Winterdienst

Lob für Unterallgäuer Bauhofmitarbeiter: "Alles perfekt geräumt"

Schnee in rauen Mengen: Das sorgte im Unterallgäu für viel Arbeit. So musste etwa Franz Sinner mit seinem Fahrzeug in Wolfertschwenden die Straßen von Eis und Schnee befreien.

Schnee in rauen Mengen: Das sorgte im Unterallgäu für viel Arbeit. So musste etwa Franz Sinner mit seinem Fahrzeug in Wolfertschwenden die Straßen von Eis und Schnee befreien.

Bild: Franz Kustermann

Schnee in rauen Mengen: Das sorgte im Unterallgäu für viel Arbeit. So musste etwa Franz Sinner mit seinem Fahrzeug in Wolfertschwenden die Straßen von Eis und Schnee befreien.

Bild: Franz Kustermann

Trotz anhaltenden Schneefalls hat es im Unterallgäu laut den Räumdiensten keine größeren Probleme gegeben. Wie die Bilanz der Polizei ausfällt.
13.01.2021 | Stand: 15:15 Uhr

Frau Holle hat es sehr gut mit unserer Region gemeint und kräftig ihre Betten ausgeschüttelt. So waren sowohl Hausbesitzer mit ihren Schneeschaufeln als auch Mitarbeiter der gemeindlichen Bauhöfe mit ihren Fahrzeugen am Dienstag und Mittwoch im Einsatz. Schließlich galt es, Straßen und Wege befahr- und begehbar zu halten.

Die Leiter hiesiger Bauhöfe nahmen die weiße Pracht dennoch recht gelassen. Die Polizei verzeichnete zwar ein erhöhtes Unfall-Aufkommen in der Region. Allerdings seien die meisten Vorfälle glimpflich verlaufen.

Ab halb vier in Wolfertschwenden im Einsatz

Franz Sinner vom Bauhof in Wolfertschwenden war gestern bereits ab halb vier am Morgen mit dem Schneepflug samt aufgesatteltem Salzstreuer unterwegs. Unter anderem auf der steilen Ahornstraße. Ohne den Einsatz des Landwirts hätten die Anwohner wohl nach ihrer Nachtschicht massive Probleme gehabt, bei den Schneemassen mit ihren Autos frühmorgens den Berg hoch zu ihren Garagen und Häusern zu kommen. Insgesamt waren beim Wolfertschwender Bauhof vier Räumfahrzeuge zwischen Ehwiesmühle, Bossarts und Woringen eingesetzt.

„Keine Probleme, so viel war’s ja auch wieder nicht“, sagt der neue Bauhofleiter von Bad Grönenbach, Herbert Liebelt, zu der weißen Pracht, die mit stürmischen Winden daherkam. Acht Räumfahrzeuge waren in der Marktgemeinde sowie in deren Ortsteilen und Weilern unterwegs, um die Straßen und Wege von Eis und Schnee zu befreien.

Viele Kilomter Straße von Eis und Schnee befreit

Auch Florian Brader nahm den kräftigen Schneefall recht gelassen: Laut dem Chef des Ottobeurer Bauhofs wurden mit den sieben zur Verfügung stehenden Räumfahrzeugen in und um die Marktgemeinde herum knapp 100 Kilometer Straßen und Wege geräumt. Nach Baders Worten war das Ganze gut zu bewältigen. Schließlich sei man auf Allgäuer Winter vorbereitet.

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Böhen liegt etwa 850 Meter über dem Meeresspiegel und ist somit die höchstgelegene Gemeinde des Unterallgäus. Daher sind die Bürger in Böhen und den 20 weitverteilen Weilern große Schneemengen gewohnt. Als Marieluise Pomeder am Mittwochmorgen am Rathaus ankam, war bereits „alles perfekt geräumt und wunderschön verschneit“´, schwärmt die Gemeindesekretärin. Laut dem langjährigen Schneepflugfahrer Thomas Zettler, der eine 40 Kilometer lange Strecke räumen musste, gab es keine großen Probleme.

Laut Polizei gab es am Dienstag im Unterallgäu zwölf Verkehrsunfälle mit Sachschaden und zwei mit leichtverletzten Personen. Bis Mittwochmorgen kamen noch weitere 17 wetterbedingte Unfälle hinzu. Diese ereigneten allerdings im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Pressesprecher Holger Stabik sagt dazu: „Insgesamt gesehen, ist es eine ruhige Nacht gewesen.“

Dagegen sorgten Eis und Schnee in anderen Regionen für Chaos auf den Straßen.