Corona-Hotspot Memmingen

Memmingen überschreitet Corona-Signalwert: Diese Regeln gelten jetzt

Die Stadt Memmingen hat eine Corona-Verfügung erlassen, da die 7-Tage-Inzidenz den Signalwert überschritten hat.

Die Stadt Memmingen hat eine Corona-Verfügung erlassen, da die 7-Tage-Inzidenz den Signalwert überschritten hat.

Bild: Stadt Memmingen

Die Stadt Memmingen hat eine Corona-Verfügung erlassen, da die 7-Tage-Inzidenz den Signalwert überschritten hat.

Bild: Stadt Memmingen

Weil Memmingen den Signalwert überschritten hat, gelten nun bestimmte Regeln. Das betrifft vor allem Schulen und Veranstaltungen.
10.10.2020 | Stand: 13:16 Uhr

Update vom 10. Oktober:

Inzwischen hat die Stadt Memmingen auch den Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen überschritten. Folgende Regeln bleiben in Kraft.

„Da wir den Signalwert überschritten haben, müssen wir mit besonderen Regelungen reagieren“, sagte Oberbürgermeister Manfred Schilder am Dienstag: „Ich appelliere an die Bürgerschaft, sich an die Regelungen zu halten. Wir werden nur gemeinsam in der Lage sein, diese Pandemie zu bewältigen.“

Memmingen überschreitet Corona-Signalwert: Maskenpflicht an Schulen

Die erlassene Allgemeinverfügung schreibt im Einzelnen vor, dass Veranstaltungen in geschlossenen Räumen – wie zum Beispiel Hochzeiten, Trauerfeiern, Geburtstage, Vereins- oder Parteisitzungen – auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt sind. Dies gilt allerdings nicht für Gottesdienste, Sportveranstaltungen, Freizeiteinrichtungen oder Kulturstätten, da hier die Einhaltung von Abständen durch Hygienekonzepte geregelt ist. Zudem empfiehlt die Stadt dringend, in privaten Räumen keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Personen durchzuführen.

Im schulischen Bereich gelten die Regelungen der Stufe zwei des Drei-Stufenplans des Kultusministeriums. Entsprechend müssen auf den Arealen von weiterführenden und berufsbildenden Schulen Masken getragen werden – und zwar auch während des Unterrichts. In allen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet ist das Personal ebenfalls zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung stellen Ordnungswidrigkeiten dar.

Memmingen hat den Warnwert schon einmal überschritten

Anfang September hatte Memmingen zum ersten Mal den Signal- beziehungsweise Frühwarnwert von 35 überschritten. Am letzten Tag der Sommerferien stieg diese Zahl sogar über den sogenannten Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Da die Infektionen damals klar auf die Gruppe der Reiserückkehrer aus Risikogebieten begrenzt waren, wurden in einer Allgemeinverfügung die Quarantäne- und Testvorschriften für diesen konkreten Personenkreis verschärft. Das Infektionsgeschehen beruhigte sich innerhalb von zwei Wochen. Im Zusammenhang mit den Warnwerten betont OB Schilder, dass Memmingen mit seinen etwa 44 000 Einwohnern im Vergleich zu einwohnerstarken Landkreisen nur einen kleinen Spielraum zwischen dem statistisch vorgegebenen Signalwert von 35 und dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern hat. Der Signalwert ist in Memmingen bereits bei 16 Fällen erreicht, der Schwellenwert bei 21.