Legau

Legau bekommt einen neuen Gemeindesaal

Die Bauarbeiten für den neuen Gemeindesaal in Legau haben bereits begonnen.

Die Bauarbeiten für den neuen Gemeindesaal in Legau haben bereits begonnen.

Bild: Armin Schmid

Die Bauarbeiten für den neuen Gemeindesaal in Legau haben bereits begonnen.

Bild: Armin Schmid

Mit dem symbolischen Spatenstich hat der Bau des neuen Dorfsaals samt Gastronomie auf dem Marktplatz begonnen. Doch es gibt auch Kritik.
06.10.2020 | Stand: 14:42 Uhr

Die Bauarbeiten für den neuen Legauer Gemeindesaal mit Gastronomie sind bereits angelaufen. Nun fand der symbolische erste Spatenstich statt. „Das ist ein Paradebeispiel, wie man das Gemeindeleben erhalten und stärken kann“, betonte Landrat Alex Eder. Die Behörde habe die Baugenehmigung für das Groß-Projekt mit einem Kostenumfang im Bereich von acht Millionen Euro letztlich erteilt. Allerdings hat die Gemeinde Eder zufolge bei der Schaffung von Parkplätzen noch Aufgaben zu erledigen. Letztlich sei es aber das erste große Projekt, das er als Landrat begleitet habe und von dem er auch vollumfänglich überzeugt sei.

Bürgermeister Franz Abele betonte, dass „mitten im Ortszentrum etwas Wichtiges und Schönes entsteht“. Der Dorfsaal sei für Legau von elementarer Wichtigkeit. Abele berichtete auch, dass nach den vier Bäumen im ehemaligen Biergarten des Gasthauses Löwen nun nochmals drei Bäume im südlichen Bereich des Marktplatzes entfernt werden mussten. Der Bürgermeister fügte an, dass es nicht gelungen sei, die Bäume zu versetzen. Auf Unverständnis stößt die neuerliche Entfernung von Bäumen bei der Ortsgruppe Legau/Illerwinkel im Bund Naturschutz. Die Naturschützer hätten sich gewünscht, dass mit der Umpflanzaktion eine Fachfirma des Garten- und Landschaftsbaus beauftragt wird. Nun steht die Forderung nach einer Ersatzpflanzung mit Bäumen ähnlicher Größe im Raum. Der Bürgermeister betonte, dass man bereits eine Alternative im Auge habe. Demnach soll die ausführende Baufirma Filgis adäquate Ersatzbäume zur Verfügung stellen.

Gemeindesaal in Legau: Zwei separate Gebäude

Martin Kopp vom Planungsbüro f64-Architekten erläuterte, dass mit Dorfsaal und Wirtshaus zwei separate Gebäude gebaut werden und es dazwischen eine Durchfahrt geben wird. Das Foyer des neuen Dorfsaals sei zum Marktplatz hin geöffnet. „Man sieht also immer, was sich im Saal gerade ereignet.“ Kleinere Veranstaltungen oder Gemeinderatssitzungen könnten darüber hinaus im kleinen Saal im Gastronomiegebäude stattfinden. Der Keller entsteht in Massivbauweise, die Gebäude an sich in kompletter Holzbauweise. Aus Gründen der Nachhaltigkeit habe man sich für Holz aus der Region entschieden, so Kopp. „Es stehen künftig 1400 Quadratmeter Nutzfläche für die Intensivierung und weitere Stärkung des Gemeindelebens zur Verfügung.“ Der Saal bietet 220 Sitzplätze. Ohne Bestuhlung finden rund 420 Personen dort Platz. 70 Besucher fasst die Bühne, im Gastraum können bis zu 60 Menschen sitzen. Darüber hinaus gibt es einen Jugendraum, in dem sich bis zu 100 Jugendliche aufhalten können.

Richtfest in Legau in sechs Monaten

Planer Philip Leube meinte, dass in rund sechs Monaten Richtfest gefeiert werden könnte. Der Keller soll bis Ende des Jahres fertig sein. Im kommenden Jahr wird dann zuerst der Holzbau für die Gastronomie errichtet, danach der Dorfsaal. Filgis-Mitarbeiter Edwin Mensch meinte, dass man eine verantwortungsvolle Aufgabe habe. Schließlich müsse man für den Ersatz des Löwen sorgen, der durch Faschingsbälle, Festlichkeiten, Gastronomie und Metzgerei bei der Bevölkerung in guter Erinnerung geblieben sei.