Tennis im Allgäu

Memminger Tennis-Meisterschaften: Lokalmatador Stefan Raschke streckt sich vergeblich

Das Finale zwischen Adrian Grimolizzi und Stefan Raschke (Foto) war geprägt von den starken Aufschlägen und technisch versierten Grundschlägen des Argentiniers und dem unbändigen Kampfgeist des Lokalmatadors.

Das Finale zwischen Adrian Grimolizzi und Stefan Raschke (Foto) war geprägt von den starken Aufschlägen und technisch versierten Grundschlägen des Argentiniers und dem unbändigen Kampfgeist des Lokalmatadors.

Bild: Siegfried Rebhan

Das Finale zwischen Adrian Grimolizzi und Stefan Raschke (Foto) war geprägt von den starken Aufschlägen und technisch versierten Grundschlägen des Argentiniers und dem unbändigen Kampfgeist des Lokalmatadors.

Bild: Siegfried Rebhan

Lokalmatador zeigt im Finale der „Memmingen Open“ unbändigen Kampfgeist, unterliegt aber dem Argentinier Adrian Grimolizzi.

Das Finale zwischen Adrian Grimolizzi und Stefan Raschke (Foto) war geprägt von den starken Aufschlägen und technisch versierten Grundschlägen des Argentiniers und dem unbändigen Kampfgeist des Lokalmatadors.
Von Georg Baumann
10.09.2020 | Stand: 07:26 Uhr

Hochklassiger und fairer Tennissport wurde bei den „Offenen Memminger Stadtmeisterschaften 2020“ geboten. Bei guten äußeren Bedingungen traten mehr als 100 Spielerinnen und Spieler an. Diese waren teilweise von weit her (Stuttgart, Nürnberg, München) angereist. In mehreren Alters- und Leistungsklassen traten sie auf der Anlage des TC Memmingen (TCM) gegeneinander an.

Im erlesenen 32er-Feld der Herren A (LK eins bis 14) mussten einige topgesetzte Spieler frühzeitig die Segel streichen. So verlor „Oldie“ Thomas Hörmann (TC Memmingen), an Nummer drei gesetzt, bereits in der ersten Runde mit 3:6 und 3:6 gegen den sehr stark aufspielenden Youngster Tim Schulz (Schwendi), der allerdings später verletzungsbedingt im Viertelfinale aufgeben musste.

Überraschenderweise kämpfte sich Moritz Schnebelt (TC Memmingen), Schützling von Daniel Elsner, bis ins Viertelfinale vor, wo er dem an Nummer zwei gesetzten Luis Feiner (TC Memmingen) beim 4:6 und 3:6 stark zusetzte. Kim David Staiger (Fellbach), die Nummer eins des Turniers, spielte sich zwar souverän bis ins Viertelfinale vor, musste sich aber dort, vor allem wegen seiner verspielten Spielweise, dem unbedingten Siegeswillen von Stefan Raschke (TC Memmingen) beugen. Das Ergebnis: 4:6 und 1:6.

Argentinier Adrian Grimolizzi war der überragende Spieler des Turniers in Memmingen

Adrian Grimolizzi (Schwendi), der überragende Spieler des Turniers, spielte sich in allen Runden souverän bis ins Halbfinale gegen Luis Feiner vor, dem er beim 6:2 und 6:2 nicht den Hauch einer Chance gewährte. Das Finale zwischen Adrian Grimolizzi und Stefan Raschke war geprägt von den starken Aufschlägen und technisch versierten Grundschlägen des Argentiniers und dem unbändigen Kampfgeist von Lokalmatador Stefan Raschke, vor allem im zweiten Satz bei einer 5:4-Führung. Letztendlich siegte Grimolizzi aufgrund seiner variablen und druckvollen Spielweise verdient mit 6:2 und 7:5 und sicherte sich ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Die Nebenrunde gewann Tinus Müller (ESV Flügelrad Nürnberg) mit 6:2 und 6:3 gegen Timo Schüle (TC Kißlegg).

Großer Andrang herrschte im 32er-Feld der Herren B (LK 14-23), sodass sogar nicht einmal alle Meldungen berücksichtigt werden konnten. Da die Setzliste wenig Aussagekraft hatte, waren fast alle Partien relativ offen. Nur der an Nummer zwei gesetzte Philipp Hacker (TC Buxheim) zog verdient ins Finale ein, in dem er überraschend gegen Sven Prokisch (TC Berkheim) mit 0:6 und 2:6 auf verlorenem Posten stand. Den Finalsieg in der Nebenrunde sicherte sich Mattheo Angele (DJK Ost Memmingen) mit 6:1 und 6:2 gegen Joachim Fuchs (FC Heimertingen).

Favoritinnen überzeugen bei Memminger Tennis-Meisterschaft

Bei den Damen gingen 24 Spielerinnen an den Start. Die an Nummer eins, zwei beziehungsweise drei gesetzten Spielerinnen wurden ihrer Favoritenrolle jeweils vollauf gerecht, denn sie zogen alle souverän ins Halbfinale ein. Überraschenderweise kämpfte sich Theresa Musselmann (TC Augsburg Siebentisch) gegen Simone Rieger (SV Münsterhausen) ebenfalls bis ins Halbfinale vor, wo sie aber gegen Sylvia Hahn (TA SV Böblingen) beim 1:6 und 0:6 chancenlos war.

Im oberen Tableau waren Lavinia Rietz (TC Rot-Weiß Eschenried) und Ivana Knaus (TC Konstanz) eine Klasse für sich, sodass das Halbfinale gegeneinander um den Finaleinzug entscheiden musste, in dem Ivana Knaus mit 6:4 und 6:4 das bessere Ende für sich hatte. Die an Nummer zwei gesetzte Sylvia Hahn musste nach verlorenem ersten Satz (1:6) verletzungsbedingt aufgeben – und Ivana Knaus war die verdiente Siegerin des Turniers. Die Nebenrunde entschied Eva Jahnke (TV Bad Grönenbach) mit 6:1 und 6:3 gegen Agnes Polonyi (TV Boos) zu ihren Gunsten.

Im 16er-Feld der Herren 45 mussten sich die vier gesetzten Spieler teilweise in harten und lang andauernden Matches durchsetzen, um im Halbfinale gegeneinander antreten zu können. So traf die Nummer eins der Setzliste, Karl-Heinz Meier (TC Pfaffenhofen/Ilm), auf Thomas Mayer (TC Holzgünz). Er gewann im Matchtiebreak mit 4:6, 6:1 und 10:7, während die Nummer zwei, Rainer Barthels (TSV Kottern), dem jüngeren Thomas Schedel (TeG Memmingen am Berg) beim 3:6 und 4:6 den Einzug ins Finale nicht verwehren konnte. Trotz klarer Führung im ersten Satz konnte Thomas Schedel das Finale nicht zu seinen Gunsten entscheiden. Routinier Karl-Heinz Meier spielte geschickt mit 7:5 und 6:2 den Sieg nach Hause.

Eine klare Bereicherung für die „Memmingen Open“ war nach Ansicht der Veranstalter die Ansetzung eines Mixed-Turniers, denn es gab spektakuläre Ballwechsel und viel Spielwitz zu sehen. Souverän spielte sich die Paarung Laura-Marie Baumhämmel/Marco Häge (DJK Ost Memmingen) ins Finale, wo sie der Paarung Melanija Nikolic/Matthias Machunze (TC Augsburg Siebentisch/TC Memmingen) mit 6:0 und 6:2 klar das Nachsehen gaben.

Bei der anschließenden Siegerehrung waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll des Lobes über die Organisation des Turniers und versprachen, nächstes Jahr gerne wieder zu kommen. Turnierleiter und TCM-Präsident Matthias Klein bedankte sich nicht nur bei allen Spielerinnen und Spieler für deren faire Spielweise, sondern vor allem bei den Gönnern und Helfern.