Mobilfunk

Kommentar: Leistungsfähiges Netz ist unverzichtbar

Die Suche nach einem Standort für einen Mobilfunkmasten in Ottobeuren geht weiter.

Die Suche nach einem Standort für einen Mobilfunkmasten in Ottobeuren geht weiter.

Bild: Ralf Lienert

Die Suche nach einem Standort für einen Mobilfunkmasten in Ottobeuren geht weiter.

Bild: Ralf Lienert

Die Suche nach einem Standort für Mobilfunksender ist oft schwierig. Am Ende bekommen die Bürger direkt zu spüren, ob die Entscheidung die richtige war.
26.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Das Thema Mobilfunk ist nach wie vor ein sehr sensibles. Wenn in einer Gemeinde die Suche nach einem geeigneten Standort ansteht, bilden sich in der Regel zwei Lager. Auf der einen Seite stehen das Mobilfunk-Unternehmen und ein paar Befürworter, die darauf verweisen, dass ein zentraler Mobilfunk-Sendemast wichtig ist, um das beste Netz zu gewährleisten. So geht etwa nach Angaben der Telekom ein Großteil der Leistung verloren, wenn dieser im Außenbereich steht.

"Sichtkontakt" zwischen Handymast und Handy

Es sei ideal, wenn Handymast und Handy sozusagen „Sichtkontakt“ hätten. Das heißt also, aus technischen Gründen müssen die Sendeanlagen möglichst nah bei den Menschen sein, die den Mobilfunk auch nutzen wollen. Soweit, so nachvollziehbar. Auf der anderen Seite gibt es in beinahe jeder Gemeinde im Ratsgremium Gegner, die einer solchen Anlage im Ortszentrum ablehnend gegenüberstehen. Dabei wird neben den optischen Belangen meist auch auf eine mögliche Strahlenbelastung für die Bevölkerung hingewiesen. Eine Entscheidung für einen Standort im Bereich des Ortszentrums ist oftmals unpopulär. In Zeiten, in denen immer mehr Menschen auf einen guten Mobilfunkempfang und schnelles Internet angewiesen sind, etwa im Homeoffice, ist jedoch ein flächendeckendes, stabiles und leistungsfähiges Netz unverzichtbar. Das sollte man sich bei einer Entscheidung immer vor Augen führen.

Fall Ottobeuren: Zusammenarbeit mit Mobilfunkanbieter wichtig

Eine Kompromisslösung ist schwierig. Um so wichtiger ist, wie im Fall Ottobeuren, eine Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Mobilfunkanbieter. Die Gemeinde macht sich selbst auf die Suche nach einem möglichen Standort. Aber hier, wie auch in anderen Orten, sollte nicht nur das Motto vorherrschen: Aus den Augen, aus dem Sinn. Die beste Lösung für einen Standort ist sicherlich nicht immer die, die vom Ortszentrum am weitesten entfernt ist. Denn letztlich bekommen es am Ende die Bürger zu spüren, wenn sich doch das eine oder andere Funkloch auftut, es beim Download mal wieder etwas länger dauert oder das Bild beim Streamen ruckelt.

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