Bibelwochen

Bibelwochen Memmingen: Kraft schöpfen und Begegnung schaffen

Die angehende Gemeindereferentin Maria Hartmann vor der Maria Himmelfahrt Kirche in Memmingen.

Die angehende Gemeindereferentin Maria Hartmann vor der Kirche Maria Himmelfahrt in Memmingen.

Bild: Theresa Osterried

Die angehende Gemeindereferentin Maria Hartmann vor der Kirche Maria Himmelfahrt in Memmingen.

Bild: Theresa Osterried

Maria Hartmann organisiert trotz Corona die Veranstaltungen rund um das Wort Gottes. Was ihr die Aktionen bedeuten und warum sie Gemeindereferentin werden möchte
21.05.2021 | Stand: 12:06 Uhr

Wenn Maria Hartmann davon spricht, was die Bibel für sie und ihren Glauben bedeutet, hört man die Begeisterung in ihrer Stimme. „Die Bibel kann so vielfältig sein, obwohl sie so alt ist. Es gibt viele Sätze, aus denen ich Kraft schöpfe, weil ich weiß, vor 2000 Jahren gab es jemanden, der hatte genau das gleiche Problem wie ich“, sagt sie mit einem Lachen.

Bibelwochen in Memmingen: Vom 23. Mai bis zum 13. Juni gibt es viele Aktionen

Die Bibel wieder mehr ins Zentrum rücken und trotz Corona eine Aktion ins Leben rufen, welche die ältere und die jüngere Generation zusammenbringen soll – das möchten Maria Hartmann und Maria Weiland erreichen. Sie organisieren zusammen die Bibelwochen in Memmingen. Vom 23. Mai bis zum 13. Juni bietet die katholische Kirche diverse Aktionen für Jung und Alt an. Darunter Wanderungen rund um Memmingen, einen Bibelgarten und verschiedene Online-Veranstaltungen, die zum Austausch über Bibeltexte einladen.

Maria Hartmann hofft auf Interesse auch von Nicht-Kirchengängern

„In Zeiten der Pandemie wollten wir trotzdem eine Veranstaltung ins Leben rufen“, sagt die 28-Jährige: „Wir hoffen, nicht nur diejenigen zu erreichen, die sonntags in die Kirche gehen. Vielleicht weckt das Programm auch bei dem ein oder anderen Nicht-Kirchengänger Interesse.“

Die Gemeindeassistentin war schon immer gerne in der Kirche aktiv

Maria Hartmann arbeitet seit 2019 als Gemeinde-Assistentin in Memmingen. Die gebürtige Altusriederin machte nach ihrem Abschluss an der Mittelschule eine Ausbildung zur Konditorin. Das habe ihr aber nicht gefallen. „Ich war damals schon viel in der kirchlichen Jugendarbeit aktiv und dann hat man mir vorgeschlagen, ich solle doch Gemeindereferentin werden“, erzählt sie: „Die Idee hat mir gefallen.“ Daraufhin studierte sie in Freiburg Pastoral- und Religionspädagogik und kommt für ihre Gemeindeassistenten-Zeit (vergleichbar mit einem Referendariat) nach Memmingen.

Katholische Gemeindereferentin: Was ist das?

Doch was macht eine Gemeinde-Referentin überhaupt? „ Das ist eine sehr vielseitige Arbeit“, sagt Maria Hartmann. Sie bereite auf die Sakramente vor, sei im Ministrantenbereich, in der Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit tätig. „Das Wichtigste ist der Kontakt mit den Menschen. Die Arbeit lebt von der Begegnung.“ Umso härter treffe sie nun die Corona-Pandemie. Natürlich sei sie weiterhin Ansprechpartnerin und beispielsweise online erreichbar, doch mit bestimmte Personen, wie Senioren, sei es nun schwerer, in den Dialog zu treten.

Corona: Die Veranstaltungen sind pandemiekonform geplant

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Gerade deswegen freut sich die angehende Gemeindereferentin auf die Bibelwochen, in dessen Zentrum das Motto „In Bewegung – In Begegnung“ steht. Inhaltlich richten sich die Bibelwochen vor allem nach dem Lukasevangelium. Die Idee dafür hätten sie aus einem Buch zur ökomenischen Bibelwoche übernommen, da das Thema sehr ansprechend geklungen habe. „Wir haben die Veranstaltungen auf jeden Fall so gestaltet, dass man sie auch in Corona-Zeiten durchführen kann.“

Hartmann: "Die Bibel gibt viel Kraft und Trost"

Maria Hartmann blickt positiv auf die anstehenden Angebote. „Gerade in dieser Zeit kann man so viel Kraft und Trost aus der Bibel ziehen.“ Ihr Lieblingszitat? Sie überlegt. „Da habe ich eigentlich keines.“ Jetzt wo der Frühling kommt und die Natur zu blühen beginnt, fällt ihr dann doch ein passendes Bibelzitat ein: „Wie staunenswert sind deine Werke.“

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