Corona

Memmingen setzt auf Technik beim Kampt gegen das Virus

MM Luftungsgeräte

Freuen sich über die neuen Luftreinigungsgeräte für Schulen und Kitas in Memmingen (von links): Oberbürgermeister Manfred Schilder, Tina Acham, Schulleiterin der Bismarckschule, Nicola Lang, Konrektorin der Elsbethenschule und Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen.

Bild: Alexandra Wehr/Stadt Memmingen

Freuen sich über die neuen Luftreinigungsgeräte für Schulen und Kitas in Memmingen (von links): Oberbürgermeister Manfred Schilder, Tina Acham, Schulleiterin der Bismarckschule, Nicola Lang, Konrektorin der Elsbethenschule und Bernhard Hölzle, Leiter des Amts für Kindertageseinrichtungen.

Bild: Alexandra Wehr/Stadt Memmingen

Stadt Memmingen rüstet Schulen und Kitas mit 330 Luftreinigungsgeräten aus. Kosten liegen bei 120 000 Euro. In welchen Klassen die Geräte zum Einsatz kommen.
23.07.2021 | Stand: 11:47 Uhr

Um die Ausstattung der Memminger Schulen und Kindertageseinrichtungen in der Corona-Pandemie zu optimieren, hat die Stadt Memmingen in den vergangenen Wochen 250 mobile Luftreinigungsgeräte für Schulen und 80 Geräte für Kitas angeschafft. Etwa 120 000 Euro wurden in die Luftreiniger investiert.

„In der Zeit der Pandemie wurde den Kindern viel zugemutet“, betonte Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der Übergabe der Geräte vor der Bismarck- und der Elsbethenschule. „Die Schule ist für sie Lern- und Lebensraum. Mit dem Kauf der Luftreinigungsgeräte leisten wir jetzt unseren Beitrag, dass im Herbst Präsenzunterricht stattfinden kann.“

Welche Schutzmaßnamen noch ergriffen werden

„Wir freuen uns sehr über die Luftreiniger, wenn sie dazu beitragen, dass wir die Schulen offenlassen können“, erklärte Tina Acham, Schulleiterin der Bismarckschule. Gemeinsam mit Nicola Lang, Konrektorin der Elsbethenschule, nahm sie die Geräte für beide Schulen in Empfang. Die neuen Luftreiniger sollen die im Frühjahr angeschafften CO2-Ampeln ergänzen. Mit dem Einsatz der technischen Geräte, kombiniert mit regelmäßigem Stoßlüften, soll die Konzentration der Aerosole verringert und die Verbreitung des Virus in Innenräumen eingedämmt werden. Die neuen Geräte dienen als Ergänzung der bisherigen Maßnahmen wie Abstand, Masken und Tests.

Im Frühjahr war man einer flächendeckenden Anschaffung von Luftreinigungsgeräten noch zurückhaltend gegenübergestanden. Im Mai hatte Memmingen jedoch extrem viele Neuinfektionen zu verzeichnen und war einige Tage bundesweit am stärksten betroffen. Dazu kommt, dass Kinder unter zwölf Jahren noch nicht durch eine Impfung geschützt werden können. Die bayerische Staatsregierung rät dringend zur Ausstattung der Schulen mit Luftfiltern. Der Freistaat hat entsprechend eine neue Förderrichtlinie herausgegeben. „Wir wissen nicht, wie sich die Coronalage im Herbst entwickeln wird. Aber was wir jetzt tun können, das packen wir an, um den Kindern und Jugendlichen nach den Sommerferien einen geregelten Schulalltag zu ermöglichen“, betonte Schilder.

Freistaat schießt Geld zu

Die Stadt setzt auf die Förderzusage durch den Freistaat in Höhe von 50 Prozent der Investitionskosten. Auch haben Unternehmen aus Memmingen eine Unterstützung angekündigt. Durch den Freistaat werden Luftreinigungsgeräte für Kindertageseinrichtungen und für Klassenräume der Jahrgangsstufen eins bis sechs gefördert. In Memmingen werden die meisten der mobilen Luftreinigungsgeräte in den Räumen der Klassenstufen eins bis sechs installiert. Einige Geräte sind für schwer lüftbare Räume der höheren Klassenstufen vorgesehen. Die Stadt Memmingen ist Sachaufwandsträger für 16 Schulen. Mit der Anschaffung der Luftreinigungsgeräte ist laut Stadtverwaltung auch ein Stadtratsantrag des CRB vom Juni zum Einbau von derartigen Geräten in Kindertageseinrichtungen erledigt.

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