Soziales

Kitas in Memmingen: Betreuung ab Herbst gesichert

Memmingen braucht mehr Kindergärten, denn die bestehenden reichen wegen der starken Nachfrage nicht aus.

Memmingen braucht mehr Kindergärten, denn die bestehenden reichen wegen der starken Nachfrage nicht aus.

Bild: Kurt Kraus (Archiv)

Memmingen braucht mehr Kindergärten, denn die bestehenden reichen wegen der starken Nachfrage nicht aus.

Bild: Kurt Kraus (Archiv)

Warum die Stadt Memmingen aber nicht alle Wünsche berücksichtigen kann. Auch die Nachfrage nach Krippenplätzen für Kleinkinder nimmt zu.
03.07.2021 | Stand: 05:45 Uhr

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, braucht Memmingen mehr Kindertageseinrichtungen. Wie das städtische Amt für Kindertageseinrichtungen aktuell berichtet, könne man ab Herbst Eltern mit Kindern ab drei Jahren einen Betreuungsplatz anbieten.

„Dabei werden wir allerdings nicht alle Wünsche bezüglich des Standorts des Kindergartens erfüllen können“, schränkte Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen, ein. Für die Erziehungsberechtigen heißt das konkret, dass sie auch einen längeren Anfahrtsweg zur Einrichtung in Kauf nehmen zu müssen.

Insgesamt gibt es 28 Kindertageseinrichtungen in Memmingen

Derzeit sind 1390 Kindergartenkinder, 312 Krippenkinder und 271 Schulkinder (Hortkinder) in 28 Kindertageseinrichtungen in der Stadt untergebracht, deren Träger kommunal und kirchlich wie auch privat sind. Die Nachfrage nach Krippenplätzen für Kleinkinder ab einem Jahr nehme stetig zu, so Hölzle. Zurzeit könnten deswegen nur Notbelegungen erfolgen, jedoch keine Neuaufnahmen. Insgesamt konnten laut KiTa-Amt bis Ende 2020 insgesamt 90 offene Platz-Anmeldungen für Krippe und Wunsch-Kindergarten nicht positiv bearbeitet werden.

Grundsätzlich gibt es in Memmingen keine zentralen Anmeldungen, weswegen es auch keine zentrale Warteliste gibt, wie der Amtsleiter berichtete. Die Bedarfsplanungen wie auch die Disposition von bestehenden Fachkräften und die Akquise neuer Mitarbeiter seien „ein sehr dynamischer und herausfordernder Prozess für alle Kommunen“.

Verschiedene Projekte sind in Planung

Für Memmingen sind einige Bauprojekte im Planungsverfahren, andere wiederum – wie die Kindertageseinrichtung im Memminger Osten – nehmen bereits Gestalt an. Jedoch müssen auch hier zeitliche Verzögerungen aufgrund der baulichen Maßnahmen miteingerechnet werden. „Mit den gegenwärtigen Projekten sind wir aber auf einem guten Weg“, sagt der Amtsleiter.

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Wegen der ansässigen Fachakademie für Erzieherinnen und Erzieher sei die Ausbildungsquote in Memmingen erfreulich hoch. Aktuell sind von 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 50 in Ausbildung – darunter sind auch zehn Männer, die den Beruf des Erziehers oder Kinderpflegers erlernen möchten.

„Der Beruf des Erziehers ist durch die gekürzte Ausbildungszeit von fünf auf vier Jahre interessanter geworden“, ergänzte Hölzle. Das Personal der KiTas stelle auch in der kommenden Zeit eine der wichtigsten Ressourcen dar, was auch in der Corona-Zeit sehr deutlich geworden sei. Nicht nur der KiTa-Betrieb wurde in dieser schwierigen Zeit aufrecht gehalten, auch die Bildung, Erziehung und die Kommunikation mit den Kindern und Eltern wurde durch Ideen vonseiten der Einrichtungen gepflegt und stabilisiert.

Sprach-Kitas helfen bei Integration

Mit dem bundesweiten Corona-Aufholpaket wollen die acht Sprach-KiTas der Stadt weiter an einer Werte vermittelten Sprache arbeiten, die einen wesentlichen Beitrag zur Integration leistet und als „Schlüssel zur Welt“ zu einem kreativen und wertschätzenden Umgang zwischen allen Generationen beitragen kann. Beteiligt sind der Fröbel-Kindergarten, der Kindergarten Stadtweiherstraße, die KiTa Amendingen, die KiTa Im Mitteresch, die KiTa Wartburgweg, die KiTa Westermannstraße, der Heinrich-Galm-Kindergarten und der Kindergarten Steinheim.