Integration

Memmingen erstellt Integrationskonzept: Jetzt sind Bürger am Zug

Das alljährliche Fest der Kulturen trägt bereits seit vielen Jahren in Memmingen dazu bei, dass sich Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte näher kommen.

Das alljährliche Fest der Kulturen trägt bereits seit vielen Jahren in Memmingen dazu bei, dass sich Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte näher kommen.

Bild: Uwe Hirt (Archivbild)

Das alljährliche Fest der Kulturen trägt bereits seit vielen Jahren in Memmingen dazu bei, dass sich Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte näher kommen.

Bild: Uwe Hirt (Archivbild)

Die Stadt Memmingen will das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund fördern. Dazu hat die Kommune jetzt eine Bürgerbefragung gestartet.
16.08.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Etwa 40-Prozent aller Memmingerinnen und Memminger haben eine Migrationsgeschichte. Das heißt, sie sind selbst oder ihre Eltern in einem anderen Land geboren. Mittlerweile sind nach Angaben der Verwaltung etwa 120 Nationen in Memmingen vertreten. Um das Zusammenleben in der Stadt zu fördern und auf Herausforderungen adäquat reagieren zu können, erstellt Memmingen ein kommunales Integrationskonzept. Darin sollen die gesellschaftspolitischen Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden (wir berichteten). Jetzt hat die Stadt eine Bürgerbefragung im Zusammenhang mit dem Integrationskonzept gestartet. Sie läuft bis 4. September.

Fragenkatalog online ausfüllen

Auf der Homepage der Stadt oder unter dem Kurzlink https://t1p.de/wp5po finden alle Interessierten eine fünf- bis zehnminütige Umfrage. Zudem werden Personen nach dem Zufallsprinzip schriftlich eingeladen. „Memmingen zeichnet sich durch eine Vielzahl engagierter Bürgerinnen und Bürger aus, ohne die Integration gar nicht gelingen könnte. Zu einem guten Integrationskonzept müssen alle ihre Erfahrungen beitragen“, sagt Oberbürgermeister Manfred Schilder und appelliert: „Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen – es geht um ein sehr wichtiges Gesellschaftsthema, das jeden von uns bereits heute betrifft und für das wir einen breiten Konsens in unserer Stadt brauchen.“

Konkrete Maßnahmen sind das Ziel

Die Kernergebnisse aus Bürgerbefragung und bereits abgeschlossener Befragung verschiedener Akteure werden auf einer Auftaktkonferenz im September vorgestellt und in eine daran anschließende Workshopphase überführt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und Akteure aus dem Bereich Integration sollen dann gemeinsam Empfehlungen für die künftige Integrationsarbeit erarbeiten. Gebündelt werden die Ergebnisse schließlich im angestrebten Integrationskonzept, das auch einen konkreten Maßnahmenkatalog umfassen wird. Das Konzept ist dabei nicht nur als Handreichung für die Verwaltung, sondern für alle im Integrationsprozess Aktiven gedacht.

Weiterer Baustein für ein besseres Miteinander

Begleitet wird die Aufstellung des Memminger Integrationskonzepts vom Ibis Institut in Duisburg. „Das Integrationskonzept ist ein weiterer Baustein in den Bemühungen der Stadt Memmingen, die mit der Migration einhergehenden Herausforderungen strukturiert anzugehen, gute Lösungen zu entwickeln und in den kommenden Jahren auch umzusetzen“, unterstreicht Jörg Haldenmayr, Referatsleiter Familie, Jugend und Soziales.

Bereits abgeschlossene Teile der laufenden Erhebungsphase für das Gesamtkonzept sind laut Stadtverwaltung verschiedene Experteninterviews und eine Befragung von Personen vor Ort, die sich mit dem Thema Integration seit längerem befassen.

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