Eishockey-Bundesliga

Memminger Indians bezwingen Spitzenreiter

Machten vor dem gegnerischen Gehäuse Druck: Die Spielerinnen des ECDC Memmingen (schwarzes Trikot).

Machten vor dem gegnerischen Gehäuse Druck: Die Spielerinnen des ECDC Memmingen (schwarzes Trikot).

Bild: Alwin Zwibel

Machten vor dem gegnerischen Gehäuse Druck: Die Spielerinnen des ECDC Memmingen (schwarzes Trikot).

Bild: Alwin Zwibel

ECDC-Frauen schlagen Tabellenführer Ingolstadt mit 2:1. Warum die Mannschaft nach dem Spiel erst einmal durchatmen musste.
Machten vor dem gegnerischen Gehäuse Druck: Die Spielerinnen des ECDC Memmingen (schwarzes Trikot).
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
21.02.2021 | Stand: 13:12 Uhr

Im Spitzenspiel der Fraueneishockey-Bundesliga haben die Indians am Samstag Tabellenführer Ingolstadt mit 2:1 nach Verlängerung geschlagen. Nach dem Erfolg gegen die Panther hieß es erst einmal durchatmen. „Ein Spiel auf sehr hohem Niveau, spannend bis zur letzten Sekunde“, erklärte Sergej Wassmiller nach der Partie, der ECDC-Coach Werner Tenschert im Bundesliga-Spitzenspiel an der Bande unterstützte.

Nach dem Führungstreffer der Gäste durch die schwedische Nationalspielerin Solveig Neunzert in der 19. Minute rannten die Indians gut 40 Minuten lang diesem Rückstand hinterher. 18 Sekunden vor der Schlusssirene rettete Kassandra Roache die Maustädterinnen per Nachschuss dann doch noch in die Overtime. Dort behielten die Memmingerinnen einen kühlen Kopf. Kapitänin Daria Gleissner sicherte ihrem Team in der 64. Minute den Sieg. „Die Verlängerung scheint uns zu liegen“, schmunzelte Werner Tenschert nach dem Spiel. Drei Mal mussten seine Mädels im bisherigen Saisonverlauf in die Overtime, drei Mal sicherten sie sich den Extrapunkt. „Nur schade, dass keine Zuschauer im Stadion sein durften. Die wären voll auf ihre Kosten gekommen“, ist Tenschert überzeugt.

Schiri erkennt Treffer nicht an

Eigentlich zappelte die Scheibe schon in der achten Minute im Ingolstädter Kasten, doch der Unparteiische verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Dann hatten Gäste mehr von der Partie und belohnten ihren Einsatz mit dem Führungstreffer gegen Ende des ersten Drittels. Ab Mitte des Spiels konnten sich die Gastgeber dann vom Druck der Oberbayern befreien und kamen immer besser ins Spiel. Bernadette Karpf hätte den Sack für Ingolstadt zumachen können. Doch sie traf vier Minuten vor Schluss nur den Pfosten. Die Indians steckten aber nie auf, und als ECDC Torfrau Jenny Harss in der Schlussminute ihren Kasten zugunsten eines sechsten Feldspielers verlassen hatte, schafften die Memmingerinnen doch noch den verdienten Ausgleich.

Für Memmingen und Ingolstadt geht es in die Verlängerung

Mit Drei gegen Drei ging es dann in die fünfminütige Verlängerung, in der Ingolstadt die ersten Möglichkeiten hatte, aber Jenny Harss nicht überwinden konnte. Die Entscheidung zugunsten der Gastgeber gelang schließlich Daria Gleißner, deren verdeckter Schuss von Ingolstadts Torfrau Dominique Quints Hüfte in die Maschen des Tores prallte. „Wir haben immer an uns geglaubt“, so die strahlende Siegtorschützin.

Die beiden letzten Spiele in der diesjährigen Hauptrunde stehen dann am 6. beziehungsweise 7. März auf dem Programm, wenn die Eisbären Berlin zu ihren Nachholspielen an den Memminger Hühnerberg kommen. Die Partien werden dann gleichzeitig die Generalprobe für das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft sein, das eine Woche später stattfindet.

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