Landwirtschaft im Unterallgäu

Margot Walser wird zur Ehrenkreisbäuerin ernannt

Margot Walser (Zweite von links) wurde von Kreisobmann Martin Schorer (links), Kreisbäuerin Irmgard Maier und BBV-Bezirksgeschäftsführer Matthias Letzing zur Ehrenkreisbäuerin ernannt.

Margot Walser (Zweite von links) wurde von Kreisobmann Martin Schorer (links), Kreisbäuerin Irmgard Maier und BBV-Bezirksgeschäftsführer Matthias Letzing zur Ehrenkreisbäuerin ernannt.

Bild: Fotos: Josef Diebolder

Margot Walser (Zweite von links) wurde von Kreisobmann Martin Schorer (links), Kreisbäuerin Irmgard Maier und BBV-Bezirksgeschäftsführer Matthias Letzing zur Ehrenkreisbäuerin ernannt.

Bild: Fotos: Josef Diebolder

Der Unterallgäuer Bauernverband würdigt ihre Verdienste um die Landwirtschaft. Auch langjährige Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner werden geehrt.
08.09.2022 | Stand: 12:06 Uhr

Verjüngt haben sich die Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner des Bauernverbands im Landkreis Unterallgäu. Bei ihrer ersten Zusammenkunft in Mittelrieden wurden ihre Vorgängerinnen und Vorgänger geehrt. Stimmungsvoll mit der „VlF-Kapelle“ und mit einem Sektempfang wurden sie verabschiedet, allen voran die ehemalige Kreisbäuerin Margot Walser und ihre Stellvertreterin Marlene Egger.

Begegnung mit Helmut Kohl in Bad Wörishofen

Als einstiger Geschäftsführer im Landkreis und heutiger Bezirksgeschäftsführer erinnerte Matthias Letzing an das 25-jährige Wirken von Walser. Bei seinen Motorradtouren erlebe er ständige Veränderungen in der Landwirtschaft. Eine Leidenschaft für das Reisen habe auch die ehemalige Kreisbäuerin. Von Beginn an erlebte Letzing Walser voller Tatendrang. Bedeutsam sei die Begegnung mit Helmut Kohl in Bad Wörishofen gewesen. Der damalige Bundeskanzler lud daraufhin eine Delegation nach Berlin ein. Oftmals sei auch der einstige Bundesfinanzminister Theo Waigel in ihrem Bauernhof zu Gast gewesen.

Bei der Landesgartenschau 2000 in Memmingen hätten die Landfrauen den Kontakt mit der Bevölkerung hergestellt. Viele Begegnungen zwischen Landwirten und der Öffentlichkeit standen im Mittelpunkt. Selbst in den Schulen habe Walser die Landwirtschaft etabliert. Die Kinder würden seither lernen, wo ihre Lebensmittel entstehen, betonte Letzing.

Einsatz für Dorfhelferinnen im Unterallgäu

Neben örtlichen Vereinen habe sie sich als Vorsitzende darüber hinaus auch für die Dorfhelferinnen- und Betriebshelferstation im Unterallgäu engagiert. Aktiv sei Margot Walser zudem im CSU-Arbeitskreis Landwirtschaft und für das „Kneippland Unterallgäu“. 25 Jahre habe sie sich außerdem als Ortsbäuerin und 15 Jahre als stellvertretende Bezirksbäuerin engagiert. Als Mutter von drei Kindern und Oma von vier Enkeln sieht Letzing auch künftig keine Langeweile bei Walser aufkommen. Zusammen mit Kreisobmann Martin Schorer und ihrer Nachfolgerin Irmgard Maier verlieh der Bezirksgeschäftsführer ihr den Titel „Ehrenkreisbäuerin im Landkreis Unterallgäu“.

Wie ihre Stellvertreterin Marlene Egger, habe Walser „bei politischen Themen kein Blatt vor den Mund genommen“, betonte Schorer. Mit einem dicken Schwabenbuch bedankte sich der Unterallgäuer Landrat Alex Eder. Margot Walser sei seit 1996 im Kreisrat und in weiteren Ausschüssen aktiv. Was sie in den Ortschaften und für die Landwirtschaft geleistet habe, ist in seinen Augen „aller Ehren wert“. Provokante Fragen zeigten ihr landwirtschaftliches Fachwissen auf. Ebenso viel für das Image der Landwirte habe Marlene Egger mit ihrem Betrieb getan. Alle zwei Jahre habe sie das schwäbische Chöretreffen organisiert und sei selbst begeistert im Bäuerinnenchor dabei.

Neue Kreisbäuerin: Werte an nächte Generation weitergeben

Die neue Kreisbäuerin Irmgard Maier empfindet das Ehrenamt nicht als unbezahlte Arbeit, sondern vielmehr als unbezahlbar. Die Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner seien unermüdlich für die Belange der Landwirtschaft im Bauernverband aktiv. Wer sich engagiere, trage die christlich-abendländischen Werte weiter in die nächste Generation. Hoch sei der Zeitaufwand, diese Werte gegen Neid und Missgunst zu repräsentieren. Menschen seien eben keine Einzelgänger und auf Gemeinschaft ausgerichtet. Der bäuerliche Berufsstand erlebe einen enormen Wandel. Bei all dem wolle sie „optimistisch unsere Zukunft gestalten“. „Wenn die Bauern so selten wie Diamanten werden, steigt ihr Wert gewaltig“, ist sich Irmgard Maier sicher.