Neue Hochbehälter

Jetzt läuft die Trinkwasser-Versorgung in Markt Rettenbach

Die neuen Trinkwasserbehälter thronen in einem Holzbau auf einer Anhöhe über Markt Rettenbach und halten im Vergleich zur Vorgängerkonstruktion den doppelten Vorrat bereit.

Die neuen Trinkwasserbehälter thronen in einem Holzbau auf einer Anhöhe über Markt Rettenbach und halten im Vergleich zur Vorgängerkonstruktion den doppelten Vorrat bereit.

Bild: Josef Diebolder

Die neuen Trinkwasserbehälter thronen in einem Holzbau auf einer Anhöhe über Markt Rettenbach und halten im Vergleich zur Vorgängerkonstruktion den doppelten Vorrat bereit.

Bild: Josef Diebolder

Neue Hochbehälter stellen doppelte Speichermenge im Vergleich zum Vorgänger bereit. Welche weiteren Vorteile die 1,9-Millionen-Euro-Investition mit sich bringt.
01.02.2021 | Stand: 19:55 Uhr

Auf einer Anhöhe in der Gemeinde Markt Rettenbach in Richtung „Burg“ erheben sich die neuen Trinkwasserhochbehälter. Die Investition in Höhe von 1,9 Millionen Euro war nötig geworden, weil der Vorgänger-Behälter am gleichen Ort für die Bedürfnisse der Gemeinde zu klein geworden war und zudem Sanierungsbedarf aufwies. Im Jahr 2019 hatte der damalige Gemeinderat mit dem ehemaligen Bürgermeister Alfons Weber sich darum nach Abwägung der Kosten für den Ersatz durch neue Behälter aus Edelstahl entschieden.

Mit Hilfe der zwei Hochbehälter, die jeweils ein Volumen von 500 Kubikmetern fassen, könne nun die konstante Versorgung der Haushalte gewährleistet werden, sagt Wasserwart Michael Steinle. Um die Behälter zu säubern, kommen eine Reinigungslanze und Hochdruckdüsen zum Einsatz. Anders als früher muss kein Personal mehr in die Behälter steigen – dies brachte stets das Risiko eines Keimeintrags mit sich.

Hochbehälter wurde an Ort und Stelle zusammengeschweißt

Die Edelstahlbehälter wurden auf das Fundament der alten Anlage aus den frühen 1960er Jahren aufgesetzt und mit einem 12,5 Meter hohen Holzbau eingehaust. Auf einer Anhöhe mit 730 Metern über Normal-Null ist der neue Trinkwasserbehälter mit einem speziellen Schweißverfahren an Ort und Stelle errichtet worden.

Im vergangenen Jahr wurden die Wandflächen der Behälter verbunden. Das Material wurde in Rollen angeliefert und mit einem Schweißroboter bearbeitet. Gefertigt wurden die Behälter von einer Fachfirma aus Ravensburg, um weitere Teilschritte wie Abbruch-, Beton- und Zimmererarbeiten kümmerten sich überwiegend Firmen aus der Region.

Die neue Konstruktion bringt leicht verbesserte Druckverhältnisse mit sich – dies komme der Versorgung der höherliegenden Haushalte zugute, merkt Bürgermeister Martin Hatzelmann an.

Selbst Spitzen im Trinkwasser-Verbrauch machen keine Sorgen mehr

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Derzeit füllen die Quellen im Kilbrakhof mit einer Schüttung von rund 13 Litern pro Sekunde die Hochbehälter. Sollte die Menge zurückgehen, wäre eine Zuspeisung durch die Dingisweiler Quellen möglich. Die neuen Behälter stellen die doppelte Menge gespeicherten Wassers bereit – und bieten somit den Vorteil, dass selbst Spitzen im Verbrauch besser abgesichert sind. Sogar ein technischer Defekt bei den Zuleitungen könnte für einige Zeit überbrückt werden, sagt Steinle.

Versorgt werden aus der neuen Anlage Markt Rettenbach, das gesamte Auerbachtal und Frechenrieden. Engetried, Wineden und Buchenbrunn erhalten ihr Wasser direkt vom Trinkwasserspeicher Kilbrakhof. Altisried und der Teilort Kapelle würden in diesem Jahr ebenfalls dort angeschlossen.

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