Gesundheit

Klinik Ottobeuren: Neue Intensivstation und neue Operationssäle

OB Klinik Ottobeuren Einweihung Intensivstation und OP

Die neue Intensivstation an der Ottobeurer Klinik verfügt über neun Betten. Bisher hatte das Krankenhaus nur sechs Intensivplätze. Auf unserem Foto liegt zur Veranschaulichung eine Puppe im Bett. Neben der Intensivstation ist auch ein neuer OP-Trakt mit drei Operationssälen gebaut worden.

Bild: Siegfried Rebhan

Die neue Intensivstation an der Ottobeurer Klinik verfügt über neun Betten. Bisher hatte das Krankenhaus nur sechs Intensivplätze. Auf unserem Foto liegt zur Veranschaulichung eine Puppe im Bett. Neben der Intensivstation ist auch ein neuer OP-Trakt mit drei Operationssälen gebaut worden.

Bild: Siegfried Rebhan

Klinik Ottobeuren verfügt nun über neun Intensiv-Betten und drei OP-Säle. Kosten betragen über 20 Millionen Euro. Welche Neubaumaßnamen noch geplant sind.
02.07.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Die neue Intensivstation in der Ottobeurer Klinik ist fertig. Sie wird am Montag in Betrieb genommen. Dann stehen neun statt wie bisher sechs Intensivbetten zur Verfügung. Zudem steht der Bau des neuen OP-Trakts mit drei Operationssälen kurz vor der Vollendung. Die ersten Operationen sollen dort etwa Mitte August stattfinden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein für den Klinikverbund, den Landkreis Unterallgäu und vor allem für die Menschen, die hier leben“, sagte der ehemalige Unterallgäuer Landrat und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikverbunds Allgäu, Hans-Joachim Weirather, bei der Einweihung der beiden neuen Gebäudeteile.

Nach seinen Worten verfügt der Verbund mit den Kliniken in Mindelheim und Ottobeuren über „zwei Diamanten, die geschliffen werden wollen“, um noch mehr glänzen zu können. Dies sei mit den Baumaßnahmen gelungen. Zudem erinnerte Weirather daran, dass sich der ursprünglich anvisierte Baubeginn um ein Jahr verschoben hatte, weil bei der ersten Ausschreibung der Bauarbeiten keine Angebote reinkamen. Die Unternehmen seien schlichtweg ausgelastet gewesen. So fiel der Startschuss erst im Oktober 2019.

Freistaat Bayern schießt 11,3 Millionen Euro zu

Die Kosten für die neue Intensivstation und die Operationssäle liegen bei 20,4 Millionen Euro. Davon übernimmt laut Florian Glück von der Geschäftsleitung des Klinikverbunds der Freistaat Bayern 11,3 Millionen Euro. Den Rest steuert der Landkreis Unterallgäu bei. Das Geld ist laut Landrat Alex Eder sehr gut angelegt. „Denn die neuen Räume tragen dazu bei, dass die Mitarbeiter der Klinik weiterhin ihr Bestes geben können.“

Dr. Peter Steinbigler ist neuer Ärztlicher Direktor der Klinik Mindelheim
Dr. Peter Steinbigler ist neuer Ärztlicher Direktor der Klinik Mindelheim
Bild: Klinikverbund Allgäu

Zwei neue Ärztliche Direktoren in Ottobeuren und Mindelheim

Die Patientenversorgung werde durch die Um- und Neubauten weiter verbessert, unterstrich Professor Dr. Hubert Hautmann an seinem ersten Arbeitstag als Ärztlicher Direktor der Klinik Ottobeuren. Der Chefarzt der Inneren Medizin und Pneumologie in Ottobeuren trat die Nachfolge von Dr. Manfred Nuscheler an, der das Amt des Ärztlichen Direktors der Kliniken Ottobeuren und Mindelheim nach viereinhalb Jahren weitergegeben hatte. Laut Klinikgeschäftsführung bleibt er aber weiterhin an beiden Kliniken Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin. An der Klinik Mindelheim folgt ihm als Ärztlicher Direktor Privatdozent Dr. Peter Steinbigler nach. Er ist dort Chef der Inneren Medizin und Kardiologie. „Es war mir immer eine Freude, die Kliniken als Ärztlicher Direktor vertreten zu können“, so Nuscheler: „Aber es freut mich auch, mich jetzt wieder mehr auf die Medizin und meine Patienten konzentrieren zu können.“

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Viele zufriedene Patienten in Ottobeuren

Wie Hautmann bei der Einweihungsfeier weiter betonte, zeichnen das Ottobeurer Krankenhaus schon immer ein besonderer Geist und eine besondere Liebenswürdigkeit der bestens ausgebildeten Mitarbeiter aus. Das könne man auch daran ablesen, dass die Klinik bei der bayernweiten Rangliste in Sachen Patientenzufriedenheit fast immer ganz oben stehe. In den neuen, modern ausgestatteten Räumen könnten die Patienten jetzt noch besser behandelt werden. Gleichzeitig sprach der neue Ärztliche Direktor von der großen Herausforderung, eine vergleichsweise kleine Klinik wie in Ottobeuren wirtschaftlich betreiben zu können. Dieser Herausforderung würden sich alle Klinikmitarbeiter stellen. „Und wir werden Erfolg haben“, ist sich Hautmann sicher.

Dr. Hubert Hautmann ist neuer Ärztliche Direktor der Klinik Ottobeuren
Dr. Hubert Hautmann ist neuer Ärztliche Direktor der Klinik Ottobeuren
Bild: Klinikverbund Allgäu

Auf das gute Miteinander in der Ottobeurer Klinik hob auch Pater Winfried Schwab ab, der die neuen Räume segnete. So werde hier nicht nur auf medizinischer, sondern auch auf menschlicher Ebene Hervorragendes geleistet. „Ich habe noch nie ein schlechtes Wort über das Krankenhaus von einem Patienten gehört“, sagte der künftige Klinikseelsorger und unterstrich: „Wenn alle weiterhin zusammen anpacken, dann sind wir auf dem besten Weg.“

Mit Blick nach vorn steht nun ein zweiter Bauabschnitt an. Dabei wird der bisherige Bereich von OP und Intensivstation kernsaniert. Ferner werden die interdisziplinäre Notaufnahme und die sogenannte Funktionsdiagnostik im Geschoss unter dem neuen OP-Trakt komplett neu eingerichtet. Darüber hinaus ist ein „Pflegeturm“ mit 19 Betten geplant. Er wird das bestehende Gebäude mit den neuen Anbauten verbinden, wodurch die Funktionalität der Klinik gesteigert werden soll. Nicht zuletzt wird der Brandschutz im Bestand verbessert. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten an der Ottobeurer Klinik im November 2022 abgeschlossen sein.

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