Grünen-Fraktionschefin

Katharina Schulze in Erkheim: Gegen Plastik beim Hausbau

Zum Auftakt ihrer Tour „Wirtschaft mit Zukunft“ machten die Grünen jetzt bei der Firma Baufritz in Erkheim Station. Das Bild zeigt (von links) Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht, Dagmar Fritz-Kramer von Baufritz und Grünen-Landesvorsitzende Eva Lettenbauer am Modell einer Holzwand.

Zum Auftakt ihrer Tour „Wirtschaft mit Zukunft“ machten die Grünen jetzt bei der Firma Baufritz in Erkheim Station. Das Bild zeigt (von links) Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht, Dagmar Fritz-Kramer von Baufritz und Grünen-Landesvorsitzende Eva Lettenbauer am Modell einer Holzwand.

Bild: Armin Schmid

Zum Auftakt ihrer Tour „Wirtschaft mit Zukunft“ machten die Grünen jetzt bei der Firma Baufritz in Erkheim Station. Das Bild zeigt (von links) Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht, Dagmar Fritz-Kramer von Baufritz und Grünen-Landesvorsitzende Eva Lettenbauer am Modell einer Holzwand.

Bild: Armin Schmid

Bei Baufritz in Erkheim informiert Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer die Grünen-Politikerin über nachhaltige Alternativen in der Baubranche.

07.09.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Zukunftsthemen wie umweltverträglicheres Bauen, Nachhaltigkeit, Müllvermeidung im Baugewerbe und eine bessere Förderung von ökologischen Baustoffen standen im Vordergrund, als Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, und Grünen-Landesvorsitzenden Eva Lettenbauer bei der Firma Baufritz in Erkheim einen Zwischenstopp einlegten.

Grünen-Tour "Wirtschaft mit Zukunft" macht Halt in Erkheim

Beim Auftakt der Tour „Wirtschaft mit Zukunft“ der Grünen betonte die Baufritz-Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer, dass die Förderprogramme derzeit im Prinzip nur auf die Energiewerte der Häuser ausgelegt seien – nicht auf die ökologische Effizienz allgemein. Bedenklich sei dies vor allem dahingehend, dass ein Großteil des Müllaufkommens durch das Baugewerbe verursacht werde: „Wir müssen aufhören, Häuser aus Styropor und Plastik zu bauen.“ Baufritz-Häuser hingegen bestehen aus Holz, Naturgips und Glas. Der Holzanteil liegt laut Fritz-Kramer bei 90 Prozent.

Bei der Förderung durch die KfW-Förderbank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sei man gegenüber günstigen, konventionellen Baustoffen im Nachteil. Letztlich komme man bei nachhaltigen Dämmstoffen nicht über einen Marktanteil von wenigen Prozenten hinaus. Bei Fenstern liege der Kunststoffanteil mittlerweile bei rund 80 Prozent und habe Holz fast vollständig verdrängt. So würden „Müllberge“ produziert, „die nachfolgende Generationen belasten“, führte Fritz-Kramer aus und forderte ein Ende dieser Praxis beim Bauen.

Eva Lettenbauer: Staat hat Vorbildfunktion

Katharina Schulze pflichtete dem bei und betonte, dass es die richtigen Vorgaben und politischen Rahmenbedingungen brauche. Dass man mit ökologischem Bauen erfolgreich sein kann, zeige die Firma Baufritz, die zu den Pionieren dieser Branche gehöre. „Wer nachhaltig lebt, wirtschaftet, arbeitet und wohnt, muss auch durch entsprechende Fördermittel stärker belohnt werden.“ Eva Lettenbauer stellte die Vorbildfunktion von Staat und Kommunen in den Vordergrund. Letztlich müssten ihrer Ansicht nach vor allem auch öffentliche Gebäude in ökologischer Bauweise errichtet werden.

Dagmar Fritz-Kramer bekräftigte, dass auch eine höhere Mehrwertsteuer auf nicht nachhaltige oder nicht ressourcenschonende Baustoffe sowie Hausbauten entsprechende Anreize schaffen würde. Die Corona-Pandemie habe das Unternehmen gut verkraftet. Teilweise seien 25 Häuser auf Lager gestanden, die man nicht ins Ausland liefern durfte. „Das hat sich wieder normalisiert.“ In diesem Jahr will Baufritz mit einer Belegschaft von rund 500 Mitarbeitern rund 200 Häuser herstellen und ausliefern. 80 Prozent der Baufritz-Häuser werden in Deutschland verkauft. Fritz-Kramer freute sich, dass Baufritz in diesem Jahr für den deutschen Nachhaltigkeitspreis im Bereich Design nominiert ist.