Klinikseelsorge

Kreisklinik Ottobeuren: Seelsorger Josef Epp verabschiedet

OB Abschied Epp

Bei einer coronabedingt kleinen Abschiedsfeier in der Ottobeurer Krankenhauskapelle (von links) Michael Saurler (Bistum Augsburg), Professor Dr. Hubert Hautmann (Kreisklinik Ottobeuren), Klinikseelsorger Josef Epp und Florian Glück (Klinikverbund Allgäu).

Bild: Unglert-Meyer

Bei einer coronabedingt kleinen Abschiedsfeier in der Ottobeurer Krankenhauskapelle (von links) Michael Saurler (Bistum Augsburg), Professor Dr. Hubert Hautmann (Kreisklinik Ottobeuren), Klinikseelsorger Josef Epp und Florian Glück (Klinikverbund Allgäu).

Bild: Unglert-Meyer

Die 20-jährige Dienstzeit von Klinikseelsorger Josef Epp in Ottobeuren endet im August. Er reichte unzähligen Patienten die Hand.
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Von Brigitte Unglert-Meyer
10.08.2021 | Stand: 09:19 Uhr

„Unzähligen Menschen durfte ich die Hand reichen, unzählige Schicksale wurden mir anvertraut“, sagte Klinikseelsorger Josef Epp bei einer kleinen Feier in der Krankenhauskapelle. Nach 20 Jahren beendet der Religionspädagoge seinen Dienst in der Kreisklinik Ottobeuren nun Ende August. Seinerzeit habe er auf das Engagement von Chefarzt Dr. Wolfgang Pflederer hin und unterstützt vom damaligen Pfarrer Johannes Schaber hier begonnen.

Heitere Begegnungen und tränenreiche Abschiede

Seelsorge in einer Klinik wolle Patienten „ein Angenommen sein und Geborgenheit“ vermitteln, sagte Epp. „Und zwar ohne religiöse Aufnahmeprüfung“. Heitere Begegnungen und tränenreiche Abschiede habe er in der Kreisklinik erlebt. Das alles habe aus ihm einen anderen Menschen gemacht.

„Fundamental geändert“ habe sich auch die Wirklichkeit einer Klinik in den vergangenen 20 Jahren, bedauerte der Seelsorger. „Zeit und Raum für Schmerz und Trauer werden immer mehr zum Luxusgut“, stellte er fest. Er erhoffe sich für das Ottobeurer Haus Gottes Segen.

Seelsorger mit Charisma

Michael Saurler, Abteilungsleiter für Krankenhausseelsorge beim Bistum Augsburg, dankte Epp im Namen der Diözese. Epp sei mit seinem Charisma in der Begleitung von Menschen zum Segen für viele geworden. Der Ärztliche Direktor der Kreisklinik, Professor Dr. Hubert Hautmann würdigte den Einsatz und die langjährige Erfahrung des Klinikseelsorgers Epp, um Menschen zu begleiten, Ängste zu nehmen und Chancen nach Krisen aufzuzeigen. Der Geschäftsführer des Allgäu Klinikverbundes, Florian Glück, sprach den „ganz besonderen Geist des Ottobeurer Krankenhauses“ an, den Epp seit 2001 wesentlich mitgestaltet habe.

Musikalisch umrahmt wurde die kleine Feier durch Hedwig Schöner, Catherine Lecocq und Frigga Fraidling. Sie traten nach eineinhalb Jahren Coronapause erstmals wieder zusammen auf. Dem Trio galt Epps besonderer Dank. Weil die Musikerinnen 16 Jahre lang die monatliche Meditationsreihe „Stille für mich“ begleitet haben, die auch viele Menschen außerhalb der Klinik angesprochen habe.

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Für ihn beginne nun ein neuer Lebensabschnitt, den er weniger als Ruhestand, sondern lieber als neuen Aufbruch bezeichnen wolle, sagt Epp. Sein Nachfolger ist ab dem 1. September der Benediktinerpater Winfried Schwab.

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