „Pfarrer in solidum“ (in Gemeinschaft). Dabei sind derzeit in Ottobeuren neben Abt Johannes und Pater Christoph noch Pater Rupert Prusinovsky und Pater Beda Lange im Team in der Seelsorge tätig. Dieses seltene Modell ist nach Auskunft des Abtes durch den Benediktinerkonvent möglich, weil dadurch „viele Priester da sind“. Praktiziert werde es etwa auch im Kloster Scheyern. Als leitender Pfarrer ist Pater Christoph Maria dann auch Vorstand der Kirchenverwaltung und als Kustos der Basilika zuständig für die Abläufe in der Kirche, Gottesdienste und andere Veranstaltungen, sofern es nicht die Abtei betrifft.

Abt Johannes erwartet sich damit Entlastung, er will seine Kraft noch mehr in die Leitung des Konvents mit derzeit 15 Mitbrüdern stecken. Er gibt nach genau 22,5 Jahren sein Leitungsamt ab, bleibt aber als „Pfarrer in solidum“ erhalten. Als Abschluss möchte Schaber am 22. August einen Dankgottesdienst feiern und er fügt an: „Ich bin der erste Pfarrer in den letzten 120 Jahren, der nicht im Amt stirbt.“

Eingearbeitet wird seit Juli Pater Winfried Schwab als Nachfolger von Krankenhausseelsorger Josef Epp, der im September in den Ruhestand geht.