Festival

Kultur in der Stadt: Bühne frei für die Memminger Meile 2022

Sphärische Klänge verbreiteten auf dem Martin-Luther-Platz Tobias Mrzyk (rechts) und Loris Keckeisen auf ihren Handpans.

Sphärische Klänge verbreiteten auf dem Martin-Luther-Platz Tobias Mrzyk (rechts) und Loris Keckeisen auf ihren Handpans.

Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Sphärische Klänge verbreiteten auf dem Martin-Luther-Platz Tobias Mrzyk (rechts) und Loris Keckeisen auf ihren Handpans.

Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Die städtischen Kulturwochen starten im Freien mit Seifenblasenkunst, magischen Momenten und sphärischen Klängen. Vielfältiges Programm vom 23. Juni bis 16. Juli.
24.06.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Ein buntes Sommerfestival soll die Memminger Meile sein, als frischer Kulturwind durch die Stadt wehen und die Menschen zusammen bringen: Genau so hat sie sich bereits zur Eröffnung präsentiert. Sie feiert den Sommer und die Kultur noch bis zum 16. Juli. Ob im lauschigen Antonierhof oder auf dem schattigen Martin-Luther-Platz davor – überall saßen und standen beim Auftakt kleine und große Besucher und Besucherinnen, lauschten schönen Klängen oder ließen die Augen zarten Riesenseifenblasen hinterherschweifen. Zwei stets belagerte Streetfood-Trucks versorgten die Menschen mit Essen, aus Stadtbibliotheksfenstern heraus verkauften Kulturamts-Mitarbeitende kühle Getränke am hochsommerlich schwülen Abend.

Die Memminger Band "borte" unterhielt das Meile-Publikum im Antonierhof mit eingängigem Sound.
Die Memminger Band "borte" unterhielt das Meile-Publikum im Antonierhof mit eingängigem Sound.
Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

„Herrlich, ich freue mich!“, schwärmte gut gelaunt Oberbürgermeister Manfred Schilder in seinem Grußwort zur offiziellen Eröffnung der 45. Memminger Meile. Vor allem, weil nach den zwei Corona-Jahren mit je einer Komplett-Absage und einem reduzierten Programm nun endlich wieder eine „richtige Meile“ starte. Er bedankte sich beim Meile-Team sowie den Hauptsponsoren und begrüßte einige Ehrengäste im zahlreich erschienenen Publikum – darunter auch den „Vater“ und die „Mutter“ des städtischen Kulturfestivals, die es 1976 aus der Taufe gehoben haben: Alt-Oberbürgermeister Dr. Johannes Bauer und die ehemalige Kulturamtsleiterin Christel Zepp.

Die ehemalige Memminger Kulturamtsleiterin Christel Zepp und Alt-Oberbürgermeister Dr. Johannes Bauer haben die Memminger Meile 1976 aus der Taufe gehoben.

Die ehemalige Memminger Kulturamtsleiterin Christel Zepp und Alt-Oberbürgermeister Dr. Johannes Bauer haben die Memminger Meile 1976 aus der Taufe gehoben.

Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Einen weiten Bogen spanne das Programm mit dem Schwerpunkt unter freiem Himmel, sagte Schilder. Er betonte, „eine lebendige Stadtgesellschaft brauche Anlässe zur Begegnung“ – dazu sei in den nächsten drei Wochen an verschiedenen Orten in der Stadt beste Gelegenheit beim bunten, vielfältigen Festival für alle Altersklassen.

Als Dankeschön gab es für die Haupsponsoren kleine Memminger Kinderfest-Stängele, selbst gebunden und geschmückt im Kulturamt. Darüber freuten sich (von links): René Schinke (Vorstand VR-Bank Memmingen) und Dr. Dietrich Gemmel (Vorstand LEW Lechwerke).
 

Als Dankeschön gab es für die Haupsponsoren kleine Memminger Kinderfest-Stängele, selbst gebunden und geschmückt im Kulturamt. Darüber freuten sich (von links): René Schinke (Vorstand VR-Bank Memmingen) und Dr. Dietrich Gemmel (Vorstand LEW Lechwerke).

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Bild: Brigitte Hefele-Beitlich

Auch Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer stellte das „gemeinsame Erleben“ in den Vordergrund, das in der Pandemie „unter die Räder gekommen ist“. Viele Künstler seien in dieser Zeit nahe an der Verzweiflung gewesen – „vielleicht auch, weil die Kultur zu wenig Aufmerksamkeit erfahren hat“, sagte Bayer. Deshalb appellierte er an alle: „Die Kultur braucht Unterstützung, Wertschätzung und gute Rahmenbedingungen“. Die Ausgaben dafür seien gut investiert, weil Kultur ein wichtiger Bestandteil unseres Zusammenlebens sei. Er gab kurze Einblicke ins Programm, von dem heuer einiges auf der neu eingerichteten Freiluftbühne im Kaminwerk stattfindet – ein Ausweichsaal bei Regen mit unterschiedlichen Abstandsmöglichkeiten steht dort gleich mit zur Verfügung.

Kinder machen Riesenseifenblasen

Den brauchte es an diesem rundum gelungenen Eröffnungsabend im Freien nicht. Bei bestem Wetter war Seifenblasenkünstlerin Maria Söllner ständig von einer Kinderschar umringt, die auch selbst solche fragilen Ballons aufsteigen lassen durfte. Musik machten die Memminger Band „borte“; Tobias Mrzyk & Co. verzauberten mit sphärischen Klängen auf Handpans. Für magische Momente sorgte Zauberer Louis von Eckstein.