MM-Steinheim

„Mit der Kraft der Musik“ in den Herbst

Musikkapelle Steinheim

Musikkapelle Steinheim

Bild: Hans Honold

Musikkapelle Steinheim

Bild: Hans Honold

Blasmusik Steinheimer Kapelle wird Motto im Jahreskonzert in allen Phasen gerecht. Begabter Nachwuchsdirigent
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Von ho
26.11.2019 | Stand: 16:40 Uhr

Ein durchweg gefälliges Herbstkonzert mit starken Elementen servierte die Musikkapelle Steinheim in der mit 270 Zuhörern voll besetzten Grundschul-Turnhalle im Stadtteil. Dirigent Armin Lukas hatte für das Konzert die passende Literatur ausgewählt, die das mit 45 Musikern besetzte Mittelstufenorchester gekonnt zu bewältigen wusste. Als Moderatorin führte Antonia Kartheininger durch das Programm.

Das Motto des Abends „Mit der Kraft der Musik“ wurde gleich zu Beginn mit Pauken und Trompeten eindrucksvoll bestätigt. Nach einem starken Auftakt kehrte in das Orchester eine gemäßigte Stille ein, die beruhigend und auch fröhlich daher kam. Dann übernahm der talentierte Nachwuchsdirigent Maximilian Göser mit seinen erst 20 Lenzen das Dirigentenpult und trat schon sehr selbstbewusst vor die Kapelle. Er führte die Musiker sicher durch das Stück „Nora – Licht des Nordens“ von Thomas Asanger. Göser hat heuer den Dirigentenkurs erfolgreich absolviert. Er dirigierte seine Musikkameraden in einem Stück voller markanter Flügel- und Tenorhörnereinsätze, in dem auch die Flöteneinsätze zu gefallen wussten. Eine feine Leistung des jungen Dirigenten aus den eigenen Reihen.

Eine zauberhafte Melodie gelang der Solistin Julia Rehm mit „Gabriel’s Oboe“ von Ennio Morricone. Feinfühlig gelang es Rehm, die auch Mitglied der Stadtkapelle Memmingen ist, auf der Oboe eine zärtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Dann erklang der Konzertmarsch „Märchenkönig“ von Timo Dellwig: wuchtig und klingend vorgetragen und geprägt von einem gekonnten Wechselspiel von Flügelhörnern und Tenorhörnern. Forsch und lebendig intonierte die Kapelle den Konzertmarsch „Feuert los –Blaze Away“. Die „Heublumenpolka“, arrangiert von Kurt Gäble, bewältigte das Orchester mit überzeugender Stärke.

„Estudiantina“, ein Walzer über spanische National-Melodien von Emil Waldteufel, kam schwungvoll, galant und gefühlvoll, wobei sich alle Register in einem furiosen Endspurt vereinigten. Der Pasa doble „El Cartero“ bestach durch seine einzigartigen Zwischenmelodien, gerade sie ließen die Zuhörer ins Träumen verfallen. „Beyond the Sea“, eine eingängige Melodie für Blasorchester, wurde von der Kapelle exakt gespielt. „A Leroy Anderson Portrait“ von James Barnes, ein großartiges sinfonisches Werk mit glänzenden Klarinettenpassagen und leichtfüßigen Saxophonklängen, interpretierte das Orchester klangvoll und dynamisch.

Der fetzige Ohrwurm „Groove Academy“ war mit seinem schnellen Wechsel zwischen Tenor- und Flügelhörnern, dem Schlagzeug, treibenden Basslinien und Solopassagen von Trompeten und Tenorsaxophon ein würdiger Abschluss eines gelungenen Konzerts.

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