Naturschutz

Wieso es in Memmingen bald noch mehr summt

MM Summsumm

Auf rund 500 Quadratmetern haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei den Boden entlang der Stadtmauer bei der Stadthalle für neue Blühflächen vorbereitet. In den kommenden Wochen werden dort in mehreren Parzellen verschiedene Saatgutmischungen ausgesät.

Bild: Alexandra Wehr/Stadt Memmingen

Auf rund 500 Quadratmetern haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei den Boden entlang der Stadtmauer bei der Stadthalle für neue Blühflächen vorbereitet. In den kommenden Wochen werden dort in mehreren Parzellen verschiedene Saatgutmischungen ausgesät.

Bild: Alexandra Wehr/Stadt Memmingen

Eine neue Blumenwiese bei der Stadthalle Memmingen soll Insekten mehr Nahrung bieten. Die Stadt lädt Bürger zur Abstimmung über die angepflanzten Parzellen ein.
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Von Memminger Zeitung
02.05.2021 | Stand: 15:29 Uhr

Wer in den vergangenen Tagen in der Grimmelschanze unterwegs war, konnte Mitarbeiter der Stadtgärtnerei beim Vorbereiten einer großen neuen Blühfläche beobachten. In der Nähe der Stadthalle wurde entlang der Stadtmauer auf einer rund 500 Quadratmeter großen Fläche die Humusschicht abgetragen, die Erde gefräst und Sand eingearbeitet, um die Fläche für die Aussaat in den nächsten Wochen vorzubereiten.

Mit dem Projekt nimmt das Garten- und Friedhofsamt an dem bundesweiten Pflanzwettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ der Initiative „Deutschland summt“ teil. „Ich freue mich sehr über das Engagement unserer Stadtgärtnerei“, betont Dritter Bürgermeister Dr. Hans-Martin Steiger. „Die Wildbienen brauchen gerade in der Stadt dringend ein breites und vielfältiges Nahrungs- und Nistangebot – und wir Menschen haben Freude an den Blüten.“

Memminger Insekten-Projekt wird dokumentiert

In elf Parzellen werden verschiedene Saatgutmischungen für ein- und mehrjährige Blumenwiesen mit hoher Biodiversität ausgesät. Es ist auch geplant, dass die Memminger im Sommer, wenn die Blüten in voller Pracht stehen, abstimmen können, welche Parzelle ihnen am besten gefällt. Die Teilnahme an „Wir tun was für Bienen!“ wird im Gartenamt von der Auszubildenden Emma Schöneberger im Rahmen ihres Praxisprojekts im dritten Ausbildungsjahr als Gärtnerin im Zierpflanzenbau koordiniert. Sie wird die floristische Optik der Wiesenfläche und deren Nutzung durch Insekten beobachten und erfassen.

Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ in Memmingen

Ein größeres Nahrungsangebot für Insekten zu schaffen, ist ein dringendes Gebot. Mittlerweile sind mehr als die Hälfte der über 550 heimischen Wildbienen-Arten in ihrem Bestand bedroht. Die Ursachen für den Rückgang und die Gefährdung der Insekten liegen in der Zerstörung ihres Lebensraums oder in der Verminderung des Nahrungsangebots. Daher sollen im Stadtgebiet weitere mehrjährige Blumenwiesen entstehen, etwa auf rund 400 Quadratmetern in der Augsburger Straße. Schon in den vergangenen Jahren wurden auf etwa 1.500 Quadratmetern vielfältige Staudenmischpflanzungen im Stadtgebiet angelegt, die ein breites Angebot für Biene, Hummel & Co. an Nahrungspflanzen bereithalten.

Am Wettbewerb „Wir tun was für Bienen!“ kann jeder teilnehmen, heißt es aus dem Rathaus. Alle Möglichkeiten sollten genutzt werden, um Gärten, Terrassen und Balkone insektenfreundlich zu gestalten. Wildbienen sind auf viele verstreute Blühflächen angewiesen, da ihr Flugradius sehr begrenzt ist.

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