Gebäude in Memmingen und Bad Wörishofen werden überwacht

Bombendrohung gegen Impfzentren im Unterallgäu - Polizei: "Keine Gefahr"

Memmingen - Impfzentrum in der alten Realschule an der Buxacher Straße - Bombendrohung - Polizei sperrt Gebäude ab und durchsucht - Corona COvid 19 - Impfen

Memmingen - Impfzentrum in der alten Realschule an der Buxacher Straße - Bombendrohung - Polizei sperrt Gebäude ab und durchsucht - Corona COvid 19 - Impfen

Bild: Ralf Lienert

Memmingen - Impfzentrum in der alten Realschule an der Buxacher Straße - Bombendrohung - Polizei sperrt Gebäude ab und durchsucht - Corona COvid 19 - Impfen

Bild: Ralf Lienert

Großeinsatz in Memmingen und Bad Wörishofen am Freitag: Gegen zwei Impfzentren im Unterallgäu ist eine Bombendrohung eingegangen. Die Ereignisse im Überblick.
08.05.2021 | Stand: 16:54 Uhr

Gegen die Impfzentren im Unterallgäu ging am Freitagabend eine Bombendrohung ein. Was bekannt ist (Stand 22 Uhr):

  • Eine männlich klingende Computer-Stimme rief am Freitag gegen 19 Uhr bei der Hotline der Impfzentren Unterallgäu an.
  • Aufgrund der Bombendrohung wurden die beide Impfzentren im Unterallgäu geräumt - in Memmingen und in Bad Wörishofen.
  • Sprengstoffhunde durchsuchten die beiden Gebäude.
  • "Keine Gefahr": Die Polizei gab gegen 21.45 Uhr Entwarnung

Die Polizei Schwaben Süd/West bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion am Abend die Bombendrohung, die gegen die beiden Impfzentren vorlag. Über die Hotline der Impfzentren im Unterallgäu sei am Freitagabend ein Anruf gekommen. Eine unbekannte Person habe mit männlicher, verzerrter Stimme gedroht, dass sie "mit einem explosiven Gegenstand auf dem Weg zum Impfenzentrum" sei. Unklar war, ob die Person dabei das Impfzentrum in Memmingen oder das in Bad Wörishofen meinte.

++ Update, Samstag, 8. Mai, 7 Uhr: Polizei ermittelt weiter - was droht dem Täter?

Auch am Samstagmorgen gibt es noch keine Hinweise, wer der Anrufer war. Die Polizei ermittelt weiter in alle Richtungen. Wenn der Anrufer identifiziert werde, würde ihm eine Anklage nach Paragraph 126 StGB drohen - "Störung des öffenlichen Friedens durch Androhen einer Straftat". Dafür gibt es eine Geldstrafe oder es droht eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. (Details dazu lesen Sie hier.)

Wegen der Bombendrohung kam der Impf-Prozess an diesem Abend zum Stocken. Die Polizei berichtet dazu am Samstag: Ein Großteil der Impfdosen konnte dank einer schnellen Reorganisation der Verantwortlichen noch vor Ort an die Patienten verabreicht werden. Patienten, die am Abend einen Termin hatten, wurde online bereits ein neuer Termin für Anfang der kommenden Woche angeboten.

++ Update 22.10 Uhr: Bislang keine Hinweise auf Anrufer

Lesen Sie auch
##alternative##
Treuen in Sachsen

Molotowcocktails geworfen: Brandanschlag auf Impfzentrum in Sachsen

Wer hinter dem Droh-Anruf steckt, ist derzeit noch nicht bekannt. Ein Polizeisprecher sagte gegenüber unserer Redaktion, dass es bislang "keine Hinweise" zum Anrufer gebe.

Die beiden Gebäude in Memmingen und Bad Wörishofen werden in der Nacht zur Sicherheit von der Polizei überwacht.

++ Update 21.50 Uhr: Polizeisprecher "Derzeit besteht keine Gefahr"

Die Polizei zieht die Einsatzkräfte vor Ort in Bad Wörishofen und Memmingen langsam ab. "Derzeit besteht nach unseren Informationen keine Gefahr“, sagte Polizeisprecher Holger Stabik gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Er geht davon aus, dass der Einsatz gegen 22 Uhr beendet sein wird.

Nach Einschätzung des Polizeisprechers Stabik handelt es sich um den ersten Einsatz in dieser Form in einem Impfzentrum in Schwaben. Bislang habe es nur kleinere Vorfälle, wie etwa Sachbeschädigungen, gegeben.

++ Update 21.10 Uhr: Erste Entwarnung in Memmingen und Bad Wörishofen

Wie die Polizei unserem Reporter vor Ort mitteilt, wurden beide Gebäude mit einem Sprengstoffhund durchsucht. In beiden Impfzentren wurde bislang nichts gefunden (Stand 21 Uhr).

Ein Polizeisprecher sagte uns: "Wir nehmen die Drohung nicht weiter ernst. Beide Objekte werden aber weiter bewacht. Die Kripo ermittelt." Der Anruf soll nun zurückverfolgt werden.

Bilderstrecke

Bombendrohung gegen das Impfzentrum Memmingen

++ Update 21.00 Uhr: Insgesamt 85 Personen evakuiert

Als der Bombenalarm einging, waren im Impfzentrum Memmingen rund 35 Personen - Mitarbeiter und Impfwillige. In Bad Wörishofen befanden sich etwa 50 Personen.

++ Update 20.45 Uhr: Bad Wörishofen: Geplante Impfungen finden in Rettungswagen statt

27 Menschen, die sich im Impfzentrum Bad Wörishofen impfen lassen wollten, als die Bombendrohung einging, warten derzeit vor dem Gelände. „Das Rote Kreuz bringt jetzt einen Rettungswagen, dort werden wir die Impflinge impfen“, sagt Koordinator Kaplan. „So müssen wir keinen Impfstoff wegwerfen.“ Das Impfzentrum Bad Wörishofen ist normalerweise bis 22 Uhr geöffnet.

++ Update 20.35 Uhr: Impfzentrum in Memmingen und Bad Wörishofen evakuiert

Die Polizei bestätigt die Bombendrohung gegenüber unserer Redaktion. Beide Unterallgäuer Impfzentren wurden evakuiert. Das Impfzentrum Memmingen in der Buxacher Straße in der Alten Realschule ist weiträumig abgesperrt. Ebenso das Impfzentrum in Bad Wörishofen. Dort sind Teile der Rudolf-Diesel-Straße abgesperrt, ebenso der Kreisverkehr an der Thermenallee (Zufahrt zur Therme Bad Wörishofen).

Auch das Impfzentrum in Bad Wörishofen wurde evakuiert.
Auch das Impfzentrum in Bad Wörishofen wurde evakuiert.
Bild: Markus Heinrich

Beide Impfzentren sind über die gleiche Hotline erreichbar. „Am Telefon war eine Art Computerstimme zu hören“, sagt Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinator im Unterallgäu, gegenüber der Augsburger Allgemeinen. Man habe in beiden Impfzentren laufende Impfvorgänge sofort unterbrochen und die Menschen aus den Gebäuden gebracht.

„Die Polizei sucht auch mit Hunden nach Sprengstoff“, sagte Kaplan. „Ich hoffe wirklich, dass sie nichts finden und dass das nur eine Drohung war“, so Mediziner weiter.

++ Erstmeldung: Bombendrohung gegen Impzentren im Unterallgäu

Nach ersten Informationen liegt gegen die Unterallgäuer Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen eine Bombendrohung vor (Stand 20.20 Uhr).

Weitere Informationen folgen.

Lesen Sie auch: