Bauausschuss Memmingerberg: Agenda 2021

Memmingerberg: Gemeinde erstellt Prioritätenliste für dieses Jahr

Der Bau der Verbindungsstraße nach Benningen steht auf der Prioritäten der Gemeinde Memmingerberg für das neue Jahr 2021. Zunächst müssen aber die Planungen weitergeführt und Grundstücksfragen geklärt werden.

Der Bau der Verbindungsstraße nach Benningen steht auf der Prioritäten der Gemeinde Memmingerberg für das neue Jahr 2021. Zunächst müssen aber die Planungen weitergeführt und Grundstücksfragen geklärt werden.

Bild: Armin Schmid

Der Bau der Verbindungsstraße nach Benningen steht auf der Prioritäten der Gemeinde Memmingerberg für das neue Jahr 2021. Zunächst müssen aber die Planungen weitergeführt und Grundstücksfragen geklärt werden.

Bild: Armin Schmid

Straßenbau und Kanal-Sanierungen stehen im Fokus. Welche Projekte in Memmingerberg in diesem Jahr noch angpackt werden sollen.

14.01.2021 | Stand: 16:49 Uhr

Mit der Festlegung einer Agenda für das neue Jahr ist der Bauausschuss des Memmingerberger Gemeinderats ins neue Jahr gestartet. Dabei ging es in erster Linie um mit Priorität versehene Hoch- und Tiefbaumaßnahmen. Im Mittelpunkt stehen die Verbindungsstraße Memmingerberg/Benningen, die Kanalsanierung im nördlichen Gemeindegebiet, die weitere Erschließung des Baugebiets Hawanger Straße und die Resterschließung Espenstraße.

Bürgermeister Alwin Lichtensteiger gab zu bedenken, dass man hinsichtlich der Kostensituation vorsichtig agieren müsse. Letztlich sei noch nicht absehbar, wie sich die Steuereinnahmen angesichts der Corona-Pandemie entwickeln werden. Unklar sei auch, ob nach dem Bürgerentscheid über die Abrechnung von Erschließungsbeiträge für ältere Straßen entsprechende Kosten auf die Gemeinde zukommen.

Verbindungsstraße nach Benningen wird geplant

Wie Lichtensteiger weiter berichtete, habe man den Ausbau der Verbindungsstraße vom Kreisverkehr im Westkopfbereich in Richtung Benningen aufgrund anderer Projekte in den vergangenen Jahren etwas nach hinten geschoben. Unklar sei demnach noch der genaue Trassen-Verlauf. Dieser hänge vom Grunderwerb ab, der noch nicht abgeschlossen sei. Die Kosten für den Straßenbau werden laut dem Bürgermeister im Zuge einer kommunalen Vereinbarung zwischen Benningen und Memmingerberg aufgeteilt. Ziel sei es, die neue Straße vom Kreisverkehr in Memmingerberg in Richtung der alten Straßentrasse zu führen und letztlich in Richtung des Kreisverkehrs vor dem Benninger Ortseingang anzuschließen. Nach den Worten des Bürgermeisters geht es letztlich darum, den Verkehr in Richtung Autobahn und Gewerbegebiet zu lenken und aus dem Ort heraus zu halten. In welchem Umfang die bisherige Straße in Richtung Memmingerberg nach dem Ausbau der Neubautrasse noch befahrbar sein werde, müsse noch geklärt werden.

Im Baugebiet Hawanger Straße sollen weitere Flächenbereiche erschlossen werden. Laut Lichtensteiger hat man sich dazu entschlossen, das Baugebiet nach und nach weiter voranzutreiben, beziehungsweise die Bebauung schrittweise möglich zu machen. In den bereits bebauten Teilbereichen soll die Erschließung fertiggestellt und abgerechnet werden.

Unterallgäuer Landratsamt macht Auflagen

Eine größere Maßnahme könnte die Kanalsanierung Nord werden. Betroffen ist der Bereich nördlich der Bürgermeister-Rabus-Straße bis zur Münchner Straße. Zunächst sollen die 60 bis 70 Jahre alten Abwasserkanäle gefilmt und Schäden lokalisiert werden. Dann ist nach Möglichkeit eine Sanierung mit sogenannten Inlinern vorgesehen. Dabei werden die maroden Rohre innen ausgekleidet, so dass die Erde nicht aufgegraben werden muss. Lichtensteiger meinte, dass dies im südlichen Bereich gut geklappt habe. Die Auflage zur Kanalsanierung stammt vom Landratsamt und wird über den Generalentwässerungsplan vorgegeben. Die Sanierung soll 2022 beginnen.

Priorität hat auch die Alt- beziehungsweise Resterschließung der Espenstraße. Fertigstellung muss laut Lichtensteiger spätestens 2023 sein. „Da hängen auch Erschließungsbeiträge dran.“ Der Bürgermeister bekräftigte, dass man Erschließungen künftig spätestens nach fünf Jahren fertigstellen will. Gemeinderat Jürgen Tzschorn betonte, dass man neue Baugebiete künftig nur noch Erschließen sollte, wenn alle Grundstücke verfügbar beziehungsweise in Gemeindebesitz sind. Wenn man nur nach und nach an die Grundstücke herankomme, ziehe sich die Erschließung über Jahre hin. Das sei nicht akzeptabel.

Beim Hochbau stehen die Fertigstellung der Kita sowie die Planung der Mehrzweckhallen-Sanierung im Vordergrund. Ebenso die Frage, ob man für den Bauhof und die Feuerwehr ein gemeinsames Gebäude bauen sollte.

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