Kultur-Festival in Memmingen soll stattfinden

Memminger Meile 2021 trotz Corona - Wie soll das gehen?

Memmingen: Genau wie das Open Air-Kino auf dem Marktplatz 2019 soll auch die Memminger Meile 2021 unter freiem Himmel stattfinden.

Memmingen: Genau wie das Open Air-Kino auf dem Marktplatz 2019 soll auch die Memminger Meile 2021 unter freiem Himmel stattfinden.

Bild: Uwe Hirt (Archiv)

Memmingen: Genau wie das Open Air-Kino auf dem Marktplatz 2019 soll auch die Memminger Meile 2021 unter freiem Himmel stattfinden.

Bild: Uwe Hirt (Archiv)

Memminger Meile 2021: Statt wechselnder Veranstaltungsorte werden die Aufführungen an einem Platz gebündelt. Sogar ein Zirkuszelt war im Gespräch.
11.12.2020 | Stand: 12:49 Uhr

Die Memminger Meile soll 2021 wieder stattfinden. Kulturamtsleiter Dr. Hans-Wolfgang Bayer stellte den Mitgliedern des Kulturausschusses nun ein Konzept für die Veranstaltung vor. Mit einer Durchführung könne die Stadt Memmingen dem durch Corona bedingten Totalausfall des kulturellen Lebens etwas entgegensetzten, meinte Bayer. Das sahen auch die Mitglieder des Kulturausschusses so und beauftragten das Kulturamt einstimmig, an der Planung der Memminger Meile 21 weiterzuarbeiten.

Statt stetig wechselnden Veranstaltungsorten soll es dieses Mal jedoch nur einen einzigen stationären Spiel- und Aufführungsplatz geben. Damit die Corona-Sicherheitsregeln besser eingehalten werden können, soll das Kulturevent in eine Open-Air-Veranstaltung umgewandelt werden. Als neuer Veranstaltungsort käme laut Bayer der Flächenbereich an der Grimmelschanze in Frage.

Bayer erläuterte, dass die Meile 2021 wohl mehr kosten werde und zudem eine flexible Planung erforderlich sei. Indem die Stadt die Veranstaltung durchführe, stärke sie aber auch die regionalen Wirtschaftsbetriebe und die Gastronomie. 60 Prozent des Budgets für die Memminger Meile fließe schließlich in Richtung der Gewerbetreibenden, sie stelle also auch einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor dar, betonte Bayer. Letztlich soll die Meile 21 auch ein Signal dafür sein, dass man weitere Einnahmeausfälle bei Künstlern und Gewerbe entgegenwirken will.

Viel Arbeit für städtische Mitarbeiter

Auf die Mitarbeiter der Stadt kommt nun einige Arbeit zu. „Hinsichtlich der Planung für den städtischen Kultursommer ist es schon fünf vor zwölf“, sagt Bayer. Die Mitarbeiter müssen das Kulturprogramm aufstellen und die Vereinbarungen mit den Künstlern bis Ende Januar abschließen.

Mit Blick auf die Corona-Sicherheitsbedingungen müsse man ein flexibles Konzept erstellen, ergänzte Bayer. Man wisse schließlich nicht, ob im Juni und Juli nächsten Jahres 50, 100, 200 oder 400 Besucher je Einzelveranstaltung zugelassen sein werden. Deshalb plant die Stadt auch nur mit einem Veranstaltungsort unter freiem Himmel. Das erleichtere die Erstellung eines Sicherheits- und Hygienekonzepts deutlich. Was jedoch bleibt, ist das Risiko eines Totalausfalls wegen eines neuerlichen Lockdowns im Sommer nächsten Jahres, sagte Bayer.

Gesamtkosten von 113.000 Euro

Dass eine Open-Air-Meile auch „eine Riesen-Chance sein kann“, fand SPD-Stadtrat Matthias Ressler. Oberbürgermeister Manfred Schilder meinte, dass man in diesen schwierigen Zeiten neue Wege gehen müsse und die Planung der Memminger Meile weiter vorantreiben sollte. Seine Parteikollegin Sabine Rogg ergänzte, dass eine Meile 21 ein richtiges und wichtiges Signal an Künstler, Besucher und Gewerbetreibende sei. Zustimmung gab es auch von den Grünen: „Da bekommt die Seele ein Strahlen“, sagte Stadträtin Dr. Monika Schunk.

Miriam Grossmann vom Kulturamt der Stadt berichtete, dass auch ein Zirkuszelt als Austragungsort der Meile im Gespräch war. Allerdings seien die Kosten dafür sehr hoch. Letztlich habe man die Kostenkalkulation nun auf durchschnittlich 100 Besucher ausgelegt.

Die Gesamtkosten für die Memminger Meile 2021 würden sich demnach auf rund 113.000 Euro belaufen. Etwa 86.000 Euro müssten aus dem Haushalt der Stadt beigesteuert werden. Zuvor lag der Haushaltszuschuss im Bereich von 44.000 Euro.