Nach Kreuzworträtsel-Gewinnspiel

Rentnerin aus Memmingen fällt auf falsches Gewinnversprechen herein - Über 150 Fälle im Jahr 2021

Nachdem sie ihre Kontaktdaten bei einem Kreuzworträtsel-Gewinnspiel angegeben hatte, erhielt eine Seniorin aus Memmingen Anrufe von Betrügern.

Nachdem sie ihre Kontaktdaten bei einem Kreuzworträtsel-Gewinnspiel angegeben hatte, erhielt eine Seniorin aus Memmingen Anrufe von Betrügern.

Bild: Karolin Krämer, dpa (Symbolbild)

Nachdem sie ihre Kontaktdaten bei einem Kreuzworträtsel-Gewinnspiel angegeben hatte, erhielt eine Seniorin aus Memmingen Anrufe von Betrügern.

Bild: Karolin Krämer, dpa (Symbolbild)

Mit einem falschen Gewinnversprechen brachten Betrüger eine Seniorin aus Memmingen dazu, ihnen mehrere tausend Euro zu überweisen. Was die Polizei rät.
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Von Allgäuer Zeitung
12.01.2022 | Stand: 11:18 Uhr

Eine 83-Jährige aus Memmingen hat bereits Ende Oktober 2021 nach dem Lösen eines Kreuzworträtsels das Lösungswort für ein Gewinnspiel und ihre Adressdaten telefonisch an die angegebene Hotline durchgegeben. Wie die Polizei jetzt berichtet, erhielt sie danach mehrere Anrufe, bei denen ihr neben dem Abschluss eines Zeitungsabonnements auch ein Gewinn von 140.000 Euro versprochen wurde.

Zur Sicherung des Gelbbetrages sollte sie fast 4000 Euro auf ein ausländisches Konto in Uganda überweisen, Gutscheinkarten im Wert von 200 Euro kaufen und die entsprechenden Gutschein-Codes per Telefon übermitteln. Nachdem die Rentnerin fast 2000 Euro überwiesen hatte, meldete sich ein angeblicher Notar, der die Frau dazu drängte, den restlichen Betrag unverzüglich nachzuzahlen. Ansonsten würde ihr Anspruch auf Gewinn verfallen, sagte er.

Die 83-Jährige ging noch am selben Tag zur Bank, um den Restbetrag zu überweisen. Dabei vertraute sie sich einer Bankmitarbeiterin an. Diese reagierte geistesgegenwärtig und veranlasste die Verständigung von Angehörigen und der Polizei.

Falsche Gewinnversprechen: So gehen die Täter vor

Laut Polizei ist das Versprechen angeblich hoher Gewinne eine Masche, die Betrüger in den unterschiedlichsten Variaten anwenden. Die Betrüger melden sich meist per Telefon oder per E-Mail und behaupten, ihre Opfer hätten bei einem Gewinnspiel eine hohe Geldsumme oder einen hochwertigen Sachpreis gewonnen. Allerdings könne der Gewinn nur nach Zahlung einer "Bearbeitungsgebühr" übergeben werden.

Die Täter geben klare Zahlungsanweisungen: Sie schicken ihre Opfer beispielsweise zur Post, um die angeblich hohen Kosten zu begleichen - zum Beispiel per Bargeldtransfer, wie im geschilderten Fall. Die geforderte Summe sind meist mehrere hundert bis über tausend Euro. Empfänger sind in vielen Fällen Menschen im Ausland.

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Auch werden Opfer dazu aufgefordert, Prepaid-Karten für Online-Käufe zu besorgen, so die Polizei. Solche Karten gibt es als Gutscheine an Tankstellen oder im Einzelhandel. Mit den Guthabenkarten erhalten die Betrüger einen individuellen Gutschein-Code, mit dem sie im Internet einkaufen können. Deshalb bitten sie die Opfer um diese Nummer.

Betrüger erbeuteten 2021 im Dienstbereich der Polizei Schwaben Süd/West fast 70.000 Euro

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West registrierte im Jahr 2021 über 150 Fälle mit dieser Betrugsmasche. In 94 Fällen erbeuteten sie insgesamt fast 70.000 Euro.

Unter Verwendung von vielfältigen perfiden Betrugsmaschen gelang es Anrufbetrügern im Jahr 2021 mehr als 340.000 Euro zu erbeuten.

Was die Polizei in solchen Fällen rät

  • Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben.
  • Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten, zahlen Sie keine Gebühren.
  • Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.
  • Erkundigen Sie sich im Zweifel bei der Polizei.

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