Neue Attraktion in Memmingen

Memmingen: Startschuss für neue Beach-Anlage gefallen

TV Memmingen

Noch wächst Moos auf der Tartanbahn. Doch der erste Sand für die neue Beach-Anlage am Claußweg ist bereits da. Unser Bild zeigt beim offiziellen Spatenstich (von links): Elias Haug (Vorstand TV Memmingen), Anna Wölfle (Vorstand TVM), Christopher Budras (Geschäftsführer TVM), Mark Lempenauer (Vorstand TVM), Otto Birk (Bauunternehmen Otto Birk), Max Halder (Vorsitzender TVM), Karl Albrecht (Schulleiter FOS/BOS), Michael Fuchs (Sportfachbetreuer FOS/BOS) und Stephan Ruther (Mitarbeiter der Schulleitung der Johann-Bierwirth-Schule).

Bild: Dunja Schütterle

Noch wächst Moos auf der Tartanbahn. Doch der erste Sand für die neue Beach-Anlage am Claußweg ist bereits da. Unser Bild zeigt beim offiziellen Spatenstich (von links): Elias Haug (Vorstand TV Memmingen), Anna Wölfle (Vorstand TVM), Christopher Budras (Geschäftsführer TVM), Mark Lempenauer (Vorstand TVM), Otto Birk (Bauunternehmen Otto Birk), Max Halder (Vorsitzender TVM), Karl Albrecht (Schulleiter FOS/BOS), Michael Fuchs (Sportfachbetreuer FOS/BOS) und Stephan Ruther (Mitarbeiter der Schulleitung der Johann-Bierwirth-Schule).

Bild: Dunja Schütterle

Der TV Memmingen erweitert sein Angebot. Dabei kooperiert der Verein mit den ansässigen Schulen. Was sich die Verantwortlichen von dem Projekt versprechen.
29.11.2021 | Stand: 20:14 Uhr

Mit dem offiziellen Spatenstich kommt Bewegung in ein Projekt, das seit 2013 immer wieder auf der Agenda des Turnvereins Memmingen (TVM) steht: Der Bau einer multifunktionalen Beach-Anlage für Sandsportarten am Claußweg. Der Platz befindet sich zwischen der Sportstätte der Johann-Bierwirth-Schule (JBS) und der staatlichen Fach- und Berufsoberschule. Der größte Sportverein der Region mit über 3000 Mitgliedern nimmt dabei selbst Geld in die Hand, um Memmingen mit einer weiteren Outdoor-Sportstätte zu bereichern.

Vonseiten der Stadt gab es in der Vergangenheit keine Zuschüsse für die Umsetzung der Anlage. „Wir rechnen mit rund 75.000 Euro an Kosten“, sagte TVM-Vorsitzender Max Halder dazu, der trotz der Corona-Krise mit schwindenden Mitgliederzahlen und den kurzfristigen Änderungen für den Sportbetrieb mit dem Bauprojekt einen Hoffnungsschimmer hegt. Mit dem neuen Angebot, das der TVM dann seinen Mitgliedern anbieten kann, sieht Halder optimistisch in die Zukunft: „Wenn alles gut läuft, dann wird bei den ersten warmen Temperaturen im Frühjahr die Beach-Saison eröffnet“.

455 Tonnen Sand für Anlage in Memminngen notwendig

Bevor auf der Anlage aber beim Volleyball gebaggert werden kann, müssen erst einmal die Bagger zum Bau anrollen. Bauleiter Otto Birk, der selbst sportlich aktiv ist, kümmert sich um die Realisierung des Projekts. „Wir rechnen jetzt mal grob mit 455 Tonnen Sand. Das sind rund 50 Lkw-Ladungen voll. 40 Zentimeter hoch wird der Sand dann aufgeschüttet“, wie es der Experte für Bauprojekte zusammenfasste. Die richtige Wahl des Sandes ist ein zentrales Kriterium für den Beachplatz und stellt den größten Posten der Kalkulation dar. Nicht nur die richtige Körnung und das Mischungsverhältnis des Materials spielen eine Rolle, auch die Wasserdurchlässigkeit und die Farbe für die Oberflächentemperatur sind wichtige Faktoren, die eine Beachsportanlage als sportlich hochwertig qualifizieren.

„Unser Sand heißt Monte Kaolino, den wir von einem spezialisieren Anbieter aus Franken bestellen werden. Diesen Untergrund empfiehlt auch der Bayerische Volleyball-Verband“, betonte TVM-Geschäftsführer Christopher Budras hierzu. Die rund 40 mal 22 Meter große Anlage wird aber künftig nicht nur die Volleyballabteilung des Vereins nutzen. „Da die Sportanlage in den 1980er-Jahren mit dem Schulzentrum gebaut wurde, soll diese auch weiterhin für die Johann-Bierwirth-Schule und die staatliche FOS/BOS für den allgemeinen Schulsport zur Verfügung stehen“, wie TVM-Vorsitzender Halder betonte.

Lesen Sie auch
##alternative##
Berufsschulen, FOS und BOS

So läuft der Ausbau des Beruflichen Schulzentrums Kempten

TV Memmingen kümmert sich um Pflege der Beach-Anlage

„Wir freuen uns, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern dann ein modernes Angebot in unserem Schulsport machen können“, konstatierte der Schulleiter der FOS/BOS, Karl Albrecht. Dem pflichtete Stephan Ruther von der JBS bei, der weiter anfügte: „Für unsere Schule wird diese Kooperation mit der Beach-Anlage zu einer Win-win-Situation.“ Um die Pflege der umzäunten Anlage kümmert sich der TV Memmingen, dafür bleibt diese für 25 Jahre vonseiten der Stadt, die als Sachaufwandsträger das Schulterrain verwaltet, pachtfrei.

Gleich neben der Anlage, auf der das neue Projekt umgesetzt werden soll, befindet sich eine weitere Tartanbahn. Überzogen mit einer grünen Moosschicht schläft auch sie seit Jahren ihren Dornröschen-Schlaf. Wie lange und ob diese wieder für den Sport geweckt wird, steht noch in den Sternen.