Kritik an Corona-Maßnahmen

Memminger gehen für „Kunst und Kultur“ auf die Straße

Etwa 50 Menschen nahmen an einer Kundgebung auf der Memminger Marktplatz teil.

Etwa 50 Menschen nahmen an einer Kundgebung auf der Memminger Marktplatz teil.

Bild: Uwe Hirt

Etwa 50 Menschen nahmen an einer Kundgebung auf der Memminger Marktplatz teil.

Bild: Uwe Hirt

Etwa 50 Teilnehmer haben an einer Demonstration für "Kunst und Kultur" auf dem Memminger Marktplatz teilgenommen. Wieso eine Gewerkschaft die Veranstalter kritisiert.
04.02.2021 | Stand: 14:07 Uhr

Knapp 50 Teilnehmer haben sich am Mittwochabend zu einer Kundgebung für Kunst und Kultur auf dem Memminger Marktplatz getroffen. Die Teilnehmer wollten damit auf die schwierige Lage der Kulturschaffenden aufgrund des Lockdowns aufmerksam machen. Vor einem Mercedes-Oldtimer gab es Redebeiträge und Musik zu hören.

Ursprünglich sei geplant gewesen, unter dem Motto „Feiern muss erlaubt sein“ auf die Straße zu gehen. Da dies jedoch nicht erlaubt wurde, habe man stattdessen die Protestaktion für Kunst und Kultur angemeldet, erklärte einer der Veranstalter auf einer früheren Demo.

Gewerkschaft: Organisatoren sind Querdenker-Umfeld zuzuordnen

Kritik daran äußerte die Ortsgruppe Memmingen der Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger. Die Organisatoren der Demo seien dem Querdenker-Umfeld zuzuordnen – „und fallen damit auf, mit Zahlen und Fakten derart kreativ umzugehen, wie es unsereiner sonst mit Worten und Ideen auf der Bühne tut“, teilt die Ortsgruppe der Gewerkschaft für Kulturschaffende in einer Stellungnahme mit.

Da die ursprüngliche Demo untersagt wurde, „versuchen die gleichen Personen, unter neuem Motto doch noch demonstrieren zu dürfen und missbrauchen dafür uns, die Kunst- und Kulturtreibenden der Region“, heißt es in der Stellungnahme.

Veranstalter sind "keine geeigneten Verbündeten"

Zur Situation der Kulturschaffenden schreibt die Ortsgruppe: „Wir können unserer Berufung nicht nachgehen und viele sind sogar in ihrer sozialen Existenz gefährdet. In einer Demokratie macht dies eine differenzierte Kritik an der Maßnahmenumsetzung notwendig.“ Allerdings müsse Kritik einhergehen mit Herz und Verstand – „und dafür sind diese ,Freiheitsboten‘ keine geeigneten Verbündeten“.

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