Kammermusik

Memminger Meisterkonzerte in Zeiten von Corona

Der neu gewählte Vorstand des Vereins Memminger Meisterkonzerte (von links): Karl Faller (Zweiter Vorsitzender), Sigrun Erber-Faller (Schriftführerin), Stefanie Pöllner (Schatzmeisterin) und Christian Weiherer (Vorsitzender).

Der neu gewählte Vorstand des Vereins Memminger Meisterkonzerte (von links): Karl Faller (Zweiter Vorsitzender), Sigrun Erber-Faller (Schriftführerin), Stefanie Pöllner (Schatzmeisterin) und Christian Weiherer (Vorsitzender).

Bild: Faller

Der neu gewählte Vorstand des Vereins Memminger Meisterkonzerte (von links): Karl Faller (Zweiter Vorsitzender), Sigrun Erber-Faller (Schriftführerin), Stefanie Pöllner (Schatzmeisterin) und Christian Weiherer (Vorsitzender).

Bild: Faller

Kurzfristiger Neustart nach dem abrupten Abbruch der Saison. Nach 15 Jahren gibt es erstmals Veränderungen im Vorstand des ehrenamtlichen Konzertveranstalters.
07.10.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Mehrere Veränderungen brachten die turnusgemäßen Neuwahlen in der Mitgliederversammlung des Vereins Memminger Meisterkonzerte. Erstmals nach 15 Jahren gab es zwei Wechsel im Vorstand, da die Zweite Vorsitzende Dr. Uta Sandig und Schatzmeister Axel Heinrich sich nicht mehr zur Wahl gestellt haben. Ihre Nachfolger sind Karl Faller als Zweiter Vorsitzender und Stefanie Pöllner als Schatzmeisterin.

Vorsitzender Christian Weiherer pries in seiner Laudatio die Verdienste der ausscheidenden Vorstandsmitglieder, insbesondere das unermüdliche Wirken von Schatzmeister Heinrich, der immer „in genauer, zuverlässiger und verantwortungsbewusster Weise“ für solide Finanzen gesorgt habe.

Jugendbeirat Jürgen Brennich hat sich beruflich nach Kempten verändert und trat deshalb ebenfalls nicht mehr an. Iris Brennich wurde einstimmig in dieses Amt gewählt und pflegt nun die Verbindung zu den Schülern. Der Verein sponsort seit Jahren zehn Schülerabonnements. Beirat Jochen Neumann trat wieder an und wurde im Amt bestätigt.

Rückzahlungen an Abonnenten

Anschließend gab Weiherer einen kurzen Rückblick auf das letzte Geschäftsjahr, das nach dem vierten Konzert aufgrund der Corona-Pandemie abrupt unterbrochen werden musste. Deshalb konnten die beiden letzten Konzerte der Saison nicht mehr stattfinden. Die wenigen ausscheidenden Abonnenten erhielten entsprechende Rückzahlungen, die neuen Rechnungen für fortlaufende Abonnements wurden entsprechend gekürzt.

Nach schwieriger Planungsphase hat der Vorstand in enger Abstimmung mit der Stadt Memmingen und auf der Grundlage von deren Hygienekonzept erst vor Kurzem entschieden, in die neue Saison zu starten. Nun soll von Konzert zu Konzert die Situation beobachtet und jeweils neu entschieden werden. Aus diesem Grund liegt kein gedrucktes Jahresprogramm vor.

Wegen des Abstandsgebots und der damit verbundenen reduzierten Platzanzahl wird es auch nur ein geringes Kartenangebot im Freiverkauf an der Abendkasse geben können – und nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail. Auf Plakatwerbung und Vorverkauf wird vorerst verzichtet.

Noch in der Nacht vor dem Konzert muss umgeplant werden

Vor wenigen Tagen fand dann das erste Konzert im Großen Saal der Stadthalle statt – dort war es die erste kulturelle Veranstaltung seit dem Lockdown. Noch in der Nacht davor musste umgeplant werden, da einer der Künstler erkrankte (nicht an Corona) und so das Programm für zwei Klaviere und zwei Schlagzeuge nicht realisierbar war. Es blieb dann bei „zwei Klaviere“ mit dem Ehepaar Bartmann und dem Werk „minimalBach“ aus der Feder von Sebastian Bartmann. Die Abonnenten fügten sich geduldig und sehr diszipliniert in die Widrigkeiten des Hygienekonzeptes: Die Freude, endlich wieder live Musik zu erleben, überwog bei Weitem.