Jugendparlament

Was sich die jungen Memminger wünschen

Einige junge Menschen aus Memmingen wünschen sich, dass der Skateplatz erweitert wird.

Einige junge Menschen aus Memmingen wünschen sich, dass der Skateplatz erweitert wird.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Einige junge Menschen aus Memmingen wünschen sich, dass der Skateplatz erweitert wird.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Schulsanierung, Skateplatz, Stadtfest mit DJ – Um diese und andere Themen ging es in einer Sitzung des Memminger Jugendparlaments.
28.06.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Zu der trafen sich junge Vertreter verschiedener Schulen. Oberbürgermeister und städtische Mitarbeiter hörten ihnen zu. Nach zwei Online-Treffen gab es am Donnerstagabend die erste Präsenzsitzung des Memminger Jugendparlaments – im großen Saal der Stadthalle. 15 Jugendliche unterschiedlicher Bildungsstätten Memmingens sind darin engagiert. Vertreter der Stadt standen ihnen Rede und Antwort.

Themen im Jugendparlament Memmingen: Johann-Bierwirth-Schule, Skateplatz und Veranstaltungen

Die Themen der Heranwachsenden sind vielfältig und reichen von baulichen Veränderungen in der Stadt über neue Veranstaltungsformate für junge Menschen bis zur Nachhilfe von Schülern für Schüler. Gedanken machen sich die 14- bis 26-Jährigen auch um die aktuelle Sicherheitslage in der Stadt und die Verbreitung von speziellen, anonymen Beratungsangeboten, die Jugendliche nutzen können.

  • Sanierung der Johann-Bierwirth-Schule: Lars Dauner von der Johann-Bierwirth-Schule wollte während der Sitzung von Oberbürgermeister Manfred Schilder und den Vertretern der Stadtverwaltung wissen, ob zeitnah eine Sanierung für seine Schule geplant ist, in der die Fenster teils nicht zu öffnen seien und im Winter die Räume trotz Heizung nicht ausreichend warm würden. „Wenn man Fenster nicht öffnen kann, können auch die Hygieneauflagen nicht erfüllt werden“, sagte der Berufsschüler.
    • Der Oberbürgermeister verwies auf die 17 kommunalen Schulen im Stadtgebiet, die alle mehr oder weniger einen Sanierungsbedarf haben. „Die Problematik ist die Unterbringung und Auslagerung der Schule während so einer Renovierungsphase“, sagte Schilder. Priorität habe zunächst die Sanierung der Edith-Stein-Schule, weitere Sanierungen von Bildungseinrichtungen in der Stadt seien aber geplant.
  • Erweiterung des Skateplatzes: Clemens Pfalzer (20, Berufsoberschule) hält eine Erweiterung des Skateplatzes auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände für sinnvoll. Bei Gesprächen dazu sollten Experten aus der Skaterszene zu Rate gezogen werden. Die Jugendlichen könnten sich dort auch einen Grillplatz vorstellen. Die Stadtverwaltung äußerte Bedenken und schlug vor, einen Platz im Garten des Jugendhauses zu etablieren. Dessen Angebote sollen zudem stärker mit der Stadt vernetzt werden. Denkbar wäre auch eine Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtheater des Landestheaters Schwaben.
  • Attraktiveres Veranstaltungsangebot: Das Jugendparlament wünscht sich weiter ein attraktiveres Veranstaltungsangebot. Als Beispiel führten die Jugendlichen das generationsübergreifende Stadtevent „Summer in der City“ an, das 2003 stattfand. Das Jugendparlament regt hierbei an, entsprechende Haushaltsmittel für das Jahr 2022 aufzunehmen. Der Oberbürgermeister appellierte an die Jugendlichen, sich mit neuen Ideen einzubringen: „Macht da engagiert mit. Wir als Stadt stehen euch zur Seite“. Ein Gedanke wäre, für das Stadtfest einen Platz für Jugendliche zu schaffen, wo beispielsweise ein DJ auflegt und eine Live-Band spielt.

Das sind die Pläne für den Jugendspielpark am Haienbach in Memmingen

Aber nicht nur Events stehen bei den Jugend-Vertretern auf der Agenda. Es geht den Heranwachsenden auch um die Vernetzung untereinander, zum Beispiel in Form einer Schülernachhilfe-Plattform, und die Verbreitung der neu eingeführten Jugendsprechstunde.

  • Spiel- und Aufenthaltsbereiche: Auch bei Planungen wie für den Jugendspielpark am Haienbach im Memminger Osten sind die Jugendlichen beteiligt. Petra Grupp vom Stadtplanungsamt stellte zudem die Pläne zur Neugestaltung der drei Spiel- und Aufenthaltsbereiche „An der Hohen Wacht“ vor, die sich im Bereich Soldatenturm, im Kaisergraben und im Bereich der Hohen Wacht befinden. Für die teils barrierefreie Umgestaltung regen die Parlamentarier bessere Beleuchtung an und Spielgeräte wie ein in den Boden eingelassenes Trampolin, Tischtennisplatten und Slacklines.

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